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Andreas Hanske mit Personalausstellung in der Stadtgalerie Radebeul

„Mein Ding ist die Farbe“ Andreas Hanske mit Personalausstellung in der Stadtgalerie Radebeul

Noch bis Sonntag ist eine Ausstellung mit Werken von Andreas Hanske in der Stadtgalerie Radebeul zu sehen. Für den 1950 in der Niederlößnitz geborenen Künstler ist es die erste große Personalausstellung in der alten Heimat.

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Andreas Hanske im Ausstellungsraum. Neben ihm hängt ein „Großes E-Kissen“ (2016), hinter ihm ist „früher Frühling“ (2015) zu erkennen.

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul. Das sprichwörtliche Grau der DDR – für Andreas Hanske hat diese Formulierung eine ganz besondere Bedeutung. Gerade in 1980er Jahren hat der 1950 in der Niederlößnitz geborene Künstler viel mit DDR-Plakatmalfarben gearbeitet. „Die ließen sich kaum zu kräftigen Farben mischen, und wenn man zuviele zusammengemischt hat, kam immer ein Grau heraus“, sagt er. Heute mischt er seine Farben selbst, und vor allem diese Farbkraft ist es, die seinen großformatigen Kasseintempera ihre Wucht verleihen. Zu sehen ist das in der Stadtgalerie Radebeul, wo Hanske bis zum 3. Juli seine erste Personalausstellung in der Heimatstadt bekommen hat.

Für ihn ist es also eine Heimkehr an den Ort seiner Kindheit und Jugend. Ausgezogen ist er von dort nach seinem Facharbeiterabschluss als Maschinenschlosser beim damals volkseigenen Druckmaschinenhersteller Planeta, dem sich ein Studium der Geophysik an der Bergakademie in Freiberg anschloss. Nach dem Diplomabschluss hat er zwei Jahre als Geophysiker im Braunkohletagebau bei Leipzig gearbeitet. „Das hat überhaupt keinen Spaß gemacht, dort zu arbeiten“, sagt er heute über diese Zeit.

Das künstlerische Interesse nahm überhand, das er bereits als Heranwachsender durch den Besuch von Zeichenzirkeln pflegte. Hanske hat viel experimentiert, mit grafischen Formen ebenso wie mit Zeichnung und Malerei, Holzbildhauerei sowie Performance. „Ich habe alles mögliche gemacht, man findet sich gerade als Autodidakt nicht so leicht“, sagt er. In den 80er Jahren kam er in der lebhaften Leipziger Künstlerszene an, der er bis heute verbunden geblieben ist. Gemeint ist damit allerdings nicht das staatsoffizielle Kunstschaffen, sondern das untergründige, aus dem zum Beispiel die heute sehr erfolgreiche Galerie „Eigen+Art“ hervorgegangen ist. Insofern ist es für Hanske ein besonderer Erfolg, dass er 1984 nach vielen Kämpfen Aufnahme in den Künstlerverband der DDR fand. Das versprach soziale Absicherung, auch wenn er für diese Zeit praktisch von einem Ausstellungsverbot spricht.

Die Ausstellung stellt Arbeiten aus der Mitte der 1980er Jahren sehr aktuellen Werken gegenüber, die sich allesamt durch ihre größeren Formate, zumeist zwei mal 1,50 Meter, und ihre Farbintensität vom frühen Schaffen abgrenzen. „Mein Ding ist die Farbe, nicht das, was passiert“, sagt Hanske über seine aktuelle Kunst. Formen und Inhalte scheinen aufgelöst. Das gilt allerdings nicht für einen Collagenserie, die für ein gemeinsames Buch mit Lutz Nitzsche-Kornel entstand. Die etwa A4-großen Blätter sind ebenfalls Teil der Ausstellung und setzen der Farbigkeit eine grafische Dominanz, wenn man so will einen Inhalt entgegen.

Andreas Hanske, bis 3.Juli in der Stadtgalerie Radebeul, Altkötzschenbroda 21, Di.-Do., So. 14-18 Uhr geöffnet.

Von Uwe Hofmann

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