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Zwei Winzer und ein Händler neu im Gault Millau

Zwei Winzer und ein Händler neu im Gault Millau

Drei sächsische Betriebe haben es neu in den Gault Millau Weinguide 2016 geschafft. Für viele Weinfreunde gilt der dicke grüne Wälzer noch immer als eines der Standardwerke.

Meißen. Insgesamt 17 sächsische Weinbaubetriebe gehören zu den nach Verlagsangaben 1000 "wichtigsten und interessantesten Weingütern" Deutschlands. Natürlich konnten nur Winzer berücksichtigt werden, die auch bereit waren, gratis ihre Weine an die Verkoster zu schicken.

Mit Stefan Bönsch und dem Weingut Walter Schuh stehen zwei sächsische Betriebe im aktuellen Gault Millau, die im vergangenen Jahr noch nicht ins "Buch der 1000 Besten" aufgenommen worden waren. Autor und Verkoster Matthias Dathan - ein Berliner Sommelier - konnte in diesem Jahr offenbar überzeugt werden. Etwas überraschend hat es der Weinhändler Ronald Nüssler mit seiner ersten Kollektion, die aus zugekauften Trauben im Staatsweingut Schloss Wackerbarth ausgebaut worden ist, ins Buch geschafft. Derzeit treibt Nüssler den Aufbau seines eigenen Weinguts in Taubenheim voran und richtet dort eine Kellerei ein. Details will er in wenigen Wochen öffentlich machen. Nüssler hatte in der sächsischen Weinwelt für Erheiterung gesorgt, weil sich der Produktdesigner auf Visitenkarten als "Winemaker" bezeichnet hat - als er aber noch gar kein Weingut, keine Kellerei und keine Rebflächen besaß.

Abgewertet wurde in der aktuellen Ausgabe Schloss Proschwitz, das nun mit zwei Trauben auf gleicher Stufe wie das Staatsweingut Schloss Wackerbarth steht. Seit der Südafrikaner Jacques du Preez im Keller von Schloss Proschwitz die Geschicke leitet, haben sich die Weinstile spürbar verändert. Einige Weinkenner vermuten zudem, dass die große Erntemenge des 90-Hektar-Betriebs zu Lasten der Traubenqualität gehen könnte.

Als Spitzenbetriebe in Sachsen hat Dathan abermals die Weingüter von Klaus Zimmerling in Dresden und Martin Schwarz in Meißen ausgemacht. Besonderes Augenmerk legte der Sommelier in diesem Jahr auf sächsische Traminer. Die besten 2014er Weine dieser Rebsorte entdeckte er bei Klaus Zimmerling, Frédéric Fourré, Tim Strasser/Rothes Gut und in der Hoflößnitz. Einige Beschreibungen der Betriebe mögen die Kenner der sächsischen Weinszene, die gelegentlich persönlich die Weingüter und Weinberge besuchen und mit Winzern und Kellermeistern reden, etwas verwundern. Grundsätzlich gibt der Gault Millau aber einen passablen Überblick über das aktuelle Angebot. Echte Überraschungen gibt es allerdings nicht.

Für die aktuelle Ausgabe hat ein Team von gut 25 Weinexperten 13 000 Gewächse von 1200 deutschen Weingütern probiert. Das Standardwerk gibt es zum Preis von 34,99 Euro im Buchhandel.

Lars Müller

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