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Ausschreibung der Bauleistungen für Wiederaufbau der Weißeritztalbahnstrecke erfolgt

2016 geht es los Ausschreibung der Bauleistungen für Wiederaufbau der Weißeritztalbahnstrecke erfolgt

Nun werden endlich Nägel mit Köpfen gemacht, sagt der Volksmund, wenn die Geduld der Leute lang genug strapaziert wurde, und es endlich mit einer Sache richtig losgeht.

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Die Lokomotiven des Kleinbahnadvents fahren im kommenden Jahr auf neuen Gleisen.

Quelle: Peter Weckbrodt

Dippoldiswalde. Für den Wiederaufbau des zerstörten Streckenabschnittes zwischen Dippoldiswalde und Kurort Kipsdorf der Weißeritztalbahn trifft dieses Sprichwort nun uneingeschränkt zu. Da veröffentliche der Betreiber der Strecke, die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG), zwei europaweite Ausschreibungen. Die leistungsmäßig deutlich umfangreichere ist die für die Errichtung der Ingenieurbauwerke, den Tief- und Gleisbau, der Kabel- und Gefäßsysteme. Die andere umfasst alle Leistungen zur Instandsetzung des mit zwei Abstellgleisen ausgestatteten Lokschuppens in Kipsdorf. Es geht insgesamt um Bauleistungen im Umfang von gut 17 Millionen Euro.

Generell gilt, dass die gesamte Strecke mit ihren Bauwerken unter Denkmalschutz steht, folglich auch denkmalgerecht wieder aufgebaut werden muss. Bis zur ersten Januarwoche können daran interessierte Baubetriebe ihre Angebote für den Lokschuppen, bis zur Folgewoche werden Angebote der an allen weiteren Leistungen Interessierten angenommen. Dem folgt die Submission, bei der durch die SDG die eingegangenen Angebote den beteiligten Unternehmen laut vorgelesen werden. Daran schließt sich die interne Prüfung sowohl der Gebote wie auch der angetretenen Firmen bezüglich ihrer Eignung an.

Vom erfolgten Vergabevorschlag wird der erfolgreiche Bieter informiert. Aber erst nach Ablauf einer Einspruchsfrist von zehn Tagen folgt die eigentliche Auftragserteilung. Das könnte, so der Eisenbahnbetriebsleiter Mirko Froß, im Februar 2016 soweit sein.

Auf der Strecke sind insgesamt sieben Brücken zu errichten, davon wurde die am Ortsausgang von Dippoldiswalde gelegene Querung bereits vor Jahren gemeinsam mit der für die Bundesstraße 170 errichtet. Das war notwendig, weil das Gleis in Ulberndorf auf rund 400 Meter Länge einen veränderten Verlauf erhalten muss. Alle in Schmiedeberg befindlichen Brücken wurden 2014/15 saniert, lediglich hinter dem Haltepunkt Buschmühle muss eine Brücke errichtet werden.

Sind auch die im Bereich Schmiedeberg zu sanierenden Stützmauern fertig und befahrbar, kann der Gleisbau beginnen. Die logistisch fast perfekte Lage der Gleisbaustellen über lange Strecken hinweg parallel in Sichtweite bietet beste Voraussetzung für flottes Bauen. Froß rechnet dafür auch nicht mit mehr als einem Vierteljahr.

Nicht alle Gleise müssen komplett neu gebaut werden. Es sei daran erinnert, dass auf dem Abschnitt von Obercarsdorf bis Schmiedeberg bereits Sonderzüge zum Kleinbahnadvent gefahren sind. Diese Gleise werden lediglich repariert. So wird dies auch direkt hinter dem Bahnhof Dippoldiswalde erfolgen.Der Bahnhof Kipsdorf behält seine elf Gleise. Die aus der Zeit vor der Flut vorhandenen Weichen werden, so wie in Obercarsdorf und Schmiedeberg, wieder verwendet. Sie werden künftig durch das Zugpersonal umgestellt. Auch die Zeit der alten Formsignale ist vorbei. Aber Froß ist optimistisch, dass es zum Kleinbahnadvent bis Kipsdorf geht.

Ende gut, alles gut? Nein, eine harte Nuss haben SDG-Geschäftsführer Roland Richter und die Vertreter des Verkehrsverbundes Oberelbe noch zu knacken. Noch völlig offen ist, wie oft künftig von Dippoldiswalde bis Kipsdorf weiter gefahren wird. Dafür scheint erst mal kein müder Euro beim VVO in Sicht zu sein. Und auch der Eisenbahnbetriebsleiter lässt daran keinen Zweifel, dass die SDG einen täglichen Zugverkehr bis Kipsdorf finanziell niemals stemmen könne. Ein zweites, aber doch kleineres Problem sind für ihn die noch nicht vorhandenen Lokomotiven, Wagen und Personal. Je eher ihm bekannt wird, wie sich SDG und VVO einigen, desto sorgfältiger kann er auch dieses Problem lösen.

peter weckbrodt

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