Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Umland BIWAK im Elbsandsteingebirge
Region Umland BIWAK im Elbsandsteingebirge
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:47 13.04.2016
Farhad Babayev und Léa Wassong präsentieren ihre moderne BIWAK-Hütte  Quelle: Visualisierung: Babayev&Wassong
Anzeige
Dresden

 Für die Architekturstudenten Farhad Babayev und Léa Wassong von der TU Dresden geht ein Traum in Erfüllung. Ein von ihnen entworfenes Haus wird noch während ihres Studiums gebaut – in lebensechter Größe. Möglich macht das ein gemeinsames Projekt des Lehrstuhles für Hochbaukonstruktion und Entwerfen und des Sachsenforst.

„Studenten hatten im letzten Herbst die Möglichkeit, eine moderne BIWAK-Hütte zu entwerfen. Wir haben dann das beste Model ausgezeichnet und setzen es nun in die Realität um“, erklärt Lehrstuhlmitarbeiter und Projektbetreuer Tobias Maisch. Besonderer Wert wurde auf Einfachheit gelegt. „Der Siegerentwurf überzeugt vor allem dadurch, dass auf kleinstmöglicher Fläche der größtmögliche Nutzen optimiert wird“, so Maisch.

Die Idee, eine von Studenten entworfene Hütte wirklich bauen zu lassen, gab es am Lehrstuhl schon länger. „Doch bisher hatte der richtige Rahmen gefehlt“, erklärt der Projektleiter. Schließlich wandte man sich mit der Idee im vergangenen Jahr an den Sachsenforst. „Wir waren von Anfang an von dieser Idee begeistert. Es passt voll zu unserem Konzept, den Landeswald ’erlebbar’ zu machen“, erklärt Uwe Borrmeister, Leiter des Forstbezirks Neustadt. Der Sachsenforst plant seit längerem an einer Trekking-Strecke mit dem Namen „Forststeig Elbsandstein“.

Dort sollen künftig Wandermutige abseits der normalen Wege mehrtägige Ausflüge durch die Natur machen können. „Wir hoffen, die Planungen in diesem Jahr zu beenden und die Route 2018 zu eröffnen“, erklärt Borrmeister. Die BIWAK-Hütte der TU-Dresden passt demnach genau ins Konzept. „Das ist wie gemacht für unser Vorhaben“, freut sich der Forstbezirksleiter.

Die Hütte mit einem Grundriss von nur zwei mal drei Metern soll voraussichtlich schon im Herbst dieses Jahres in der nähe des Zirnsteins an der tschechischen Grenze aufgestellt werden. Auf zwei Ebenen können bis zu vier Personen essen und schlafen. „Der Clou ist, dass man die verschiedenen Ebenen sowohl als Tisch und Sitzgelegenheit, als auch als Schlafplatz nutzen kann“, erklärt Lehrstuhlmitarbeiter Maisch.

Gebaut wird der Siegerentwurf von Babayev und Wassong mit Hilfe von Studenten und Lehrstuhlmitarbeitern im Sommer in den TU-Werkstätten auf der Bergstraße. „Noch sind wir auf der Suche nach Sponsoren. Der Bau der Hütte wird etwa 10 000 bis 15 000 Euro kosten“, so Maisch. Einige Holzlieferanten und Baumärkte haben bereits Interesse signalisiert. Das Häuschen ist so konstruiert, dass es im Erfolgsfall auch massentauglich nachproduziert werden könnte. „Wir müssen abwarten, wie sich die Hütte in der Praxis schlägt“, erklärt Maisch.

Die Unterkunft soll nach Fertigstellung in einem Stück mit einem LKW in die Sächsische Schweiz transportiert werden. “Der Sachsenforst wird die Hütte anschließend mit schwerem Gerät an die ausgewählte Stelle bringen“, so Maisch. Für Farhad Babayev und Léa Wassong ist das Projekt bereits jetzt ein voller Erfolg. „Schließlich hat man als Architekturstudent nahezu keine Chance, seine eigenen Entwürfe wirklich einmal bauen zu lassen. Deshalb war dieses Projekt eine absolut geniale Gelegenheit für die Teilnehmer“, erklärt der Projektleiter. Insgesamt nahmen 18 Architekturstudenten in neun Teams an dem Wettbewerb teil.

Ob Zukünftig ein ähnliches Projekt realisiert wird, sei laut dem Lehrstuhlmitarbeiter aber noch nicht abschätzbar. „Wir sind immer auf der Suche nach praktischen Ansätzen. Aber es muss auch Sinn machen, so wie die BIWAK-Hütte. Wir sind prinzipiell für alle Vorschläge offen“, erklärt so Maisch.

TU Dresden und Sachsenforst präsentieren das gemeinsame Projekt in einer Ausstellung am 13. April im Rathaus Pirna. Dort können sich die Besucher dann die genauen Konstruktionspläne ansehen und mit den Studenten über das Projekt und den Bau der BIWAK-Hütte sprechen.

Von Sebastian Burkhardt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

„Zu Hause“ hat die Malerin eines ihrer Aquarelle genannt. Und sie hat diesem „Zu Hause“ zugleich zwei bildhafte Fortsetzungen angefügt. Ist es in „Zu Hause I“ die schnurgerade Zeile der Bäume, die übers Feld zu den weit entfernten Häusern grüßen, so kommt in „Zu Hause II“ ein verstecktes Gehöft zur Geltung und in „Zu Hause III“ lotet die Malerin die Themen Nähe und Ferne aus.

13.04.2016

Der „Schulstandort Oberlößnitz“ wird neu sortiert. Das schlägt zumindest ein so betiteltes Konzept vor, dem die Stadträte bereits ihre Zustimmung gegeben haben. Es behandelt die Frage, wie auf dem Gelände, das sich die Grundschule Oberlößnitz und die frühere Mittelschule teilt, ein neues Domizil für die Grundschule mitsamt aller Nebenbauten entstehen kann.

12.04.2016

Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) stellt am Mittwoch in Radebeul ein Gutachten zum öffentlichen Personennahverkehr vor. Der ÖPNV wurde erstmals im Freistaat flächendeckend unter die Lupe genommen und evaluiert.

12.04.2016
Anzeige