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Baufortschritt in Afra-Grundschule

Sanierung der Afra-Grundschule Baufortschritt in Afra-Grundschule

1,7 Millionen Euro wurden bisher in die Sanierung der Afra-Schule investiert. Nun ist auch der zweite Abschnitt abgeschlossen und die Schüler sind den Baulärm los – vorerst. Im kommenden Sommer soll auch der dritte und letzte Abschnitt der traditionsreichen Schule renoviert werden.

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Oberbürgermeister Olaf Raschke, Schulleiter Henryk Hambsch und Bauplaner Jürgen Voigt (v.l.) sind mit den bisherigen Ergebissen der Maßnahmen zufrieden.

Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Meissen. 1,7 Millionen Euro wurden bisher in die Sanierung der Afra-Schule investiert. Nun ist auch der zweite Abschnitt abgeschlossen und die Schüler sind den Baulärm los – vorerst. Im kommenden Sommer soll auch der dritte und letzte Abschnitt der traditionsreichen Schule renoviert werden. Im Rahmen der des zweiten Bauabschnittes entstanden im Altbau elf moderne Klassenzimmer, zwei Horträume, Lehrer- und Lehrmittelräume und neue Sanitäranlagen.

Nachdem bereits im vergangenen Jahr die Haustechnik komplett erneuert worden ist und auch eine moderne Heizungsanlage eingebaut wurde, konnte nun die intensive und weitreichende Instandsetzung der Schule vorangetrieben werden. Die Demontage- und Rohbaumaßnahmen im gesamten Gebäude wurden im Mai abgeschlossen. Der Schulbetrieb wurde während der Maßnahmen im Nebengebäude aufrechterhalten. Das verlangte ein straffes Zeitprogramm für die Bauarbeiter. „Das komplexe Baugeschehen erforderte daher gute Koordination, Geduld und natürlich die Disziplin aller Beteiligten“, erklärte Bauplaner Jürgen Voigt.

Besonders umfangreich war die Erfüllung der Brandschutzrichtlinien. Es wurden spezielle Türen eingebaut, welche im Notfall zufallen und Fluchtwege ermöglichen. Im Treppenhaus wurden Entrauchungsanlagen angebracht und die Brandmeldeanlage wurde komplett erneuert. Laut Oberbürgermeister Olaf Raschke war vor allem die Modernisierung des Brandschutzes ein hoher Kostenaufwand, doch dieser sei zur Sicherheit der Schüler nicht infrage zu stellen. „Am Brandschutz gibts kein Rütteln. Die Maßnahmen und die Sicherheit der Kinder sind das Allerwichtigste“, so Planer Voigt. Jedes Klassenzimmer verfügt über zwei Fluchtwege. Um dies zu ermöglichen, musste das Foyer im zweiten Obergeschoss geteilt und neu strukturiert werden.

Ein weitere große Neuerung ist die Installation eines Personenaufzuges. Damit ist die gesamte Schule auf der Zielgeraden in Sachen Barrierefreiheit. Der notwendige Schacht wurde in den Altbau integriert. Da es im Gebäudekomplex Höhenunterschiede von bis zu 60 Zentimetern gibt, waren ebenfalls Rampen nötig, welche die Unterschiede ausgleichen und die Barrierefreiheit somit gewährleisten. Schräge Türschwellen gleichen den Unterschied von bis zu sieben Zentimetern aus. “Für körperbehinderte Schülerinnen und Schüler stellt Barrierefreiheit einen großen Gewinn dar“, erklärt die Pressestelle der Stadt dazu. Schüler können bei Bedarf nun vom Keller bis in das zweite Obergeschoss fahren, somit sind alle notwendigen Etagen barrierefrei erreichbar. Im Sanitärbereich war eine Umstrukturierung notwendig, damit der Aufzug eingebaut werden konnte. Jedoch darf der Fahrstuhl nicht willkürlich von allen Schülern genutzt werden, sondern ist nur für körperbehinderte Schüler und Reinigungspersonal gedacht.

Da die Afra-Schule schon einige Jahre auf dem Buckel hat – Grundsteinlegung war am 23. Juni 1848 – kam es während der Bauarbeiten immer wieder zu neuen Herausforderungen. „Die Sanierung eines Altbaus ist immer mit Überraschungen verbunden“, spricht Jürgen Voigt aus Erfahrung. Alte Wand- und Deckenkonstruktionen mussten entfernt werden, da diese vom Hausschwamm befallen waren. Das führte zu Mehrkosten. In einem der Räume im Erdgeschoss stellten die Mitarbeiter des Planungsbüros Voigt außerdem fest, dass die vorhandenen Deckenträger der statischen Belastung nicht länger gewachsen waren. Die Anbringung zusätzlicher Stahlträger war unumgänglich.

Alte Bodenbeläge wurden von Fußbodenlegern entfernt und anschließend mit einer Untergrundbehandlung auf die neuen und leistungsstärkeren Fußböden vorbereitet. Sofern es möglich war, wurden alte Parkettböden aufgearbeitet und konnten so erhalten werden. Gelber PVC-Boden wechselt sich nun mit Eiche Rustikal Dielen ab.

Es wurden Schallschutztüren eingebaut und spezielle Akustikdecken ermöglichen eine einfachere Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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