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Umland Bagger schaffen Platz für die EUGAL
Region Umland Bagger schaffen Platz für die EUGAL
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11:05 11.04.2019
Bau der Erdgasfernleitung EUGAL bei Coswig. Blick über die Elbe am 30. März 2019 vom Elbradweg aus. Quelle: Catrin Steinbach
Coswig

Wer auf dem Elbradweg im Bereich Coswig unterwegs ist, sieht beidseits der Elbe eine breite Furche, die Bagger in die Landschaft gegraben haben und weiter graben. Ein Schild am Bauzaun klärt auf – hier kommt die umstrittene Europäische Gas-Anbindungsleitung (EUGAL) in die Erde.

Leitung im Raum Coswig kommt Mitte das Jahres in den Boden

„Im Raum Coswig sind wir am Mutterbodenabtrag. Die Rohrausfuhr soll in den nächsten 2-3 Wochen abgeschlossen sein, danach beginnt das Verschweißen der Rohre entlang der Trasse in diesem Bereich. Wir rechnen damit, dass die Leitung im Raum Coswig dann Mitte des Jahres in den Boden abgesenkt wird. Danach wird der Graben wieder verfüllt und die Pipeline liegt in der Erde“, gibt George Wüstner, Sprecher des Projektträgers Gascade Gastransport GmbH, auf DNN-Anfrage Auskunft.

Bau der Erdgasfernleitung EUGAL bei Coswig. Blick über die Elbe am 30. März 2019 vom Elbradweg aus. Quelle: Catrin Steinbach

Die Querung der Elbe ist schon erledigt. Am 18. Dezember 2018 war ein zusammengeschweißter Rohrabschnitt von etwa 230 Metern Länge und einem Gewicht von mehr als 900 Tonnen mit Hilfe einer Seilwinde durch die Elbe gezogen und in einen zuvor im Fluss ausgehobenen, rund fünf Meter tiefen Graben abgesenkt worden. Dieser wurde dann wieder verfüllt.

Zwei Klagen im Eilverfahren gescheitert

Der sächsische Abschnitt der EUGAL-Leitung, die von Lubmin an der Ostsee bis nach Deutschneudorf in Sachsen führt und im Bereich Sachsen nur einen Leitungsstrang umfasst, ist rund 106 Kilometer lang. Die Planfeststellungsbeschlüsse seien sowohl für den nördlichen wie auch für den südlichen sächsischen Teil bereits im Jahr 2018 ergangen, so die Landesdirektion Sachsen. „Zwei noch anhängige Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss zum südlichen sächsischen Abschnitt sind im Eilverfahren gescheitert – es darf demzufolge trotz der noch ausstehenden Entscheidungen in den Hauptsacheverfahren gebaut werden“, teilt die Landesdirektion mit.

Bau der Erdgasfernleitung EUGAL bei Coswig. Aufnahme vom 30. März 2019 vom Elbradweg aus. Quelle: Catrin Steinbach

Aktuell seien vom sächsischen Abschnitt der Eugal rund 60 Kilometer Rohr verschweißt, in den Boden abgesenkt seien aktuell 25 Kilometer der Pipeline. „Etwa 12 Kilometer der Trasse sind wieder verfüllt – d.h. die Leitung liegt in der Erde und der Graben wurde wieder aufgefüllt“, so George Wüstner.

Ende 2019 soll die Leitung in Sachsen fertig sein

An der deutsch-tschechischen Grenze im Erzgebirge wird eine Exportstation – eine sogenannte Gasdruckregel- und Gasmessanlage gebaut. „Hier befinden wir uns auch voll in den Bauarbeiten. Die Station soll Ende 2019 fertig sein. Sie übergibt Gas an den tschechischen Netzbetreiber Net4Gas - besitzt aber technisch auch die Möglichkeit, Gas aus dem Nachbarland zu übernehmen.“

Gascade sieht das Projekt im Zeitplan. „Ende 2019 soll die Leitung in Sachsen fertiggestellt sein“, heißt es von dem Unternehmen.

Von cat.

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