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Abwassergebühren in Radebeul steigen - WSR will bis 2018 rund 250 Haushalte anschließen

Abwassergebühren in Radebeul steigen - WSR will bis 2018 rund 250 Haushalte anschließen

Gute und schlechte Nachrichten gibt es aus der städtischen Gesellschaft Wasserversorgung und Stadtentwässerung Radebeul (WSR).Die gute: Die WSR hält an ihrem ehrgeizigen Ausbauprogramm fest, bei dem weite Teile des Stadtgebiets an die zentrale Abwasserentsorgung angeschlossen werden.

Gute und schlechte Nachrichten gibt es aus der städtischen Gesellschaft Wasserversorgung und Stadtentwässerung Radebeul (WSR). Die schlechte: Erstmals seit 2002 steigen die Abwassergebühren ab dem 1. Mai 2015.

Die gute: Die WSR hält an ihrem ehrgeizigen Ausbauprogramm fest, bei dem weite Teile des Stadtgebiets an die zentrale Abwasserentsorgung angeschlossen werden. Zwar kann man die verbleibenden rund 250 Häuser nicht wie vom Gesetzgeber gefordert bis Ende 2015 anschließen, will aber eine Ausnahmegenehmigung beim Freistaat beantragen, die bis Ende 2018 gilt. Die betroffenen Eigentümer (siehe Tabelle) müssen sich wegen der Verzögerung also keine Sorgen machen. Hintergrund ist eine Vorgabe des Freistaats, die von allen Hausbesitzern verlangt, bis Ende 2015 entweder an die zentrale Entsorgung angeschlossen zu sein oder eine vollbiologische Kläranlage installiert zu haben.

Auf sechs Millionen Euro schätzt WSR-Chef Olaf Terno das noch zu bewältigende Investitionsvolumen. Die kommen zur jährlich üblichen "Investitionsscheibe" von 2,0 bis 2,5 Millionen Euro noch hinzu, wie Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) erläutert. Er rechnet damit, die beantragte Verlängerung ohne Probleme zu bekommen. Gründe dafür gebe es genug. "Es geht um Gebiete, die topographisch nicht so einfach sind oder die wir nur eines nach dem anderen anschließen können", sagt er.

Außerdem habe die Beteiligung der WSR an Großprojekten der Stadt, etwa im Rathausareal oder an der Meißner Straße für Verzögerungen gesorgt, wie Terno sagt. Auch mit der Verlängerung gilt: "Das zu schaffen, ist eine sehr ambitionierte Aufgabe", wie OB Wendsche sagt. Langfristig soll sich der Aufwand auszahlen, weil sich die WSR etwa die aufwendigen Sicherheitskontrollen der privaten Kläranlagen sparen kann. Kurzfristig bewirkt das Programm jedoch Mehrausgaben, die neben anderen Gründen im Frühjahr 2015 zur ersten Preissteigerung seit dann 13 Jahren führen.

Dabei wird erstmals ein Grundentgelt für die Abwasserentsorgung eingeführt, das für einen Zähler der Größe Qn 2,5, der für Einfamilienhäuser üblich ist, bei 3,50 Euro im Monat liegt, solange die jährliche Verbrauchsmenge von 35 Kubikmeter nicht überschritten wird. Weitere 1,75 Euro im Monat werden für jeweils weitere 20 Kubikmeter im Jahr fällig. Das Mengenentgelt sinkt dagegen von 1,94 auf 1,30 Euro je Kubikmeter. Insgesamt ergibt sich eine Preissteigerung um rund 22 Prozent, die durch eine Preissenkung im Trinkwasserbereich um rund acht Prozent etwas abgefangen wird.

Auch dort steigt das Grundentgelt von 8,18 auf 8,50 Euro je Zähler und Monat. Das Mengenentgelt sinkt jedoch deutlich von 2,12 auf 1,87 Euro je Kubikmeter. Mit den jeweils höheren Grundentgelten will die WSR ihre Kalkulation weniger anfällig gegen Schwankungen machen. Das bedeutet allerdings auch, dass sich Wassersparen künftig weniger lohnt. Kombiniert man Trink- und Abwasserverbrauch, ergibt sich eine Gesamterhöhung um rund 4,5 Prozent. Die neuen Preise werden bis Ende 2017 garantiert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.11.2014

Uwe Hofmann

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