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Umland Bobbahn Altenberg – Kurven-Umbau soll 2019 erfolgen
Region Umland Bobbahn Altenberg – Kurven-Umbau soll 2019 erfolgen
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18:55 04.04.2018
Ein Bob fährt im Altenberger Eiskanal. Quelle: picture alliance, dpa
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Pirna/Altenberg

Den Umbau von drei Kurven auf der Bob- und Rodelbahn in Altenberg möchte der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge nun doch in Angriff nehmen. Dem Kreistag liegt eine entsprechende Beschlussvorlage der Verwaltung vor, das Investitionsvorhaben in den Haushaltsplan für 2018 sowie in die mittelfristige Finanzplanung aufzunehmen. Wenn die Kreisräte am kommenden Montag grünes Licht geben, soll bis Ende Mai die Entwurfsplanung zur Entschärfung der Kurven elf bis 13 vorliegen, um bei Bund und Land für das 2,6 Millionen Euro teure Projekt Fördermittel beantragen zu können. Wenn alles nach Plan verläuft, beginnen die Bauarbeiten Mitte Februar 2019 und werden noch im Herbst desselben Jahres abgeschlossen sein.

Bereits seit ihrer Einweihung 1987 gilt die 1413 Meter lange Eisschlange im Osterzgebirge als eine der schwierigsten der Welt. Immer wieder kam es zu schweren Stürzen. Da die Geschwindigkeit von Bobs und Schlitten durch die Weiterentwicklung von Aerodynamik und Kufenmaterial zunimmt, steigt auch das Unfallrisiko. Um dem entgegenzuwirken, gibt es Umbaupläne zur Entschärfung des Eiskanals, die auf Wunsch des Betreibers, der Wintersport Altenberg GmbH, sowie des Internationalen Rennrodelverbandes und des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland bis zu den Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften 2020 realisiert werden sollen.

Als die Umbaupläne im vorigen Dezember bekannt wurden, erteilte Landrat Michael Geisler (CDU) einer Beteiligung an den Baukosten eine deutliche Absage. 20 Prozent der Bausumme sollten ursprünglich aus dem Kreisetat kommen. Angesichts der klammen Kreiskasse – seit Jahren klafft ein riesiges Loch zwischen Einnahmen und Ausgaben – sei der Landkreis als Eigentümer der Bob- und Rodelbahn „objektiv nicht in der Lage, einen sechsstelligen Eigenanteil für diese freiwillige Aufgabe zu tragen“, teilte Geisler damals mit. Er appellierte an Bund und Freistaat, die Baukosten komplett zu übernehmen.

Sein Appell zeigte Wirkung. Die Fördermittelgeber wollen ihren Zuschuss erhöhen. Zwar übernehmen sie nicht die gesamte Investitionssumme, haben aber eine Förderquote von 90 Prozent in Aussicht gestellt, sodass sich der Eigenanteil des Kreises auf zehn Prozent reduziert. Pro Jahr stehen im Kreisetat 145000 Euro für Reparaturen und Sanierungsarbeiten an der Bob- und Rodelbahn zur Verfügung. Aus diesem Budget möchte die Kreisverwaltung die Eigenmittel für den Umbau nehmen. D.h., alle kleineren ursprünglich für dieses und nächstes Jahr geplanten Investitionen an der Eisbahn müssen hintenanstehen und werden auf später verschoben.

Eine Unbekannte allerdings gibt es noch bei dem Vorhaben. Bei der derzeit in Rede stehenden Bausumme von 2,6 Millionen Euro handelt es sich um eine Kostenschätzung. Die Kostenberechnung soll im Zuge der Entwurfsplanung erfolgen – eine Kostensteigerung ist daher nicht ausgeschlossen. Allerdings darf die Gesamtinvestitionssumme nicht die Marke von 3,4 Millionen Euro überschreiten. Denn nur bis zu diesem Limit kann der Kreis die erforderlichen Eigenmittel aufbringen.

Der Kreistag entscheidet auf seiner nächsten Sitzung nicht nur über die Bobbahn, sondern auch über den Haushaltsentwurf für 2018. Im Etat stehen Einnahmen von 300,4 Millionen Euro Ausgaben von 308,1 Millionen Euro gegenüber. Es herrscht ein Fehlbetrag von 7,7 Millionen Euro. Für den Ausgleich muss der Kreis seine Finanzreserve weiter abbauen.

Von Silvio Kuhnert

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