Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 2 ° Schneeschauer

Navigation:
Google+
AfD-Chefin Frauke Petry kam im Turndress nach Pirna

Mehr Polit- und weniger Sportfest AfD-Chefin Frauke Petry kam im Turndress nach Pirna

Ein Sportfest sollte die Veranstaltung mit AfD-Chefin Frauke Petry in der Turnhalle auf dem Pirnaer Sonnenstein werden. Aber dann wurde doch mehr über Politik gesprochen.

Nein, Völkerball haben sie nicht gespielt gestern Abend in Pirna. Tatsächlich war AfD-Chefin Frauke Petry im Sportdress erschienen, und tatsächlich hatte CDU-Politikerin Vera Lengsfeld (in Grün in der Bildmitte) zwischendurch einen Ball in der Hand. Die „Sportveranstaltung“ auf dem Sonnenstein war dennoch eine, in der eher geredet wurde.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Ein Sportfest statt einer Diskussionsrunde – das sollte die Veranstaltung mit AfD-Chefin Frauke Petry und der ehemaligen DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld (CDU) in Pirna nach der Absage werden. Und die Direktkandidatin im Wahlkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge für die „Alternative für Deutschland“ erschien am Donnerstagabend tatsächlich in sportlichem Dress und Turnschuhen auf dem Sonnenstein, während Lengsfeld dann doch bei Rock und Absatzschuhen blieb.

Mit einer Aufwärmübung begann das angebliche Sportfest. Petry machte mit, Lengsfeld nicht. Danach wurde es politisch. Die beiden Hauptpersonen des Abends standen mittig in der alten Turnhalle neben der Gauß-Oberschule auf dem Parkett. Die Anwesenden konnten beiden Fragen stellen, mussten jedoch vorher mit einem Ball auf einen Basketballkorb werfen. Bei einem Treffer gab es Beifall von 200 Menschen.

Mehr durften auf Anordnung der Stadtverwaltung aus Sicherheitsgründen nicht in die Halle hinein. Die Sporthalle gilt als baufällig, soll wegen diverser Mängel eigentlich für zwei Millionen Euro saniert werden. Wegen bauordnungsrechtlicher Belange seien 200 Besucher „die magische Grenze“ gewesen, wie Stadtsprecher Thomas Gockel im Vorfeld sagte. Darüber wachte der Verein „Fit für Pirna“ mit Strichliste am Einlass penibel – ebenso wie die Stadtverwaltung, die vor Ort vertreten war.

Diesen Vorgang kommentierte Lengsfeld, die heute als Publizistin tätig ist, so: Das Wort „Obergrenze“ dürfe man in Deutschland bekanntlich nicht in den Mund nehmen, doch „die Stadt Pirna hat hier eine eingeführt“.

Ursprünglich war eine Diskussionsveranstaltung in der Turnhalle geplant. Die musste auf Drängen der Stadt am Dienstag abgesagt werden. In der Halle dürfen nur sportliche Veranstaltungen stattfinden, hieß es zur Begründung.

Der Verein „Fit in Pirna“, der die Sporthalle von der Stadt gepachtet hat, lud daher zu einem Sportfest ein. Der sportliche Charakter der Veranstaltung stünde im Vordergrund, betonte Petrys Pressesprecher Oliver Lang im Vorfeld. Über den tatsächlichen Charakter des Abends wird man in Pirna sicher noch einmal intensiv diskutieren. Zwar waren einige der Besucher dem Aufruf gefolgt, im Sportdress zu erscheinen, und es gab neben der Aufwärmübung auch sportliche Angebote. Jedoch fanden diese im Gegensatz zur Fragerunde an Petry und Lengsfeld nur am Rande statt.

Der Ankündigung war zu entnehmen, dass dies andersherum sein sollte, und die Möglichkeit von Diskussionsrunden am Rande von Wettkämpfen bestehe.

Von Silvio Kuhnert und Uwe Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Stadt prüft
Die Veranstaltung mit Vera Lengsfeld (l.) und Frauke Petry (M.) könnte für Sportvereinschef Thomas Mache (r.) ein juristisches Nachspiel haben.

Die Veranstaltung mit AfD-Chefin Frauke Petry in der alten Turnhalle auf dem Sonnenstein könnte für den Verein „Fit in Pirna“ ein Nachspiel haben. „Wir werden den tatsächlichen Charakter der Veranstaltung prüfen“, kündigte Stadtsprecher Thomas Gockel am Freitag an.

mehr
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

19.01.2018 - 08:17 Uhr

Die Schwarz-Gelben sind gegen den tschechischen Erstligisten in der Favoritenrolle / Schubert rückt für Schwäbe ins Tor

mehr