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Aschenbrödel lockt wieder nach Moritzburg

Ausstellungseröffnung Aschenbrödel lockt wieder nach Moritzburg

An diesem Sonnabend öffnet die Ausstellung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ auf Schloss Moritzburg. Der einstige Drehort steht wieder ganz im Zeichen des Kultfilms. Die Ausstellungsmacher haben märchenhafte Elemente in die Schau zurückgeholt.

Jungschauspielerin Rosalie Neumeister macht an einer Station der Ausstellung im Prinzessinnenkostüm vor einem großen Bild des Schlosses ein Selfie.
 

Quelle: Sebastian Kahnert, dpa

Moritzburg.  Schloss Moritzburg verwandelt sich wieder in ein Märchenschloss. Ab diesem Sonnabend steht das barocke Jagdschloss wieder ganz im Zeichen seiner berühmtesten „Filmrolle“ – als Kulisse und Drehort zu „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Und über den im Jahr 1973 gedrehten Kultfilm, der in der Weihnachtszeit wieder mehrmals im Pantoffelkino flimmert und für seine Fans wie Pfefferkuchen, Stollen und Tannenbaum zur Adventszeit gehört, gibt es viel Interessantes und Wissenswertes in der gleichnamigen Ausstellung bis zum 25. Februar 2018 zu entdecken.

Seit 2009 zieht die Aschenbrödel-Schau jeden Winter zigtausende Menschen in ihren Bann. 105000 Besucher kamen in der vergangenen Ausstellungssaison 2016/17. „Wir hatten ursprünglich mit 80000 gerechnet“, erinnert sich Uli Kretzschmar, Sprecher der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH. Und er hofft für die nun beginnende Ausstellungssaison erneut auf eine fünfstellige Besucherzahl mit der Acht an der ersten Stelle, wobei er möglicherweise wieder etwas zu niedrig liegt. Denn die Erwartungen wurden bislang immer übertroffen und jedes Mal die 100.000-Marke geknackt. Allein die erste Schau zog 150.000 Menschen an.

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An diesem Sonnabend öffnet die Ausstellung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ auf Schloss Moritzburg. Der einstige Drehort steht wieder ganz im Zeichen des Kultfilms. Die Ausstellungsmacher haben märchenhafte Elemente in die Schau zurückgeholt.

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Die Premiere viel anfangs noch relativ klein aus im Vergleich zum vor zwei Jahren überarbeiteten Ausstellungskonzept, das mehrere Räume im Schloss füllt. „Wir hatten damals noch vieles selbst gebastelt“, erinnert sich Kuratorin Margitta Hensel. Mit den Jahren kamen mehr Originalrequisiten und -kostüme hinzu. Und es wurden viele Informationen zur Entstehung und den Dreharbeiten der deutsch-tschechischen Filmproduktion sowie über den Regisseur, Drehbuchautor und die Schauspieler zusammengetragen, die unter anderem in der Kulisse eines Kinofoyers präsentiert werden. „Einige Gäste empfanden die Ausstellung im vorigen Jahr als etwas zu dokumentarisch. Sie wollten sie wie früher märchenhafter haben“, berichtet Hensel. Da für die Ausstellungsmacherin die Schau nichts Statisches ist, sondern immer wieder Veränderungen durchläuft, besann sie sich, um den Wünschen der Besucher zu entsprechen, auf die Anfangszeit zurück. „Den Empfangsbereich haben wir wieder als Winterwald gestaltet“, sagt Hensel. Dort sind zwischen Nadelbäumen die Figur des Prinzen auf einem Ross sowie eine Nachbildung von Knecht Vincek im Schlitten zu finden.

Service

Dauer : 18. November 2017 bis 25. Februar 2018
Öffnungszeiten : Di.-So.: 10-17 Uhr (letzter Einlass: 16 Uhr); Mo.: geschlossen (außer 25. Dez. 2017 und 1. Jan. 2018); Heiligabend und Silvester ebenfalls geschlossen
Eintrittspreise im Online-Vorverkauf : Erwachsene: neun Euro; ermäßigter Eintritt: 7,50 Euro; Eintritt Kinder von  sechs bis 16 Jahre: 1,50 Euro; Kinder bis fünf Jahre haben freien Eintritt
Online-Vorverkauf und weitere Informationen unter www.schloss-moritzburg.de

Im Erdgeschoss liegen erneut Prinzen- und Prinzessinnenkostüme bereit. Vor allem beim jungen Publikum stößt dieses Angebot auf regen Zuspruch. In den Kleidern können sie sich vor einem großen Bild mit dem winterlichen Schloss als Motiv fotografieren lassen. „Das ist eine beliebte Station“, berichtet Kretzschmar. Kleider spielen zudem in den oberen Ausstellungsräumen eine große Rolle. „Es sind noch 50 Originalkostüme erhalten“, informiert Kuratorin Hensel, was keine Selbstverständlichkeit für einen Film sei, dessen Dreh über 40 Jahren zurückliege. Nicht alle können in der Schau gezeigt werden. Zu sehen ist dieses Mal aber das Ballkleid, was sich sonst im Fundus des Prager Filmstudios befindet. Außerdem konnte die Kuratorin eine Bartmaske des Königs und eine Schale – aus der die böse Stiefmutter Maiskörner auf den Boden schüttet, die das Aschenbrödel wieder auflesen soll – sowie weitere Requisiten nach Moritzburg holen.

 Im Schlosskino läuft an bestimmten Tagen (26. Nov. und 3. Dez. 2017, 21. und 28. Jan. sowie 4. Feb. 2018) der Märchenfilm in kompletter Länge. Dort wird während der Ausstellungszeit auch der neue Kurzfilm der Kampagne „So geht sächsisch“ gezeigt. In dem knapp dreiminütigen Film, den das Team von Centre Films aus Radebeul gedreht hat, spielt das Schloss Moritzburg erneut eine Rolle. Die kleine Hauptdarstellerin Lilly, verkörpert von der Dresdner Jungschauspielerin Rosalie Neumeister, möchte einmal Prinzessin sein und macht sich daher allein auf den Weg zum Jagdschloss, fährt dabei mit dem Lößnitzdackel durch eine verschneite Winterlandschaft. Auf ihrer Reise gibt es neben der Originalfilmmusik immer wieder Anspielungen auf „3HfA“, wie Fans ihren Lieblingsmärchenfilm kurz nennen. So haben eine Eule und ein weißer Schimmel einen kurzen Gastauftritt.

Nachdem im vergangenen Jahr im Rahmen der Kampagne „So geht sächsisch“ die Staatskanzlei den Wintersport in den Fokus rückte, möchte sie mit dem am Freitag vorgestellten Film für Moritzburg sowie das Schlösserland Sachsen werben. Der Film ist unter anderem auf der Videoplattform Youtube im Internet abrufbar und wird über Soziale Netzwerke im weltweiten Netz verbreitet.

 

Von Silvio Kuhnert

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