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Bald keine Züge mehr zwischen Pirna und Sebnitz?

Bahnstrecke vor dem Aus Bald keine Züge mehr zwischen Pirna und Sebnitz?

Die Eisenbahnverbindung von Pirna über Stolpen nach Neustadt und Sebnitz steht vor dem Aus. Schlagen die aktuellen Sparpläne des Bundes bei der Verteilung der so genannten Regionalisierungsmittel auf die Länder voll durch, dann fehlt zukünftig das Geld für die Bezahlung des Zugverkehrs.

Quelle: dpa

Sächsische Schweiz. Die Eisenbahnverbindung von Pirna über Stolpen nach Neustadt und Sebnitz steht vor dem Aus. Schlagen die aktuellen Sparpläne des Bundes bei der Verteilung der so genannten Regionalisierungsmittel auf die Länder voll durch, dann fehlt zukünftig das Geld für die Bezahlung des Zugverkehrs, den derzeit die Städtebahn Sachsen bestreitet. Spätestens im nächsten Jahr bedeutet das dann das Ende für das Eisenbahnangebot. Die Züge müssten durch billigere Busse ersetzt werden, kündige Burkhard Ehlen an, der Chef des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO).

Mit rund einer Milliarde Euro weniger müsse der Freistaat bis 2030 aus Berlin rechnen, hatte Sachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) am Donnerstag angekündigt. Diese "Regionalisierungsmittel" werden an die Nahverkehrs-Zweckverbünde durchgereicht und dort unter anderem für den Ausbildungsverkehr, die Schmalspurbahnen und Investitionen ausgegeben. Fehlt das Geld, müssen die Verbünde ihre Finanzen neu sortieren und dort sparen, wo teure Angebote zu geringen Fahrgastzahlen gegenüberstehen. Das traf aus Sicht der VVO-Verantwortlichen bereits auf die Bahnverbindung zwischen Meißen und Nossen zu, die trotz massiver Proteste eingestellt wurde. Dort fahren jetzt Busse. Dasselbe droht nun auf der Strecke Pirna-Sebnitz.

Dort fahren die Züge werktags jede Stunde, 16 Paare pro Tag. Am Wochenende sind es weniger. Die Verbindung, so Ehlen, würde dann komplett gekappt. Nur die Züge zwischen dem tschechischen Rumburk über Sebnitz nach Bad Schandau und von dort weiter über Schöna ins Tschechische sind nicht betroffen. Sie fahren weiter, auch wenn es kein Geld mehr gibt für die Strecke Pirna-Sebnitz. Jedoch würde ein "Ast" des Sächsische-Schweiz-Rings gekappt.

Ehlen erwartet, dass nun der Freistaat reagiert und seinerseits Geld umschichtet, um die Verkehrsverbünde mit den Einsparungen nicht allein zu lassen. Das Land müsse den Schülerverkehr und das Landesinvestitionsprogramm wieder stärker aus eigenen Mitteln finanzieren, fordert der VVO-Geschäftsführer. So könne das Minus zum Teil kompensiert werden, meint der Chef des Verbunds, dessen Bediengebiet von der tschechischen Grenze im Süden bis nach Gröditz im Norden und von Nossen im Westen bis nach Hoyerswerda im Nordosten reicht. Außerdem bräuchten die Verbünde langfristige Planungsperspektiven. Schließlich laufen Verträge mit Bahnunternehmen zumeist über viele Jahre. Im aktuellen Fall hat die Städtebahn Sachsen für die nun vor dem Aus stehende Strecke einen Vertrag bis 2024. Der muss voraussichtlich aufgelöst werden.

Christoph Springer

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