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Umland Am Sonnabend ist Tag der offenen Tür in Boxdorf
Region Umland Am Sonnabend ist Tag der offenen Tür in Boxdorf
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09:19 18.08.2017
Die 89-jährige Annelies Volkmer besucht die Tagespflege bereits seit 2009. In den neuen Räumlichkeiten in Boxdorf fühlt sie sich sehr wohl. Unterstützt wird sie von Kerstin Wunderlich, Mitarbeiterin der Tagespflege. Geschäftsführer der ASB Dresden & Kamenz gGmbH, Peter Großpietsch, weihte die Räumlichkeiten mit zahlreichen Gästen am 17. August feierlich ein. Quelle: PR
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Boxdorf

Vor etwa einem Jahr wurde an der Schulstraße 9 im Moritzburger Ortsteil Boxdorf der Grundstein für ein neues Pflegezentrum gelegt. Jetzt sind fast alle Wohnungen bewohnt. Baulich hat sich an der zur Straße gelegenen Seite des Gebäudes nicht viel verändert. Nur eine große Schrift verweist an der sanierten Fassade auf den ASB. Doch hinter dem einstigen Wohnhaus ist auf einer ehemaligen Obstwiese ein großer, mit Holz verkleideter Anbau entstanden. Dieser und das Vorderhaus an der Schulstraße bieten elf seniorengerechte Wohnungen und eine Tagespflege mit 15 Plätzen. Auch ein ambulanter Pflegedienst und eine Hausarztpraxis, welche allen Boxdorfern zur Verfügung steht, sind in dem Komplex untergebracht.

Das Haus Schulstraße 9 hat der ASB Regionalverband Dresden e.V. von der inzwischen verstorbenen Boxdorferin Werra Anna Klemm geerbt, erzählt deren Freundin Magdalene Krebs bei der Eröffnung des Pflegezentrums. Andere potenzielle Erben seien vor Werra Anna Klemm verstorben. „Und ich wollte es nicht erben. Denn was soll ich mit einem so großen Haus anfangen?“, so Magdalene Krebs. Sie habe ihrer Freundin vorgeschlagen, das Haus für soziale Zwecke zur Verfügung zu stellen. Und so kam es dann auch.

Dass die Wahl auf den ASB fiel, kam nicht von ungefähr, weiß die ehemalige ASB-Geschäftsführerin Kristiane Wedekind. Sie hatte damals den Anruf von Werra Anna Klemm entgegengenommen, die sie fragte „Wollen Sie mein Haus erben?“. Schon die Eltern von Rentnerin Klemm seien Rettungsschwimmer des ASB am Waldteich gewesen. Daher habe die Boxdorferin eine besondere Verbindung zum Arbeiter-Samariter-Bund, weiß Wedekind. An die großzügige Gönnerin erinnert jetzt eine kleine Gedenktafel an der Fassade des Altbaus.

Nachdem der ASB das Haus geerbt hatte, entstand der Plan, das Pflegezentrum von der Meißner Straße in Radebeul nach Boxdorf zu holen. Moritzburgs Bürgermeister Jörg Hänisch sah dieses Vorhaben zunächst krititsch. Denn er zweifelte, dass sich das Grundstück mit dem Wohnhaus als Pflegezentrum eignet. Doch die damalige ASB-Geschäftsführerin sah das anders. „Wir haben Architekten, die das schaffen“, entgegnete sie. Heute sieht man, dass die Optimistin Recht behalten hat.

Nur noch zwei Wohnungen mit Balkon sind frei, alle anderen bereits bewohnt. Im Erdgeschoss gibt es einen Gemeinschaftsraum und eine große Terrasse, welche am Vormittag zum Sonnen einlädt. Die Räume sind sehr modern und gleichzeitig rustikal eingerichtet, Blumentapeten und frische Farben zieren die Wände. In den Um- bau des alten Wohnhauses und den neuen Anbau investierte der ASB rund 2,5 Millionen Euro. Die Deutsche Fernsehlotterie förderte den Bau sowie die Ausstattung von Tagespflege und Sozialstation mit 300 000 Euro.

Bei den freien Wohnungen handelt es sich um Zweiraumwohnungen. Sie sind 46 bzw. 59 Quadratmeter groß und haben jede eine Balkon. Der Mietpreis beginnt bei 8,90 Euro kalt zuzüglich 2,50 Euro pro Quadratmeter Nebenkosten. Nach Vereinbarung können die Wohnungen besichtigt werden. Am Sonnabend, dem 19. August, findet von 10 bis 14 Uhr ein Tag der offenen Tür statt.

www.asb-dresden-kamenz.de

Von Lisa-Marie Leuteritz

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