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Umland Bauarbeiter „weben“ am Grünen Band der Bierstadt
Region Umland Bauarbeiter „weben“ am Grünen Band der Bierstadt
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07:30 03.09.2018
Picknick am Röder-Ufer. Ganz bewusst haben sich Henriette und Jonathan diese Stelle dafür ausgesucht. Hier können sie sich ungestört unterhalten. Quelle: Bernd Lichtenberger
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Radeberg

In Höhe des Gelbkehains wird derzeit beiderseits der Röder gebuddelt. Bauarbeiter schaffen die Voraussetzungen für den dort geplanten Brückenschlag. Eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer soll den Umweg über die viel befahrene Dresdner Straße überflüssig und so das „Grüne Band“ attraktiver machen.

Mit dem Vorhaben „Grünes Band“ verbindet sich die Absicht der Bierstadt, im Bereich des Röderbogens um die Innenstadt schon bestehende und noch zu schaffende Grün- und Freiflächen aufzuwerten und zu vernetzen. Radeberg, das im kommenden Jahr seine urkundliche Ersterwähnung vor 800 Jahren feiert, soll bis dahin einfach schon ein Stück grüner und damit lebenswerter sein. Für das einstige Druckerei-Gelände wurden die Aufgaben, zu denen auch besagter Brückenbau gehört, schon Anfang des Jahres vergeben. Für das Areal zwischen Exportbierbrauerei und Kaiserhof geschah das im Rahmen eines ersten Bauabschnittes am vergangenen Mittwoch. Mit einer Auftragssumme von reichlich 320 000 Euro wurden die Landschaftsbauarbeiten an eine Firma aus Crostwitz vergeben. Allerdings kann der Auftrag noch nicht vergeben werden, weil die Bierstadt noch auf den schriftlichen Fördermittelbescheid warten muss, schließlich soll die Finanzierung des Vorhabens auch mit Geldern aus dem Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ gestemmt werden. Doch Oberbürgermeister Gerhard Lemm (SPD) ist zuversichtlich, denn mündlich ist der Stadt das Geld bereits zugesagt worden.

Die Voraussetzungen für die Gestaltung des Geländes an der August-Bebel-Straße wurden schon im vergangenen Jahr mit dem Abriss zweier maroder Miethäuser geschaffen. Parallel dazu hatte die AG Stadtgrün mit dem Radeberger Planungsbüro Schubert über das künftige Aussehen der Fläche nachgedacht. Das Ergebnis ihrer Überlegungen taten sie Anfang des Jahres im Rahmen einer Bürgerversammlung kund. Zu den interessantesten Teilaspekten gehört mit Sicherheit ein Strand am Röder-Ufer, der auch Kindern die Möglichkeit bietet, in unmittelbarer Fluss-Nähe zu planschen und im Sande zu buddeln. Eingefasst und erreicht wird der Strand über einen Uferweg, der nach den Wünschen der AG sogar längs der Röder an der Dresdner Straße unter der Straßenbrücke hindurch führen soll. Aber dazu wäre ein Brückenneubau erforderlich. Und ob der kommt, bleibt abzuwarten. Vielleicht wird die in die Jahre gekommene Brücke auch nur saniert. Notwendig ist das Eine oder Andere auf jeden Fall. Die schon lange aufgestellten Warnbarken weisen darauf hin.

Fest steht, dass das Mahnmal für die Opfer von Krieg, Vertreibung und Terror in die Nachbarschaft der Adventisten-Gemeinde versetzt werden soll. An seiner jetzigen Stelle werden Büsche und Bäume den neuen Park vor Straßenlärm schützen. So wie künftig längst der August-Bebel-Straße.

Aber auch vor der nächsten flussaufwärts gelegenen Straßenbrücke über die Röder soll sich nach Jahren der Diskussion endlich etwas tut. Für knapp 213 000 Euro baut die Eurovia Verkehrsbauunion die Kreuzung Dr.-Albert-Dietze-Straße/Röderstraße aus und macht sie damit übersichtlicher. Noch Ende September werden die Arbeiten beginnen und im November abgeschlossen werden, verspricht die Stadtverwaltung. „Darüber freue ich mich“ bekannte Stadtrat Rolf Daehne (Bündnis90 / Die Grünen), der sich schon seit Jahren für eine Verbesserung der Radwege-Verbindungen in der Bierstadt einsetzt. Immerhin soll mit der Kreuzungs-Neugestaltung die Anbindung an die Pirnaer Straße für Fußgänger und Radfahrer verbessert und verkehrssicher gemacht werden. Aber die Kraftfahrer haben ebenfalls Grund zur Freude, denn derzeit ist die Kreuzung auch für sie in einem miserablen Zustand.

Für Fußgänger und Radfahrer wird auch dieser Kreuzungsbereich zu einem Teil des Grünen Bandes, denn das soll sich entlang der Großen Röder vom Hüttertal bis zum Seifersdorfer Tal hinziehen.

Von Bernd Lichtenberger

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