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Umland Bau am Elberadweg in der Sächsischen Schweiz verzögert sich
Region Umland Bau am Elberadweg in der Sächsischen Schweiz verzögert sich
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08:56 23.11.2017
Die Liste der laufenden Bauprojekte entlang des Elberadweges wird nicht kürzer. Quelle: dpa
Königstein/Bad Schandau

Die Liste der laufenden Bauprojekte entlang des Elberadweges wird nicht kürzer. Im Gegenteil: Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr plant den Ausbau des linkselbischen Radweges an der S 169 zwischen Bad Schandau und Krippen. 2018 will das Bauamt den Planfeststellungsantrag stellen und somit das Bauprojekt ins Rollen bringen.

Fest steht, dass der im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gelegene Abschnitt des Elberadweges in der kommenden Fahrradsaison nicht durchgehend befahrbar sein wird. Denn in Heidenau ist der Abschnitt zwischen Müglitz-Brücke und der Pirnaer Straße auf Höhe des Eiscafés Villa Else noch bis November 2018 für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Die Sächsische Landestalsperrenverwaltung baut dort den letzten Abschnitt der Hochwasserschutzmauer Heidenau. Die Gesamtkosten für die Hochwasserschutzmaßnahme liegen bei etwa 26,3 Millionen Euro, davon stammen 25,7 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und 0,6 Millionen Euro aus Haushaltsmitteln des Freistaates Sachsen.

Zudem werden die im August begonnenen Arbeiten an der derzeit voll gesperrten Gottleuba-Brücke frühestens im Sommer 2018 beendet sein. Die durch das Hochwasser 2013 beschädigte, marode Brücke am Elberadweg wird abgerissen und anschließend neu errichtet. Die Kosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf rund 825 000 Euro und werden aus dem Wiederaufbautopf von Bund und Land gefördert.

Da aus naturschutzrechtlichen Gründen keine Behelfsbrücke installiert wurde, ist die Überquerung des Flusses Gottleuba über den Elberadweg derzeit nicht möglich. Eine Umleitung verweist auf die Elbfähre Birkwitz, die Weiterfahrt auf dem rechtselbischen Ufer und die anschließende Querung der Elbe über die Pirnaer Altstadtbrücke. „Gerade für Alltagsradler ist die Umleitung extrem unattraktiv“, kritisiert die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen, Katja Meier. „Die alternative Route ist durch die Fährzeiten eingeschränkt und durch den Fahrkartenkauf gebührenpflichtig. Außerdem ist die Umleitung elbaufwärts kommend schlecht ausgeschildert. Wer diese zeitaufwendige Umleitung nicht in Anspruch nehmen möchte, kann über die parallele Bundesstraße 172 linkselbisch fahren. Diese ist allerdings in höchstem Maße gefährlich. Sichere und komfortable Radverkehrsinfrastruktur ist schlichtweg nicht vorhanden.“

Auch die Fertigstellung eines weiteren Bauprojekts entlang der Elbe lässt auf sich warten: Der Lückenschluss des Radweges zwischen Königstein und Bad Schandau sollte bereits im Oktober fertiggestellt werden, jedoch hat das Landesamt für Straßenbau und Verkehr den Fertigstellungstermin auf unbestimmte Zeit verschoben. Grund für die Verzögerung sind notwendige Maßnahmen zur Befestigung eines 400 Meter langen Geländers. Zudem müssen noch Markierungs- und Beschilderungsarbeiten vorgenommen und die Geländerbefestigung statisch geprüft werden. Das Landesamt rechnet mit Gesamtbaukosten von rund 1,6 Millionen Euro.„Aus touristischer Sicht ist der Aufschub des Lückenschlusses sicher nicht wesentlich – immerhin ist die diesjährige Sommersaison vorbei. Vielmehr wäre es wichtig, den Streckenabschnitt schnellstmöglich fertigzustellen, um den Einheimischen auch im Winter die Benutzung zu gewährleisten“, meint Mandy Krebs, die im Tourismusverband Sächsische Schweiz für den Elberadweg verantwortlich ist.

Im kommenden Sommer ist nicht nur der Fahrradtourismus wegen der Bauarbeiten gefährdet. Auch das Organisationsteam des alljährlichen Oberelbe-Marathons hat mit den Baustellen zu kämpfen. Zwar werde die Baustelle in Heidenau an dem Tag für die Läufer freigegeben, doch die Sperrung der Gottleuba-Brücke stelle ein Problem dar, erklärt Uwe Sonntag, Organisationsleiter des Oberelbe-Marathons. „Da sind wir aber intensiv in Gesprächen mit den Verantwortlichen der Stadt, um eine bestmögliche Lösung zu finden“, versichert Sonntag. Derzeit werde mit der Straßenverkehrsbehörde eine Routenänderung diskutiert, „da wird es noch in diesem Jahr sicher intensivere Gespräche geben. Wir sind alles in allem optimistisch.“

Von Junes Semmoudi

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