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Ausstellung mit Bildern von Karin Müller im Kultur-Bahnhof Radebeul-Ost

Ohne Jammern Ausstellung mit Bildern von Karin Müller im Kultur-Bahnhof Radebeul-Ost

Draußen vor der Tür kündigt sich schon seit geraumer Zeit der Winter an. Er macht auch um das sonnenverwöhnte Radebeul keinen Bogen. Warum auch? Der Wechsel der Jahreszeiten ist von der Allmutter Natur sowieso festgeschrieben. Da nützt kein Jammern. Diese Denkweise scheint auch der Künstlerin Karin Müller nicht fremd.

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Karin Müller: Verlassenes Haus. Aquarell, o. J.

Quelle: Repro: Wolfgang Zimmermann

Radebeul. Draußen vor der Tür kündigt sich schon seit geraumer Zeit der Winter an. Er macht auch um das sonnenverwöhnte Radebeul keinen Bogen. Warum auch? Der Wechsel der Jahreszeiten ist von der Allmutter Natur sowieso festgeschrieben. Da nützt kein Jammern und es lohnt auch nicht, dem Sommer nachzutrauern. Der Mensch weiß doch sowieso ganz genau, mit all solchen Eventualitäten umzugehen. Auch die Malerin Karin Müller passt sich mit ihren Bildern diesem Raster an. Seit Sonnabend zeigt sie im Kultur-Bahnhof Radebeul-Ost eine umfangreiche Auswahl ihrer Bilder.

Das Gros dieser Arbeiten ist im Lesesaal der Bibliothek zu sehen, eine kleinere Auswahl ist in der Kuppelhalle im Erdgeschoss ausgestellt. Die Technik des Aquarells dominiert die Bildauswahl, doch wer genauer hinschaut, dem begegnen auch Holzschnitte, Materialbilder und Zeichnungen. Zu letzterem Genre zählt das Bild „Die Frierende“ – eine beeindruckende Zeichnung, die den Betrachter durchaus frösteln lässt. Dominierend aber sind Müllers Aquarelle, wie jenes Bild, das unter dem Titel „Ausrangiert“ einen alten Holzkahn zeigt.

Eine geradezu bedrückende Stimmung vermittelt das Aquarell „Verlassenes Haus“. Die „Elbaue“ – ein Holzschnitt auf Materialdruck – widmet sich wiederum der näheren Umgebung. Ebenso der „Sturm“ (ebenfalls ein Materialdruck), der „Sommergarten“ dagegen – ein Aquarell – holt die Erinnerung an die gerade vergangenen Jahreszeit zurück.

Karin Müller ist eine gebürtige Boxdorferin des Jahrgangs 1946. Als junge Frau wollte sie teilhaben an der Überwindung der vom Krieg geschlagenen und immer noch sichtbaren Wunden. So wurde sie Lehrerin, begann 1966 mit einer Lehrtätigkeit im Kreis Beeskow, absolvierte von 1968 bis 1969 in Erfurt ein Studium für Lehrbefähigung und Kunsterziehung. In Friedewald und Moritzburg arbeitete sie in Lehrervertretung, von 1970 bis 2000 arbeitet sie als Kunsterzieherin in Langebrück. 2005 ging Müller in den Ruhestand und widmete sich seither sehr intensiv der eigenen künstlerischen Arbeit. Seit 2012 ist sie in Radebeul ansässig.

Die Ausstellung im Kultur-Bahnhof Radebeul-Ost, Sidonienstraße, ist in den kommenden Monaten zu besichtigen.

Von Wolfgang Zimmermann

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