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An Blumen fehlt's im Revier - Pirnas Stadtrat wünscht sich mehr Grün in der Altstadt

An Blumen fehlt's im Revier - Pirnas Stadtrat wünscht sich mehr Grün in der Altstadt

Über 293,4 Hektar Wald verfügt die Stadt Pirna. Unter den Kommunen im Forstrevier Neustadt ist die Sandstein-Stadt damit der zweitgrößte Waldbesitzer.

Pirna.

Über zu wenig Flora kann man sich im Stadtgebiet eigentlich nicht beschweren. Jedoch in der Innenstadt und insbesondere der Altstadt herrscht Mangel. "Die Stadt verträgt entschieden mehr Grün", sagte Peter Tränkner (Pirnaer Bürgerinitiativen) im Stadtentwicklungsausschuss.

Mit der Meinung stand er am Donnerstagabend nicht alleine da. Traute Einigkeit herrschte bei diesem Thema über alle Fraktionen hinweg. "Eine Begrünung ist ganz wichtig. Pflanzen machen Städte erst gemütlich", so CDU-Stadträtin Ursula Görke. Sie verwies auf Urlaubserlebnisse beispielsweise in Südfrankreich, wo grünende und blühende Farbtupfer in den Straßen und Gassen zum Verweilen einladen. "Das macht Städte attraktiv und man sitzt gern draußen", so Görke.

Die Stadtverwaltung hat sich nun erste Gedanken gemacht, wie im Zuge der Hochwassersanierung Voraussetzungen für mehr Bewuchs in der Altstadt geschaffen werden können. Eine Option wäre die Anzahl von Pflanzkübeln zu erhöhen und sie vermehrt in die engen Gassen aufzustellen. "Kübel favorisieren wir nicht", schränkte Steffen Möhrs, Fachgruppenleiter Stadtentwicklung, gleich wieder ein. Denn der Pflegeaufwand sei hoch und Vandalismus ein Problem. Bei den im Stadtgebiet bereits vorhandenen Kübeln werden die Pflanzen mitunter einfach rausgerissen.

Ein Blick nach Sangerhausen zeigt, wie man Blütenpracht in die Altstadt bringen kann. Dort blühen Kletterrosen an den Hauswänden. "Vor allem in schmalen Gassen verschönern Rankpflanzen das Straßenbild", meinte Möhrs. Hierbei sollen nicht nur Rosen, sondern auch Clematis und Hortensien je nach Standort und Lage zum Einsatz kommen. Vor allem an den Fallrohren kann sich die Stadtverwaltung Kletterpflanzen vorstellen. "Das schafft eine große Wirkung", so Möhrs, wenn die Regenwasserleitungen hinter grünen Blättern verschwinden. Hier ist die Stadt allerdings auf die Mitwirkung der Hausbesitzer angewiesen.

"Wenn man die richtigen Pflanzen nimmt, hält sich die Pflege in Grenzen", berichtete Stadtrat Ulf Weise (Freie Wähler). Es sei kein großer Aufwand bis auf regelmäßiges Gießen erforderlich. Weise spricht aus Erfahrung. Vor seinem Uhrengeschäft in der Schuhgasse hat er bereits etwas Grün gebracht. Buchsbäume wachsen dort an der Hausfassade.

Kletterpflanzen soll sich nicht nur auf private Häuser beschränken. "Die Stadt kann als Vorreiter eigene Gebäude besonders begrünen", schlug Möhrs vor. Eine Entscheidung dazu ist aber noch nicht gefallen. Die Verwaltung soll auf Wunsch des Stadtentwicklungsausschusses erst einmal Erfahrungen anderer Kommunen einholen und eventuelle Folgekosten, die für die Pflege entstehen, prüfen.

Die Diskussion über ein grüneres Pirna jedenfalls ist nun entfacht und soll fortgesetzt werden. Denn mit der geplanten Hochwassersanierung der Altstadtgassen kann an den Häusern, wo beispielsweise Kletterpflanzen erwünscht sind, ein Stück im Bodenbelag für eine künftige Bepflanzung freigehalten werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.02.2015

Silvio Kuhnert

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