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Umland Barockschloss Großsedlitz geht schick in den Winterschlaf
Region Umland Barockschloss Großsedlitz geht schick in den Winterschlaf
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11:49 27.10.2017
Der Barockgarten Großsedlitz wird am 31. Oktober für eine Winterpause bis nächstes Frühjahr geschlossen.  Quelle: dpa-Zentralbild
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Großsedlitz

 Die diesjährige Sanierung des Barockgarten Großsedlitz ist rechtzeitig zur bevorstehenden Winterpause abgeschlossen worden. Das teilte der zuständige Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) mit. Demnach seien alle für 2017 geplanten Erneuerungsmaßnahmen für „Sachsens Versailles“ erfolgreich abgeschlossen worden.

Nachdem bereits im Frühjahr Wasserspiele, Kanalbecken und die „Stille Musik“ im Unteren Orangeriepaterre instandgesetzt worden, lag das Augenmerk der vergangenen Monate auf den abschließenden Arbeiten am Friedrichschlösschen und auf dem Einbau eines Lehmbodens in der Ostgalerie der Unteren Orangerie. Am Friedrichschlösschen ist unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt die illusionistische Fassadenmalerei rekonstruiert worden, die sich nach näherer Untersuchung aber als Schöpfung der 1970er Jahre herausstelle und nicht wie ursprünglich angenommen, aus Barockzeiten stammt.

Vermutlich ersetzte man damals eine aus dem Historismus stammende Fassung mit einer dem Barock nachempfundenen, um sich der barocken Gartengestaltung anzupassen. Deshalb entschied sich das SIB bei der aktuellen Sanierung diese Idee beizubehalten und Fassadenmalerei farblich an die Orangerie anzupassen. Zudem wurden der Außenputz und die Sandsteintreppen saniert am Schlösschen.

Die Ostgalerie der Unteren Orangerie erhielt in den letzten Wochen einen neuen Lehmboden und steht nun wieder als Winterquartier für die Orangenbäumchen aus dem Dresdner Zwinger bereit. Die Natursteinarbeiten zur Sicherung der Balustraden an der Ost- und Westtreppen werden laut SIB im Frühjahr 2018 abgeschlossen. Der Freistaat stellt für die gesamten Arbeiten rund 450 000 Euro Steuergelder zur Verfügung.

Der Barockgarten Großsedlitz stammt aus der Feder des sächsischen Baumeisters Johann Christoph Knöffel und wurde zwischen 1720 und 1721 durch rund 1000 Soldaten erbaut. August der Starke kauften die Anlage 1723 und gestaltete sie komplett um. 1727 hatte der Garten nach den Plänen des polnischen Königs seine heutige Ausdehnung erreicht. Aus mangelndem Interesse ließ August der Starke den Barockgarten jedoch nicht weiterbauen, so gilt die Anlage heute als unvollendet.

Der Barockgarten ist noch bis zum 31. Oktober geöffnet. Danach schließen sich die Tore bis Ostern 2018 für die Winterpause.

DNN

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