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Umland Ausbau der Kötzschenbrodaer Straße geht weiter
Region Umland Ausbau der Kötzschenbrodaer Straße geht weiter
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16:27 07.07.2017
Auf diesem Abschnitt der Kötzschenbrodaer wird gebaut. Quelle: Lisa-Marie Leuteritz
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Radebeul

Ab 10. Juli wird auf der Kötzschenbrodaer Straße in Radebeul wieder gebaut. Konkret betrifft es einen 307 Meter langen Abschnitt zwischen Serkowitzer Straße und Stadtgrenze Dresden. Im Zuge der Hochwasserschadensbeseitigung 2013 sollen Damm und Straße erneuert werden. Umleitungen sind ausgeschildert.

Der Stadtrat entschied sich bereits im März 2016 für die Variante eins. Das bedeutet eine bestandsnahe Wiederherstellung der Straße und Gehwege bis zur Friedhofsstraße. Nicht mehr und nicht weniger. Die beiden anderen Varianten sahen eine Höherlegung der Straße vor, welche allerdings nicht den Rahmenbedingungen der Förderrichtlinie entsprachen. Somit hätte es dafür kein Geld gegeben.

Damals war alternativ noch ein mobiler Hochwasserschutz für die Region am Seegraben im Gespräch. Dieser wurde allerdings nicht genehmigt, erklärt der Radebeuler Hochwasserbeauftragte Hans-Joachim Pilz. Der Seegraben ist ein alter Elbarm und dadurch im Falle eines Hochwassers schnell betroffen. Die Kötzschenbrodaer Straße durchbricht diesen Graben und stellt somit einen gewissen Schutz dar. Das reichte jedoch weder 2002 noch 2013. Bei dem jüngsten Hochwasser konnten sich die Anwohner durch einen selbst aufgeschütteten Wall von 3,5 Metern vor den Fluten retten.

Die Landestalsperrenverwaltung (LTV) erklärt auf Anfrage, dass es sich bei dem Seegraben um eine der „wenigen verbliebenen Überschwemmungsflächen der Oberen Elbe“ handele. „Bei großen Hochwassern kann hier über einen längeren Zeitraum Wasser einströmen und sich im Hinterland in einem gewissen Umfang ausbreiten. Damit wird der Wasseranstieg in der Elbe bzw. im Unterlauf während dieser Zeit etwas verlangsamt und vermindert. Würde man dies verbauen, wäre damit wahrscheinlich eine Verschlechterung der Hochwassersituation für die Unterlieger verbunden“, erklärt LTV-Sprecherin Katrin Schöne.

Der Straßendamm wurde also nicht dafür gebaut, das Einströmen von Hochwasser zu verhindern. Vielmehr soll er die Straße vor einem Überfluten bei kleineren Hochwassern schützen. „Er ist also keine Hochwasserschutzanlage“, heißt es seitens der Landestalsperrenverwaltung. Dies sei auch der Grund gewesen, warum das geplante „Umfunktionieren“ der Straße als „Absperrbauwerk“, wie die Stadt Radebeul es in Variante eins und zwei plante, nicht genehmigt worden sei, so Katrin Schöne.

Jüngst beauftragte nun der Stadtrat die Firma Teichmann Bau GmbH mit der Durchführung der Baumaßnahme. Das beauftragte Planungsbüro schätzte die Bausumme auf rund 718 000 Euro. Gefördert wird der Bau über die Richtlinie Hochwasserschäden 2013 und kommunaler Straßen- und Brückenbau.

Der Straßenabschnitt ab Höhe Südstraße, vorbei an der Friedhofsstraße bis zur Dresdner Stadtgrenze bekommt eine neue Asphaltdecke. Außerdem soll eine Mittelinsel zur Reduzierung von Geschwindigkeiten entstehen. Gehwege werden auf beiden Seiten bis zur Friedhofsstraße ergänzt. Neue Straßeneinläufe zur Ableitung von Oberflächenwasser sind entlang der gesamten Strecke geplant.

Im Dezember dieses Jahres sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein, bis dahin ist der Abschnitt voll gesperrt. Eine Umleitung wurde bereits in den vergangenen Tagen ab Höhe Kaufland ausgeschildert. Diese führt über die Weintraubenstraße und Meißner Straße. Von Dresden kommend werden die Autofahrer über die Spitzhausstraße, Kaditzer Straße, Gartenstraße, Schildenstraße bis zur Meißner Straße umgeleitet. Die Buslinie wird ebenfalls umgeleitet.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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