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Umland Baustart für „Tannenhaus“ steht bevor
Region Umland Baustart für „Tannenhaus“ steht bevor
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12:01 14.02.2019
So soll sich das künftige kombinierte Wohn- und Pflegeheim des Sächsischen Epilepsiezentrums Mitte 2020 präsentieren. Quelle: Visualisiererung: PlanKonzept GmbH
Radeberg

Das Sächsische Epilepsiezentrum wartet auf einen Kran. Diese Woche soll er kommen und wird dann wieder einmal weit sichtbares Zeichen dafür sein, dass in Kleinwachau gebaut wird. Und zwar das „Tannenhaus“, ein modernes Wohn- und Pflegeheim.

Der 1. Spatenstich dafür liegt schon etwas zurück. Er fand bereits Anfang Oktober statt und symbolisierte den Baubeginn. Allerdings waren dafür umfangreiche Vorarbeiten erforderlich, erklärt Geschäftsführer Martin Wallmann. Gemeint ist die Umverlegung von diversen Leitungen und Rohren auf dem Baufeld. „Das war eine Riesenherausforderung“, sagt er.

Aber nun soll es richtig losgehen. Am 18. Februar werde mit den Erdarbeiten begonnen, damit die Bodenplatte gegossen werden kann. Dazu müssen 1700 Kubikmeter Erde abgetragen und abtransportiert werden. Das sind 120 Lkw-Ladungen, hat Pressesprecher Alexander Nuck ausgerechnet. Bis März, so Wallmanns ehrgeiziger Zeitplan, müssen die Fundament-Arbeiten erledigt sein, damit im April die Rohbauarbeiten beginnen und im September abgeschlossen werden können. „Wir brauchen das Haus dringend“, begründet der Geschäftsführer die Eile. Klares Ziel sei es, das Haus im Frühjahr 2020 beziehen zu können.

Abstriche davon will er nach Möglichkeit nicht zulassen, obwohl die Finanzierung des mit sechs Millionen Euro veranschlagten Vorhabens noch nicht ganz rund ist. Statt der erhofften 2,8 Millionen Euro an Fördermitteln sind vom Freistaat Sachsen derzeit nur 2,1 Million zugesagt. Grund für diese Diskrepanz sind die hohen Ansprüche des Bauherren an das Haus und die derzeit gültigen Förderbedingungen, die solchen Anforderungen nicht Rechnung tragen. „Aber wir bauen ein Haus für die Zukunft. Da müssen wir einen gewissen Komfort einkalkulieren, auch wenn der heute noch nicht zum Standard gehört“, betont Wallmann. So fördere der Freistaat gegenwärtig nur eine Toilette für zwei Bewohner.

Insgesamt soll das dreigeschossige Gebäude mit 40 komfortablen, lichtdurchfluteten Einzelzimmern ausgestattet werden, von denen die eine Hälfte als Wohnheim und die andere als Pflegeheim konzipiert sind. Dazu kommen jeweils im Erdgeschoss und im Obergeschoss noch zwei Aufenthaltsräume, insgesamt fünf Zimmer für eine Kurzzeitpflege, ein Heimleiterbüro und Technikräume. Und das alles hochgradig barrierefrei. „Dieses Konzept wird viel Zustimmung finden“, ist Wallmann optimistisch. Außerdem freut er sich, dass damit künftig alle Wohngebäude des Epilepsiezentrums – neben dem Tannenhaus gehören dazu das Wiesenhaus und das Waldhaus – „auf einem Fleck“, rund ums Krankenhaus konzentriert sein werden. Des Weiteren freut er sich, dass er beim alljährlichen Treffen der 14 europäischen Epilepsiezentren – das diesmal Ende Mai in Kleinwachau stattfindet – seinen internationalen Kollegen ein zusätzliches Highlight der Radeberger Einrichtung vorstellen kann, wenn auch nur im Rohbau.

Von Bernd Lichtenberger

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