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25 Millionen Euro für die Erweiterung des Radebeuler Elblandklinikums bis Ende 2018

Investitionen in Brustzentrum und Notaufnahme 25 Millionen Euro für die Erweiterung des Radebeuler Elblandklinikums bis Ende 2018

Das Elblandklinikum Radebeul wird für 25 Millionen Euro erweitert und umgebaut. „Es war ein weiter Weg bis hierhin und irgendwann hat so mancher Mitarbeiter sicher nicht mehr daran geglaubt, dass wir es schaffen“, sagte Elblandkliniken-Chef Frank Ohi beim ersten Spatenstich am Freitag.

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Spatenstich mit anschließendem Sandwurf auf der künftigen Baustelle.

Quelle: U. Hofmann

Radebeul. Das Elblandklinikum Radebeul wird für 25 Millionen Euro erweitert und umgebaut. „Es war ein weiter Weg bis hierhin und irgendwann hat so mancher Mitarbeiter sicher nicht mehr daran geglaubt, dass wir es schaffen“, sagte Elblandkliniken-Chef Frank Ohi beim ersten Spatenstich am Freitag. Zwei Jahre lang hatte er intensiv mit dem Sozialministerium um Fördermittel gerungen, „die wir unbedingt brauchen, um so etwas zu schaffen“, wie er sagt. Sie fließen nun reichlich: Knapp 15 Millionen Euro kommen vom Sozialministerium, weitere reichlich drei Millionen Euro gibt der Landkreis Meißen aus dem Investitionsprogramm „Brücken in die Zukunft“.

Für gesamten Elblandkliniken, nicht nur für den Standort Radebeul ist das ein Wendepunkt. „Wir haben neues Vertrauen in unsere Elblandkliniken gewonnen“, sagte etwa Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos). Zuvor sei in einer Zeit „strittiger Personalentscheidungen und hochfliegender Pläne“ immer „mehr Sand ins Getriebe gekommen“. Gemeint ist die Ära von Ohis Vorgänger Markus Funk, der die dem Landkreis gehörenden Krankenhäuser in Radebeul, Meißen, Riesa und Großenhain unter wirtschaftlichen Kriterien zu einem Konzern zusammenschmiedete, nach anfänglichem Erfolg aber nach einem katastrophalen Ergebnis vor allem in Riesa und jeder Menge Knatsch hinter den Kulissen 2013 gehen musste. Als Ohi von ihm übernahm, mussten sämtliche Investitionspläne überdacht werden – für die Entwicklung von Radebeul sah es schlecht aus.

Dort wurde dann auch die Geburtsklinik geschlossen – bis heute eine Entscheidung, die OB Wendsche schwer verschmerzen kann. In dieser Zeit hat auch Mario Marx, Chefarzt der Seneologie, daran gedacht, aus Radebeul wegzugehen. Nur das Vertrauen in Ohi, der, das Votum der Kreisräte vorausgesetzt, Ende des Jahres einen neuen Vertrag erhalten soll, habe ihn hiergehalten. Marx ist als Brustchirurg – egal ob in der Krebsbehandlung oder bei Schönheits-OPs – eine bekannte Größe. Patientinnen kommen aus ganz Deutschland nach Radebeul, um sich unter sein Messer zu legen. Sein Weggang hätte geschmerzt.

Nun soll er von der Investition profitieren. Zunächst ist ein Anbau geplant, in dem im Erdgeschoss eine interdisziplinäre Notaufnahme eingerichtet wird. Die Zufahrt der bestehenden befindet sich beim Wirtschaftshof, was derzeit gelegentlich zu chaotischen Verhältnissen führt, wie Verwaltungsdirektor Michael Schmidt schildert. In den zwei Etagen über der Notaufnahme entsteht ein Bettenhaus für die Seneologie mit 20 Betten. Auch an neue Technik ist gedacht. So will Marx künftig seine Operationen übers Internet in den Hörsaal der Universität Tübingen zu seinen Studenten übertragen. „Das spart mir die Reiserei“, sagt er. Ende 2018 soll das fertig sein.

Anschließend will man im Bestandsgebäude mit Umbauten beginnen. Die OP-Säle werden dabei von vier auf sechs vermehrt und modernisiert, außerdem sollen Eingang und Patientenaufnahmen umgebaut werden.

Von Uwe Hofmann

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