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Umland Ärger um gesperrte Piste für Motorradfahrer
Region Umland Ärger um gesperrte Piste für Motorradfahrer
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12:01 12.05.2018
Mit schwarzer Farbe haben Unbekannte ein Hinweisschild an der Umleitungsstrecke für die Motorradfahrer übersprüht. Seit 10. Mai gilt aus Sicherheitsgründen an Feiertagen und Wochenenden ein Durchfahrtsverbot für Biker auf der Straße zwischen Hocksteinschänke und Polenztal. Quelle: Marko Förster
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Erst vor wenigen Tagen waren die Sperrschilder aufgestellt worden – prompt gibt es Ärger. Um die gefährliche Raserei vieler Motorradfahrer auf der kurvenreichen Straße zwischen der Hocksteinschänke und dem Polenztal zu unterbinden, gilt seit Donnerstag dort an Feiertagen und Wochenenden ein Durchfahrtsverbot für Biker.

Verbot gilt zunächst bis 1.November 2019

Doch das passt offenbar nicht jedem. Auf der Umleitungsstrecke, die Motorradfahrer über Heeselicht ins Tal der Polenz führt, sind jetzt die entsprechenden Wegweiser mit schwarzer Farbe übersprüht worden. Zudem scheinen die Sperrschilder etliche Motorradfahrer ohnehin nicht sonderlich zu kratzen.

Die Serpentinen zwischen der Hocksteinschänke und dem Polenztal stehen bei Motorradfahrern besonders hoch im Kurs. Doch der Kick in den engen Kurven ist keineswegs ungefährlich. Schon einmal war die Strecke deshalb für Biker gesperrt worden, erst 2010 gaben die Behörden die Straße wieder frei. Seitdem kam es allerdings immer wieder zu schweren Unfällen. Allein in den vergangenen beiden Jahren registrierte die Polizei dort 26 Unfälle – fünf mit schweren Personenschäden. Deshalb kam die Rennstrecke schließlich erneut auf den Prüfstand.

Weil auch Geschwindigkeitsbegrenzungen und sogar die im Asphalt verschraubten Rüttelstreifen wenig Wirkung zeigten, schob das zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) den Fall an die Landesunfallkommission weiter. Was folgte, waren mehrere Vororttermine und Beratungen zwischen den Verantwortlichen verschiedener Behörden – und eine drastische Entscheidung. Mit dem 10. Mai, dem diesjährigen Herrentag, trat das neue Verbot in Kraft. Das gilt zunächst bis zum 1. November 2019.

Überwachungsaktionen sind bisher nicht geplant

Doch zumindest am ersten Tag hielten sich nicht alle Motorradfahrer an die Beschränkung. Statt den Umweg und die weniger reizvollere Route über Heeselicht in Kauf zu nehmen, rollten laut Augenzeugen etliche Biker über die Straße zwischen Hocksteinschänke und Polenztalstraße. Zwar hatte die Polizei am Donnerstagvormittag durchaus vor Ort kontrolliert. Doch eine Überwachung des Verbots rund um die Uhr, so erklärt Polizeisprecher Stefan Grohme, sei unmöglich: „Uns fehlt dafür einfach die Kapazität.“

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iTrotz Fahrverbot – Motorradfahrer fahren weiter durch die Serpentinen bei Hohnstein, hier am Hockstein. Quelle: Marko Förster

m Umkehrschluss heißt das aber nicht, dass die Beamten tatenlos zusehen. Die Polizisten behalten die Lage im Auge und sind entschlossen, zu reagieren, wenn das Verbot nicht eingehalten wird. Bisher gebe es zwar noch keine großen, geplanten Überwachungsaktionen. „Das wird aber kommen, wenn sich niemand an das Verbot hält“, erklärt Stefan Grohme.

Von den übersprühten Schildern an der Umleitungsstrecke hatten die Beamten in der Pressestelle der Polizeidirektion indes noch keine Kenntnisse. Bei Heeselicht waren mindestens zwei der gelben Umleitungsschilder von Unbekannten mit schwarzer Farbe übersprüht worden. Die Schilder sind seitdem nicht mehr lesbar. Dem Fall werden sich die Ermittler jetzt allerdings annehmen.

Von Sebastian Kositz

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