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An der Pirnaer Gartenstraße entsteht das Seniorenzentrum „Alte Post“

Betreutes Wohnen und Tagespflege An der Pirnaer Gartenstraße entsteht das Seniorenzentrum „Alte Post“

Emsiges Treiben herrscht im Nachbarhaus der Post an der Gartenstraße in Pirna. Das denkmalgeschützte Haus wird zu einem Seniorenzentrum umgebaut. Betreiber ist die Diakonie Pirna. Ihr war und ist vor allem der Hinterhof ganz wichtig.

Vor dem künftigen Seniorenzentrum neben der Postfiliale steht Investor Frank Müller (M.) mit Thomas Emmrich und Katrin Stelzig von der Diakonie Pirna.
 

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna.  Im Nachbarhaus neben der Pirnaer Postfiliale an der Gartenstraße herrscht reges Treiben. Bauleute legen im Treppenhaus, in den Innenräumen sowie im Garten Hand an. „Das Gebäude wird komplett saniert“, sagt Frank Müller, Geschäftsführer von R&M Immobilien. Die Klinkersteinfassade mit den Jugendstilmalereien in den Fensterbögen strahlt bereits im neuen Glanz. Der Innenausbau ist im vollen Gange. Wo einst Büroräume der Post waren, entsteht ein Seniorenzentrum. Am 1. Mai 2017 soll es öffnen.

Vor einem reichlichen Jahr rief Müller beim Geschäftsführer der Diakonie Pirna, Thomas Emmrich, an. Der Immobilienmakler hatte gerade die beiden denkmalgeschützten Gründerzeitgebäude Gartenstraße 29 und 30 erworben. Im erstgenannten Haus befindet sich die Deutsche Post mit Postbank und Paketstation. Daran wird sich nichts ändern. „Der Mietvertrag mit der Deutschen Post ist von der Sanierung nicht betroffen und bleibt weiterhin bestehen“, versichert Müller. Im um 1890 errichteten Nachbarhaus Gartenstraße 30 herrschte dagegen fast Leerstand. Zuletzt hatten unter anderem ein Statiker sowie ein Rechtsanwalt ihre Büros dort und in einem der beiden Geschäfte im Erdgeschoss gab es böhmische Backwaren. Müller suchte nach einem neuen Nutzungskonzept und wurde bei der Pirnaer Diakonie fündig.

Denn diese plant seit längerer Zeit, ihr Portfolio in der Altenpflege zu erweitern. „Wir schauten uns bereits seit fast vier Jahren nach einem geeigneten Objekt für eine Tagespflege in Pirna um“, berichtet Emmrich. Nach einem gut zweistündigen Telefonat stand für ihn und Müller der Grundgedanke für die künftige Nutzung des Hauses fest. Dort sollen sich Menschen treffen, betreut werden und wohnen können.

Was Emmrich von der Immobilie überzeugte war zum einen die zentrale Lage, zum anderen aber vor allem der Garten. „Das Kriterium Freigelände war uns ganz wichtig“, so Emmrich, denn demente Menschen sollen dort tagsüber ihrem Bewegungsdrang ausleben können.

Auf fast 200 Quadratmetern entsteht hinter dem Haus eine kleine Grünanlage. „Der Garten beinhaltet Hochbeete, ein Gartenhaus und eine Sitzecke, wo das Leben der Tagespflege stattfinden soll“, informiert Katrin Stelzig, Fachbereichsleiterin Altenpflege bei der Diakonie Pirna. Zum Gemeinschaftsleben gehört künftig gemeinsames Kochen und das Pflegen der Beete. Über den neu eingebauten Fahrstuhl ist die Außenanlage mit den Etagen des Gebäudes verbunden. Das erste Obergeschoss nutzt die Diakonie für die Tagespflege von etwa 15 Personen, im zweiten und dritten Stock entstehen elf barrierearmen Wohnungen. Hierbei handelt es sich um Ein- bis Zwei-Zimmer-Appartements mit einer Größe von 35 bis 50 Quadratmetern. Im Erdgeschoss wird zudem ein Gemeinschaftsraum gebaut, den die Mieter zum gemütlichen Beisammensein und für Feierlichkeiten nutzen können. In eines der beiden Geschäfte zieht eine Physiotherapie ein, für das andere wird noch ein Nutzer gesucht. R&M investiert in das Seniorenzentrum „Alte Post“ rund 1,5 Millionen Euro.

Von Silvio Kuhnert

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