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Am Wochenende lädt die „Stunde der Wintervögel“ zum Zählen ein

Wo bleibt der Grünfink? Am Wochenende lädt die „Stunde der Wintervögel“ zum Zählen ein

Welchem Vogel begegnen wir im Winter am häufigsten? Die Antwort auf diese Frage soll das kommende Wochenende bringen. Da findet zum siebenten Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt. Im vergangenen Jahr hielt sich die Überraschung über das Ergebnis in Grenzen.

Auch der Buntspecht lässt sich mit Nüssen locken.

Quelle: Bernd Lichtenberger

Radeburg. Welchem Vogel begegnen wir im Winter am häufigsten? Die Antwort auf diese Frage soll das kommende Wochenende bringen. Da findet zum siebenten Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt. Im vergangenen Jahr hielt sich die Überraschung über das Ergebnis in Grenzen. Da wurde von über 93 000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen in jeweils einer Stunde insgesamt fast 2,6 Millionen Vögel gezählt. Am häufigsten der Haussperling. Die folgenden Plätze belegten Kohlmeise, Blaumeise, Feldsperling, Amsel, Grünfink, Buchfink und Elster, was genau dem Durchschnitt der Zählungen vergangener Jahre entspricht. Und trotzdem brachte Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion Überraschendes. Auf Platz neun landete der Erlenzeisig. Im Vergleich zum Vorjahr wurde der kleine gelbgrüne Finkenvogel viermal häufiger gemeldet, berichtet der Naturschutzbund (Nabu) als einer der Initiatoren dieser Zählaktion. Dagegen nehme der Bestand der Grünfinken kontinuierlich ab.

Wer Lust hat, sich in diesem Jahr am großen Vogelzählen zu beteiligen, der kann das vom 8. bis 10. Januar für eine Stunde ganz bequem mit dem Blick aus dem Fenster aufs Futterhäuschen tun, der kann aber auch einen Spaziergang durch einen Park machen und dort eine Stunde lang Vögel zählen. Außerdem gibt es spezielle Nabu-Angebote. So begeben sich am 7. Januar mehrere Gruppen von Kindern und Jugendlichen zeitlich gestaffelt zu einem winterlichen Futterhaus in der Radeburger Heide, um dort die hungrigen Vogelarten zu erfassen. Organisiert wird das von der Naturschutzhelferin Betina Umlauf.

Welche Vögel ans Futterhaus kommen, bestimmt nicht nur dessen Standort, sondern auch das Futterangebot. So erfreuen sich gehackte Nüsse bei vielen Vogelarten großer Beliebtheit. Dazu gehören die Blau- und die Kohlmeise, das Rotkehlchen, der Haus- und der Feldsperling, der Kleiber, der Buchfink, der Stiegitz, der Erlenzeisig und die Amsel. Der Eichelhäher und die Elster nehmen auch mit ganzen Erdnüssen vorlieb. In Bodennähe kann man mit Obst, Rosinen und Kleie auch Heckenbraunellen, Wacholderdrosseln oder den Zaunkönig locken. Tabu sind Speck oder Salzkartoffeln. Auch Brot ist nicht zu empfehlen, da es im Magen der Vögel aufquillt und schnell verdirbt.

Wer mitmachen will, hat dafür verschiedene Möglichkeiten. Im Internet kann er das Online-Meldeformular nutzen. So spart er Portokosten und die Beobachtungen fließen gleich live in die Auswertung ein. Es geht aber auch telefonisch. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1157115 werden die Daten am 7. und 8. Januar von 10 bis 18 Uhr direkt entgegen genommen.

Oder per Post. Von einem Teilnahmeflyer wird der Meldebogen abgetrennt, mit 45 Cent frankiert und bis zum 16. Januar 2017 an den Nabu, Stunde der Wintervögel, 10469 Berlin abgeschickt. Flyer zum Ausdrucken gibt es im Internet.

Von Bernd Lichtenberger

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