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Bald rollt der Lößnitzdackel über recycelte Joghurtbecher

Bald rollt der Lößnitzdackel über recycelte Joghurtbecher

Über recycelte Joghurtbecher und andere Lebensmittelverpackungen, die im gelben Sack landen, wird schon in Kürze der Lößnitzdackel rollen.

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Mirko Froß, Eisenbahnberiebsleiter der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft zeigt, wo auf der Kunststoffschwelle künftig die Schiene befestigt wird.

Quelle: Peter Weckbrodt

Radebeul. Spätestens beim Schmalspurbahn-Festival wurde zwar jedem Besucher bewusst, wie sehr der Lößnitzdackel der Traditionspflege verpflichtet ist. Doch nun zieht auch bei ihm Hightech ein. Nach und nach wird ein Baustoff für das Gleis ersetzt, der so alt ist wie die Eisenbahn selbst - die gute alte Holzschwelle.

"Wir werden bei unseren planmäßigen Gleisbauarbeiten auf der Lößnitzgrundbahn vom 2. bis 20. November vorrangig, aber nicht ausschließlich dort, verbrauchte Holzschwellen durch 1000 Stück Kunststoffschwellen Relumat 2000 ersetzen. Diese werden bei der Firma Reluma in Großrückerswalde im Erzgebirge produziert. "Wir setzen auf deren Vorzüge, sie gelten als wartungs- und verrottungsfrei, sind ökologisch unbedenklich und beständig gegen Eis, Schnee, Öle, Fette sowie Schädlinge.", erklärt Mirko Froß, der Eisenbahnbetriebsleiter der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft SDG. "Auch bei Reparaturarbeiten am Gleis der Weißeritztalbahn", ergänzt Froß, "haben wir bereits 400 Stück dieser neuen Schwellenbauart eingesetzt. In Brandversuchen haben wir uns sogar von der Feuerfestigkeit dieser Schwellen überzeugen können. Dies ist beim täglichen Dampflokbetrieb einfach eine Grundvoraussetzung." Auch für den Wiederaufbau des Streckenabschnittes Dippoldiswalde-Kipsdorf im kommenden Jahr sei die Verwendung von Kunststoffschwellen geplant., fügt der Betriebsleiter hinzu.

Holzschwellen haben sich bei den Eisenbahnen in aller Welt über einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren gut bewährt, schon weil der Werkstoff Holz weltweit nahezu überall verfügbar und folglich auch preisgünstig war. Allerdings hapert es mit der Umweltverträglichkeit der zum Schutz vor Nässe, Schimmel und Schädlingen mit Kreosot getränkten Holzschwellen. Kreosot ist ein vorrangig aus Kohlenteer gewonnenes Stoffgemisch. Es gilt als krebserregend. Fachleute rechnen damit, dass es 2018 zu einem Verwendungsverbot für Kreosot kommt.

Auch die Dresdner Verkehrsbetriebe DVB setzen die neue Schwellenart ein. Roland Ende, DVB-Bereichsleiter Gleisinstandsetzung berichtet, dass bereits im Jahr 2003 insgesamt 20 Kunststoffschwellen in das Straßenbahngleis in Prohlis eingebaut wurden sind. "Das hat sich bewährt, inzwischen haben wir mehr als 400 dieser Schwellen an verschiedenen Stellen in unserem Gleisnetz verlegt."

Selbst bei der Dresdner Parkeisenbahn kann der aufmerksame Besucher im Bereich des Bahnüberganges an der Hauptallee inzwischen Kunststoffschwellen entdecken.

Peter Weckbrodt

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