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Asylheim in Weinböhla wird dicht gemacht

Zuwenig Flüchtlinge Asylheim in Weinböhla wird dicht gemacht

Zuerst ein unterirdisches TÜV-Ergebnis für das Flüchtlingsheim am Querweg in Weinböhla, dann große Sanierungs- und Aufstockungspläne und nun die finale Schließung der ältesten Flüchtlingsunterkunft im Landkreis Meißen. Der Beschluss des Landratamts ist eine Folge der sächsischen Fehlprognose von Flüchtlingszahlen für das aktuelle Jahr.

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Doch nicht aufgestockt, sondern geschlossen wird das Asylbewerberheim in Weinböhla.
 

Quelle: Martin Förster

weinböhla.  Zuerst ein unterirdisches TÜV-Ergebnis für das Flüchtlingsheim am Querweg in Weinböhla, dann große Sanierungs- und Aufstockungspläne und nun die finale Schließung der ältesten Flüchtlingsunterkunft im Landkreis Meißen. Der Beschluss des Landratamts ist eine Folge der sächsischen Fehlprognose von Flüchtlingszahlen für das aktuelle Jahr und führt zu Umverteilungsmaßnahmen der Asylbewerber in der Region.

Nach dem Brand des Radebeuler Flüchtlingsheims im März vergangenen Jahres, soll die Einrichtung im kommenden August für 158 Asylbewerber wieder eröffnen – auch die Flüchtlinge aus Weinböhla werden in das Heim von Betreiber ITB umziehen.

Große Pläne verworfen hat auch die Stadt Coswig. Eine geplante Asylunterkunft für 250 Menschen in leer stehenden Bürogebäuden am Prasseweg ist Geschichte. Das Objekt wurde eigentlich vom Landkreis Meißen für zehn Jahre mit einer monatlichen Kaltmiete von 25 500 Euro angemietet.

Ähnlich verhält es sich mit dem Asylbewerberheim an der Rittergutstraße in Riesa. Rund 150 Plätze sollten in dem leerstehenden Gebäude des städtischen Großvermieters WGB entstehenden. Noch im April hieß es aus dem Landratsamt „die Vertragsunterzeichnung sei reine Formsache“. Der Rückzieher könnte dem Landkreis Meißen nun rund 80 000 Euro an Planungskosten aus der Tasche ziehen, die schon in das Projekt geflossen sind.

Der Grund für den aktuellen Hickhack um die Asylheime in der Dresdner Region hängt mit den Prognosezahlen zu Beginn des Jahres 2016 zusammen, die von rund 51 000 Asylbewerbern in Sachsen für das vergangene Jahr rechneten. Tatsächlich haben sich die Ankunftszahlen halbiert. Bis Ende Juni dieses Jahres werden 190 Neuankömmlinge auf die Asylunterkünfte im Landkreis verteil worden sein – das sind weniger als durch Abschiebung und freiwillige Ausreise oder Zuständigkeitswechsel die Heime im Verwaltungsgebiet Meißen verlassen.

Aktuell verfügt der Landkreis über rund 2 800 Unterbringungsplätze für Asylbewerber., die bis Ende des Jahres um Tausend reduziert werden sollen.

Insgesamt stellt der Landkreis Asylbewerbern neun Sammelunterkünfte zur Verfügung, in denen, bei der letzten Erfassung im Mai, 496 Asylbewerber untergebracht waren. 190 Plätze sind schon jetzt frei – bei voraussichtlich weiter sinkenden Zahlen von Neuankömmlingen. Zudem versucht der Landkreis Meißen für eine bessere Integration der Flüchtlinge, diese dezentral in Wohnungen unterzubringen, statt in Heimen.

Von Tomke Giedigkeit

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