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Umland Beim 14. Spitzhaustreppenlauf fielen die Rekorde
Region Umland Beim 14. Spitzhaustreppenlauf fielen die Rekorde
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08:48 23.04.2018
Sieger mit den meisten Runden: Frank Götze (127 Runden) und Carmen Henker (103). Quelle: Silvio Kuhnert
Dresden

Mit einem neuen Teilnehmerrekord ist der diesjährige Spitzhaustreppenlauf in Radebeul am Sonntagnachmittag zu Ende gegangen. Insgesamt 555 Läufer waren bei der 14. Auflage des „Sächsischen Mount Everest Treppenmarathons“ – so der offizielle Name – an den Start gegangen.

Und es war nicht der einzige Rekord, der bei hochsommerlichen Temperaturen fiel. So stellte Franz Taubert, Schüler am Lößnitzgymnasium, einen neuen Rundenrekord auf. Der Gymnasiast sprintete die 397 Stufen der Spitzhaustreppe in vier Minuten und neun Sekunden hinab und auch wieder hinauf. Des Weiteren müssen sich künftig Mannschaften der Elf-Freunde-Staffel an der Zeit der Ruderer des SSV Planeta Radebeul messen. Die Wassersportler absolvierten abwechselnd elf Runden in einer Stunde, zwei Minuten und 15 Sekunden. „Das ist Streckenrekord in dieser Staffeldisziplin“, sagte Peter Heilsberg, der erneut gemeinsam mit Ulf Kühne das Extremsportereignis organisierte und vor Ort moderierte.

Einmal den Mount Everest besteigen, ohne in das Himalaya-Gebirge zu reisen: Dieser Herausforderung haben sich am Sonnabend wieder viele Sportler beim inzwischen weltweit bekannten Spitzhaus-Treppenlauf gestellt.

Punkt 16 Uhr fiel am Sonnabendnachtmittag der Startschuss zum Treppenlauf. Insgesamt vier Rennen gibt es. Und zuerst gingen die Einzelläufer an den Start. 77 Alleingänger machten sich zunächst auf den Weg, darunter zwölf Frauen – „so viele wie noch nie“, wie Heilsberg sagte. Später kam noch ein Läufer verspätet hinzu, so dass am Ende 78 Alleingänger gegen den inneren Scheinehund kämpften. Denn es ist schon eine beachtliche Leistung, kostet definitiv viel Kraft und sicher auch Überwindung, minimum 100 Mal die Stufen der Spitzhaustreppe hinab und wieder hinauf zu laufen. Sie bewältigen dabei zusammenaddiert 8848 Höhenmeter und erklimmen so symbolisch den Mount Everest, den höchsten Berg der Erde. Zudem steckt danach die Distanz eines Doppelmarathons in ihren Beinen, das sind 84,390 Kilometer oder 79400 Stufen.

Zwei Wertungen gibt es bei den Einzelläufern. Bei der Mount-Everest-Wertung gilt es, die 100 Runden in der schnellsten Zeit zu absolvieren. Bei den Männern machte dieses Jahr Petru Muntenasu aus dem baden-württembergischen Schwaigern mit einer Zeit von 14 Stunden, 25 Minuten und 31 Sekunden das Rennen und verwies Ben Juretzko aus Dresden und den Berliner Philip Lauinger auf die Plätze. Schnellste bei den Frauen wurde Yvonne Lehnert aus Berlin (18 Stunden, 46 Minuten, 13 Sekunden) vor der Dresdnerin Carmen Henker und der Lokalmatadorin Katrin Jeschke aus Radebeul.

Nach 100 Runden musste aber noch nicht Schluss sein. In der zweiten Wertung siegt bei den Einzelläufern, wer in 24 Stunden die meisten Runden schafft. Hier hatte bei den Frauen Carmen Henker mit 104 Runden die Nase vorn. Auf dem Siegerpodest folgten Katrin Jeschke (103 Runden) und Yvonne Lehnert (101).

Die meisten Runden hatte nach dem 14. Spitzhaustreppenlauf Frank Götze in den Beinen. Er lief 127 Mal treppauf- und treppab. „Ich war das fünfte Mal dabei und habe erst zum zweiten Mal die 24 Stunden durchgehalten“, sagte der Schwarzwälder aus Münstertal. Den zweiten Rand belegte der 65 Jahre alte Schweizer Kurt Hess (124 Runden) und den dritten Platz errang Falko Zeeh aus Bockau (117 Runden).

Die Einzelläufer blieben nur acht Stunden unter sich. Um Mitternacht fiel der Startschuss für die Dreierseilschaften über 100 Runden. Hier bilden drei Läufer eine Staffel. Wie sie sich die Runden aufteilen, bleibt den Teams selbst überlassen. „Aber jeder Starter muss mindestens 25 Runden laufen“, berichtete Heilsberg – wenn nicht, wird die Dreiermannschaft disqualifiziert. 26 Dreierseilschaften – 24 Männer- oder Mixteams und zwei Frauenteams – haben dieses Mal mitgemacht. Bei den Frauen gewann die „Unicorn Gang“ mit Birgit Ziesch, Sophie Dani und Ronja Thümmler vor dem Team „Streifengänse“ mit Ines Kupka, Christina Seltmann und Maria Rückwardt. Beide Frauen-Staffeln stammen aus Dresden. Bei den Männern- oder Mixmannschaften standen die Staffeln wie folgt auf dem Siederpodest: 1. Platz: „Kapaurer Runners“ aus Dresden (Thomas Benseler, Maik Brodhuhn , Jörg Reiche); 2. Platz: „Team Treppchen“ aus Grimma (Felix Heine, Anja Wierick, Mario Wierick); 3. Platz: „Keine Gnade für die Wade“ aus Wilthen (Sven Wuschik, Sandro Besold, Ronny Katzer).

Neben dem Alleingang und der Dreierseilschaft gab es zwei weitere Staffelwertungen. Bei der Touristaffel (Start war um 8 Uhr am Sonntagmorgen) mussten 50 Läufer einmal eine Runde bewältigen. In diesem Jahr nahmen sechs Großmannschaften teil. Sieger wurde das Lößnitzgymnasium (mit Frank Taubert im Staffelteam) vor dem Luisenstift-Gymnasium und dem Team Quickfit aus Dresden.

Bei der Elf-Freunde-Wertung machten neun Staffeln mit. Sie bestehen jeweils aus elf Läufern, die eine Runde absolvieren. Hier gewannen die Ruderer des SSV Planeta Radebeul vor dem Barnyard Club (Staffel der JuCo Soziale Arbeit gGmbH) und dem Team Ghost Bustairs.

Von Silvio Kuhnert

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