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Umland 17-Jähriger Radebeuler erforscht am CERN unbekannte Teilchen
Region Umland 17-Jähriger Radebeuler erforscht am CERN unbekannte Teilchen
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10:27 14.11.2017
Seine Begeisterung für das Schulfach Physik flammte bei Tim Hebenstreit erst so richtig auf, als er das „Netzwerk Teilchenwelt“ bat, ihm seinen Unterrichtsstoff über Atome näher zu erklären. Quelle: PR
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Dresden

Seine Begeisterung für das Schulfach Physik flammte bei Tim Hebenstreit erst so richtig auf, als er das „Netzwerk Teilchenwelt“ bat, ihm seinen Unterrichtsstoff über Atome näher zu erklären. Nun durfte der Schüler 4 Jahre später als geschätztes Mitglied gemeinsam mit vier anderen Deutschen in die Schweiz reisen, um zwölf Tage lang am Kernforschungszentrum CERN mit den renommiertesten Physikern der Welt zu forschen. Viele junge Menschen hatten sich für die Teilnahme beworben. Letztendlich habe man sich für Tim entschieden, der ein „ganz besonders engagierter Schüler“ sei und auch schon Vorträge bei der langen Nacht der Wissenschaft gehalten habe, so Anne Feuerhack vom Netzwerk Teilchenwelt in Dresden. Im Vorfeld seiner Reise musste der Radebeuler eine Projektskizze anfertigen und erklären, was er mit seinem Aufenthalt wissenschaftlich bezwecken wolle, sowie einen passenden Betreuer suchen.

Am Genfer Kernforschungszentrum angekommen hat sich der Gymnasiast in erster Linie mit dem ATLAS-Detektor beschäftigt, einem Teilchendetektor mit dazugehörigem Teilchenbeschleuniger. Mit diesem untersuchen die CERN-Mitarbeiter unbekannte Bestandteile der Materie. Hier wird auch nach dunkler Materie gesucht. Der ATLAS-Detektor ist allerdings während des Betriebs aufgrund von radioaktiver Strahlung nicht zugänglich, daher schaute sich Tim unter anderem dessen Kontrollraum an. Die am CERN erarbeiteten Ergebnisse sollen in seine besondere Lernleistung für die Schule einfließen, die sich mit dem Programmieren von physikalischen Analysen beschäftigt. Mithilfe seiner didaktischen Arbeit können Interessierte im „ATLAS Open Data“ Programm vereinfachte Teilchenanalysen nachlesen und selber anwenden.

Dabei geht es Tim Hebenstreit auch darum, Physik für die Öffentlichkeit transparenter zu gestalten. Es sei ebenfalls im Interesse des CERNs, dass das Erforschte für die breite Masse zugänglich gemacht wird. Das Credo der Organisation besteht auch darin, die Forschungen und Erkenntnisse internationaler Wissenschaftler zu bündeln und mit Hilfe anderer weiterzuentwickeln. Auf die Frage nach seiner besten Erfahrung am CERN, antwortete der 17-Jährige deshalb: „Der tolle Umgang unter den Mitarbeitern aus aller Welt“. Sein Betreuer stammte aus Venezuela, weitere Physiker etwa aus der Türkei oder Island. „Hier arbeiten alle gemeinsam an einem Ziel“, erklärte Tim. Das sollte den Menschen seiner Meinung nach für alle internationalen Angelegenheiten „ein Vorbild sein“. Er sei begeistert über die lockere Atmosphäre gewesen, die trotz der ernsten Projekte herrschte.

Außer seinen zwischenmenschlichen Erfahrungen hat der Schüler aber auch viel praktisches Wissen mitgenommen. So besuchte er beispielsweise Vorträge zu neuesten physikalischen Fortschritten und eine große Halle, in der Magneten getestet werden. Bis Dezember arbeitet der 17-Jährige nun an seiner besonderen Lernleistung, die schon 40 Seiten lang ist und widmet sich dann seinem Abitur. Er plant zudem, 2018 seine CERN-Erfahrungen bei „Jugend Forscht“ präsentieren. Später möchte er einmal Physik studieren, schwanke jedoch noch zwischen mehreren Universitäten, wie etwa „Heidelberg oder Dresden“. Während dieser Aussage blickt die Mitarbeiterin für Netzwerk Teilchenwelt, Anne Feuerhack, hoffnungsvoll zu ihm – man erkennt, dass die Universität und die Organisation den Schüler gerne in Dresden behalten würde.

Von Katharina Jakob

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