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Umland 2500 Kilometer zu Fuß für Nele aus Heidenau
Region Umland 2500 Kilometer zu Fuß für Nele aus Heidenau
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08:22 01.08.2017
Matthias Ender und Schäferhund Pjero auf einer der bisherigen, kürzeren Pilgerreisen.   Quelle: privat
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Heidenau/Hörnitz

 2020: Noch knapp drei Jahre, dann soll das große Abenteuer von Matthias Ender aus Hörnitz bei Zittau starten. Der heute 35- und dann 38-Jährige will bis Santiago de Compostela in Spanien pilgern – den sogenannten Jakobsweg entlang. Für jeden gelaufenen Kilometer sammelt er Spendengelder für die kleine Nele aus Heidenau. Das Mädchen ist seit ihrer Geburt schwer behindert.

Derzeit erwirbt der Oberlausitzer, der in einer Jugend-WG als Erzieher arbeitet, noch eine Zusatzqualifikation als Erlebnispädagoge. Sobald er den Abschluss in der Tasche hat, soll es losgehen. Es wird für den Hörnitzer eine Art verspätete Walz. Eigentlich wollte er die traditionellen Handwerker-Wanderjahre direkt nach seiner Ausbildung als Dachdecker absolvieren. Letztlich entschied er sich zunächst dafür, eine Familie zu gründen. Später machten ihm drei Bandscheibenvorfälle, lange Krankheitszeiten und Berufswechsel – als Dachdecker konnte er mit einem kaputten Rücken natürlich nicht mehr arbeiten – einen Strich durch die Rechnung. 2020 soll es nun wirklich losgehen, jedoch nicht ganz ohne Vorbereitung.

2500 Kilometer zu Fuß für Nele aus Heidenau

Den Wandermarathon erprobte Matthias Ender in den letzten Jahren in kleinerem Maßstab, pilgerte gemeinsam mit seinem Schäferhund Pjero 520 Kilometer von Niesky nach Vacha. „Die ersten Kilometer sind die schlimmsten, dann gewöhnt sich der Körper daran“, berichtet der Oberlausitzer. Noch in diesem Jahr will er die restlichen etwa 320 Kilometer von Vacha nach Trier laufen, um dann von dort 2020 die große Strecke in Angriff zu nehmen. Mit seinem Arbeitgeber hat er bereits abgemacht, seinen gesamten Jahresurlaub und alle Überstunden, die sich bis dahin ansammeln, am Stück für die Pilgerreise nutzen zu dürfen.

Dann wird er vier oder fünf Monate unterwegs sein. „Am Tag schaffe ich 20 bis 30 Kilometer. Manchmal packt mich aber der Ehrgeiz, dann laufe ich auch mal 50 Kilometer“, erzählt der Erzieher. In den Pyrenäen, die Spanien und Frankreich trennen, geht es wahrscheinlich noch langsamer voran. Aber Zeit spielt keine Rolle: „Der Weg ist das Ziel“, erklärt der 35-Jährige und zählt auf, was er alles in seinen Rucksack – ein besonders ergonomischer wegen der Rückenprobleme – packen will: Sein Zelt, eine leichte und rückenschonende Isomatte, einen Gaskocher, Notproviant, ein Stück Kernseife. Eingekauft wird unterwegs, auch das Hundefutter. Das Zelt kommt mit, um seine Reisekosten zu senken, aber auch, weil er mit dem Hund nicht in jeder Herberge willkommen ist. Aber weil auch der erprobte Wanderer ab und an Duschen muss, wird Matthias Ender zumindest gelegentlich Herbergen ansteuern. Ansonsten plant er „ein ganz schlichtes, einfaches Leben“.

Abends wird der 35-Jährige jeweils für eine halbe Stunde sein Handy anschalten, um Kontakt zu seiner Familie zu halten und seine Facebook-Follower und die Sponsoren für Nele auf dem Laufenden zu halten. Auf die Achtjährige und ihre Geschichte ist Matthias Ender über Bekannte aufmerksam geworden. „Ihr Schicksal hat mich ergriffen. Einfach nur zu spenden finde ich aber unpersönlich, deshalb möchte ich während meiner Pilgerreise für Nele sammeln.“ Neles Mama betreibt im Internet den Blog „Neles Traum“ und berichtet dort über die Fortschritte ihrer Tochter und die Therapien – zum Beispiel Delfintherapien, die die Familie aus Heidenau bereits gemeinsam in Angriff genommen hat. Dort ist ein Spendenkonto aufgeführt, an das auch die von Matthias Ender erpilgerten Einnahmen überwiesen werden sollen. Interessierte können auf Enders Facebook-Seite „2500 Kilometer für Nele“ seine Reise verfolgen und die bisherigen Etappen Revue passieren lassen.

www.neles-traum.de

www.facebook.com/2500-km-für-Nele-239842446528425

Spendenkonto : Kreusch Stiftung Dresden, Apotheker & Ärztebank Dresden, IBAN: DE38 3006 0601 0007 5695 48; Kennwort: Nele Hoffmann

Von Franziska Schmieder

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