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Umland Baubürgermeister bringt Alternativlösung zur Neugestaltung der Bahnhofstraße ins Spiel
Region Umland Baubürgermeister bringt Alternativlösung zur Neugestaltung der Bahnhofstraße ins Spiel
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20:25 12.09.2017
Das Stadtbild vom Sanierungsgebiet in Radebeul-West wird von zweigeschossigen Häusern im Landhausstil mit Zwerchgiebel und Gründerzeitbauten geprägt. Quelle: Foto: S. Kuhnert
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Radebeul

Zur Neugestaltung der Bahnhofstraße in Radebeul-West standen bei einer Bürgerbefragung in diesem Sommer drei Varianten zur Auswahl. Die Stadtverwaltung wertet derzeit das Ergebnis aus und so, wie es scheint, kommt jetzt eine ganz andere ins Spiel. „Vielleicht gibt es eine vierte Variante“, sagte Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos) auf einer Informationsveranstaltung zum Sanierungsgebiet „Zentrum Radebeul-West“.

Der Baubeginn zur Umgestaltung der Bahnhofstraße und des Bahnhofsvorplatzes steht bei der Verwaltung für nächstes Jahr auf der Agenda. Die bislang vorgestellten Ideen lassen sich wie folgt auf den Punkt bringen: alle Bäume bleiben erhalten, es werden zusätzliche gepflanzt und es gibt keine Stellplätze mehr; die vorhandenen Gehölze werden für mehr Parkflächen gefällt; oder es bleibt, wie es ist, keine Veränderung weder bei der Anzahl der Bäume noch bei den Parkplätzen. Die Verwaltung steht nun vor der Herausforderung, aus diesen drei Gestaltungsansätzen herauszufiltern, was die Radebeuler vor Ort wünschen. Und sie wollen laut Müller zum einen Stellflächen, den Erhalt der Bäume sowie einen Wochenmarkt entlang der Straße. „Wie bekommt man das alles unter einen Hut?“ fragt sich nicht nur der Baubürgermeister. Seine Mitarbeiter suchen nun an einer Kompromisslösung. Ein Ergebnis soll in der nächsten Woche vorliegen.

Der eigentliche Gegenstand der Informationsveranstaltung war aber nicht die Umgestaltung der Bahnhofstraße, sondern eine Gestaltungsrichtlinie für das Sanierungsgebiet. Bis 2023 sollen in dem Fördergebiet Investitionen im Gesamtumfang von rund 9,9 Millionen Euro mit einer Förderung von Bund und Land in Höhe von 6,6 Millionen Euro realisiert werden. Neben städtischen Projekten wie Bahnhofstraße sowie Grund- und Oberschule können auch Hauseigentümer einen Zuschuss für Instandsetzungen an der Außenhülle ihrer Gebäude beantragen. Für mögliche Fassaden- und Dacharbeiten sollen gewisse Spielregeln gelten, die der Stadtrat noch in diesem Herbst beschließen soll.

Durch die Architektengemeinschaft Dr. Braun & Barth aus Dresden wurde auf der Grundlage einer umfassenden Analyse ein Entwurf für eine Richtlinie erarbeite. Und die Quintessenz ist, dass die Architektur vor Ort weitestgehend erhalten bleiben soll und sich Neubauten an die Formensprache der vorhandenen Gebäude orientieren. Geprägt wird das Sanierungsgebiet laut Architektin Barbara Braun durch landhausartige Gebäude sowie Häuser aus der Gründerzeit. Somit sollen komplette Glasfassaden, Flachdächer, grelle Farbanstriche, Dachterrassen, Balkone an der Straßenfront oder große Werbeaufschriften auf den kahlen Brandwänden tabu sein.

„Schade für die Analyse, sie kommt viel zu spät“, meinte einer der Anwesenden mit Blick auf das Neubaugeschehen seit 1990. Es gebe kaum noch Baulücken und auch komplexe Haussanierungen stünden kaum noch an. „Die Analyse hätte vor 25 Jahren passieren müssen“, sagte er weiter.

Ihn und andere Besucher der Veranstaltung= trieb ein ganz anderes Problem um: Welche Ausgleichsbeträge kommen nach der Sanierungszeit auf sie zu? Eine konkrete Antwort blieb Müller schuldig. Der Gutachterausschuss des Kreises arbeite noch an den Bodenrichtwerten.

Von Silvio Kuhnert

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