Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Umland Am Kirchsteigbach lädt „Wald-Burg“ zum Spielen ein
Region Umland Am Kirchsteigbach lädt „Wald-Burg“ zum Spielen ein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:13 07.09.2018
Undine Beulig, Geschäftsführerin der Baustein GmbH (l.), Landschaftsarchitektin Marion Brod-Kilian (M.) und OB Olaf Raschke inspizierten die neue Kletterburg. Quelle: Foto: S. Kuhnert
Meissen

Eine Kletterwand mit Zinnen und Türmchen, ein „Burgwall“ aus liegenden Robinienstämmen, Findlinge zum Besteigen, Hüpfstämme in aufsteigender Höhe, einen „Burggraben“ als Sandkasten, einen „Zinnengang“ zum Balancieren sowie ein Tunnel zum Durchkriechen und Verstecken sowie eine große Rutsche – das sind einige der Spielgeräte, die der neue Abenteuerspielplatz am Kirchsteigbach im Meißner Triebischtal bietet. Seit Freitag können Kinder die „Wald-Burg“ An der Hohen Eifer erobern. Für fast 138000 Euro ist dieser mit Hilfe von EFRE-Fördermitteln seit Frühsommer dieses Jahres entstanden.

Ursprünglich sollte der in den 1990er Jahren angelegte Spielplatz am Stadtwald schon über den Doppelhaushalt 2013/14 auf Vordermann gebracht und als Themenspielplatz gestaltet werden. Doch dann donnerte nach einem heftigen Gewitterguss im Mai 2014 eine Geröll- und Schlammlawine das Kerbtal des sonst sanft dahinplättschernde Kirchsteigbaches hinunter und richtete an Gebäuden, Wegen und Straßen im Triebischtal Schäden von über 4,2 Millionen Euro an. Wiederaufbau sowie Hochwasserpräventionsvorhaben hatten Vorrang, informierte OB Olaf Raschke (parteilos).

Eine Reihe verschiedener Schutzvorkehrungen sollen künftig verhindern, dass das Rinnsal sich wieder in einen reißenden Strom verwandelt, der unkontrolliert zu Tal stürzt. Im kommenden Frühjahr finden sie ihren Abschluss. „Es stehen noch weitere Aufforstungen an“, berichtete Stadtplanerin Katrin Diersche. Bereits 20000 Bäume hat die Stadt oberhalb des jetzigen Baumbestandes auf Ackerland pflanzen lassen. Mindestens noch einmal so viele – wohl eher etwas mehr – sollen folgen. Sie sollen künftig Wasser und Schlamm festhalten, die sich auf den Feldern oberhalb des Kirchsteigbaches bei Starkregen in dem insgesamt 29 Hektar großen Einzugsgebiet auf den Fluren der beiden Ortsteile Korbitz und Dobritz ansammeln. Das Problem im Mai 2014 war, dass die Ackerflächen bis zur Talkante reichten und Gehölzschutzstreifen fehlten.

Darüber hinaus hat die Domstadt für 200000 Euro ein Regenrückhaltebecken unmittelbar über dem Quellgebiet des Kirchsteigbachs anlegen lassen. Für den Damm des Beckens, das rund 5600 Kubikmeter Niederschlagswasser fassen kann, nutzte sie übrigens 4000 Kubikmeter Erd- und Geröllmasse, die nach der Schlammlawine im Tal geborgen und getrocknet worden sind. Unter dem Wall befindet sich ein Durchlass, der 500 bis 600 Liter Wasser in der Sekunde hindurchlässt. Diesem wird durch einen Trog die Wucht genommen, ehe es mit einer relativ gemäßigten Geschwindigkeit von einem Meter pro Sekunde ins Tal hinabgelassen wird. Das soll verhindern, dass wie im Mai 2014 Geröll, Holz und Erdmassen mitgerissen werden.

Entlang des Bachlaufes wurden neben Reparaturen unter anderem das Bachbett mit Wasserbausteinen gesichert, Wälle modelliert und Durchlässe durch Furten ersetzt. Kostenpunkt rund 180000 Euro. Des Weiteren ließ die Stadt im Zuge des Wiederaufbaus der zerstörten Straße An der Hohen Eifel – eine Investition von 740 000 Euro – die Durchmesser der Verrohung des Kirchsteigbaches von einem auf 1,40 Meter vergrößern. Um künftig einen erneuten Abflussstau durch Geröllablagerungen im verrohrten Teil des Gewässers zu vermeiden, schufen Bauarbeiter in diesem Jahr im Unterlauf des Bachs entsprechende Rückhaltemöglichkeiten und errichteten einen Geröllfang für rund 238000 Euro.

Von Silvio Kuhnert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Damit ehrt die Stadt sein herausragendes Lebenswerk. Über 40 Jahre lang prägte seine Arbeit die Handschrift der Meißner Porzellan-Manufaktur.

07.09.2018

Ein Mann steigt aus einem Bus und reißt den rechten Arm hoch. In der Folge beschimpft er Flüchtlinge und Beamte. Jetzt ermittelt die Polizei gegen ihn.

07.09.2018

Freunde des Puppen- und Figurentheaters erwarten beim Theaterfest drei Tage voller Zauber auf Schloss Klippenstein.

07.09.2018