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Alzheimergesellschaft Radebeul lädt zu Nachbarschaftsfest nach Altkötzschenbroda

Alzheimergesellschaft Radebeul lädt zu Nachbarschaftsfest nach Altkötzschenbroda

"Es geht um den Blick über den Gartenzaun", sagt Eva Helms. Aus diesem Grund lädt die Vorsitzende der Radebeuler Alzheimergesellschaft am Sonntag zu einem Nachbarschaftsfest nach Altkötzschenbroda.

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Familienzentrums-Chef Mathias Abraham, Eva Helms und Christiane Ruby (v.l.) laden am Sonntag zum Nachbarschaftsfest auf den Anger Altkötzschenbroda.

Quelle: U. Hofmann

Dazu gehört ein Sonntagsfrühstück, das zwischen 11 und 14 Uhr mitten auf dem Anger Angehörige, Betroffene und ehrenamtliche Helfer mit geladenen Gästen aus der Stadtverwaltung, Kommunalpolitik und der Pflege zusammenbringen will.

Die zwanglose Begegnung entspricht dabei einem Ideal, das die 2012 gegründete Alzheimergesellschaft anstrebt: Erkrankte sollen demnach so lange wie möglich in ihrem gewohnten sozialen Umfeld, also der Familie und Nachbarschaft, verbleiben, um ihnen einen Halt zu geben. Das Frühstück, zu dem Mitbringsel sehr willkommen seien, soll das demonstrieren und dafür sorgen, "das Alzheimer kein Schreckgespenst ist", wie Christiane Ruby sagt. Sie hat die Broschüre "Nicht ohne meine Nachbarn" gemeinsam mit der Fotografin Gabriele Seitz erarbeitet, die im Rahmen des Nachbarschaftsfests vorgestellt wird. Ruby hat dafür Familien mit Alzheimerpatienten besucht und ist mit diesen ins Gespräch gekommen. Ihre Texte protokollieren das Gesagte so, als würden die Erkrankten selbst sprechen. "Es ist ein sehr verschwiegenes Thema", sagt Ruby. Dabei sei der Umgang mit Alzheimer in vielen Familien ein Teil der Lebenswirklichkeit.

Zum Programm gehören auch zwei Vorträge, die sich an das Frühstück anschließen. So spricht Cornelia Heinzte aus Leipzig ab 14 Uhr über den "Skandinavischen Weg zu einem zeitgemäßen Pflegesystem - Ansätze für Sachsen". Ab 15 Uhr referiert Ines Schäbitz "Tipps aus der Praxis: Wertschätzende Kommunikation hilft Menschen mit Demenz". Die Vorträge finden in den Räumen des Familienzentrums Radebeul statt, die auch als Regenvariante für das Frühstück zur Verfügung stehen.

Das Nachbarschaftfest ist für das Alzheimerprojekt eine Gelegenheit sich vorzustellen. Regelmäßig bieten die etwa 40 Vereinsmitglieder Sprechstunden zum Thema Demenz an, bilden Pflege- und Seniorenbegleiter aus, die entweder pflegende Angehörige oder Rentner bei deren Alltagserledigungen unterstützen. Ein Kurs für Seniorenbegleiter beginnt am 29. September und nimmt noch Interessenten auf. Neu ist die Arbeit mit Kindern. In einem Theaterworkshop lernen diese das Puppenspiel anhand der "Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor" - also einem Demenzthema. Das Projekt stellt Puppenspielerin Karla Wittmann beim Nachbarschaftsfest vor. Außerdem liest Schauspieler Herbert Graedtke Bitten von Betroffenen und lässt Tauben steigen. Musikalische Beiträge liefern Henriette Mittag (Geige) und Tabea Liebscher (Cello). Der Besuch ist kostenlos.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.09.2014

Uwe Hofmann

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