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Am Sonnabend fällt der Startschuss zum 14. Spitzhaustreppenlauf in Radebeul

Extremsport Am Sonnabend fällt der Startschuss zum 14. Spitzhaustreppenlauf in Radebeul

Zum 14. Mal ruft am kommenden Wochenende die Spitzhaustreppe in Radebeul. Beim Sächsischen Mount Everest Treppenmarathon wollen 82 Alleingänger mindestens 100 Mal ihre 397 Stufen erklimmen.

Organisator Ulf Kühne zeigt den Weg. Mindestens 100 Mal müssen die Teilnehmer beim Treppenmarathon die 397 Stufen der Spitzhaustreppe erklimmen.

Quelle: Silvio Kuhnert

Radebeul. Die Mannschaftsteams, die am kommenden Wochenende beim 14. Sächsischen Mount Everest Treppenmarathon – auch als Spitzhaustreppenlauf bekannt – an den Start gehen, beweisen Humor. „Die todesmutigen Treppenteufel am Hang zur Selbstüberschätzung“, „De Lahmen 3“ oder „Treppensäufer“ haben sich welche genannt. Bei den „Rollenden Treppchen“ war wohl bei der Namenstaufe mehr der Wunsch der Vater des Gedankens. Denn bei der Spitzhaustreppe gibt es keine maschinelle Hilfe. Muskelkraft ist angesagt, um die 397 Stufen zu erklimmen. Da trifft der Teamname „Keine Gnade für die Wade“ das seit 2005 einmal im Jahr stattfindende Extremsportereignis besser auf den Punkt.

27 Dreierseilschaften haben sich dieses Mal angemeldet. Wenn für sie um Mitternacht der Startschuss fällt, kämpfen die 82 Alleingänger, darunter 13 Frauen, bereits gegen den inneren Schweinehund. Denn sie haben sich am Sonnabendnachmittag bereits acht Stunden vorher auf den Weg gemacht. „Wenn es kalt und dunkel wird, ist es schon sehr hart. Das gibt sich aber wieder, wenn die Sonne aufgeht und die ersten Vögel zwitschern“, berichtet Organisator Ulf Kühne. Er muss es wissen. Bevor er die Organisation übernahm, war er als Alleinstarter bei vier Spitzhaustreppenläufen im aktiven Teilnehmerfeld.

Ob als Einzelkämpfer oder in der Dreier-Staffel – in beiden Wettbewerben gilt: Wer symbolisch den Mount Everest am schnellsten besteigt, also die Spitzhaustreppe 100 Mal in der kürzesten Zeit erklimmt, hat nicht nur im übertragenen Sinn zusammenaddiert die 8848 Meter bis zum Gipfel des höchsten Berges der Welt geschafft, sondern steht ganz real auf dem Siegerpodest oben. Da es beim Treppenlauf nicht nur 39700 Stufen auf-, sondern die gleiche Anzahl auch wieder abwärts geht, haben die Alleingänger nach 100 Runden 84,390 Kilometer und damit einen Doppelmarathon absolviert. Danach muss mit dem Laufen aber noch nicht Schluss sein. Denn es gibt bei den Einzelstartern eine zweite Wertung: Das Ziel ist, in 24 Stunden (von Sonnabend bis Sonntag jeweils 16 Uhr) so viele Runden wie möglich zu laufen. „Der Alleingänger-Rekord liegt bei 156 Runden“, berichtet Kühne.

Neben dem Alleingang und der Dreierseilschaft gibt es zwei weitere Rennen. Bei der Touristaffel (Start: 8 Uhr am Sonntagmorgen) müssen 50 Läufer einmal eine Runde bewältigen. Hier nehmen sieben Großmannschaften teil, unter ihnen sind die beiden Gymnasien der Lößnitzstadt sowie die Kinderarche Sachsen. Bei der Elf-Freunde-Wertung (Start: Sonntag, 14 Uhr) machen neun Staffeln mit. Sie bestehen jeweils aus elf Läufern. Besucher sind gern gesehen, für das leibliche Wohl ist vor Ort gesorgt.

Von Silvio Kuhnert

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