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Zwei Ausstellungen würdigen das Werk der Malerin Lieselotte Finke-Poser

Mit Freude am Leben Zwei Ausstellungen würdigen das Werk der Malerin Lieselotte Finke-Poser

Ohne Zweifel, sie ist die Seniorin unter der zahlenmäßig sehr üppigen Mannschaft der Radebeuler Maler. Ihren gewichtigen runden Geburtstag wird Lieselotte Finke-Poser feiern, wenn das Jahr zu Ende geht. Denn ab dem 29. Dezember 2015 kann sie auf stolze 90 Jahre Leben zurückblicken.

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Lieselotte Finke-Poser im Gespräch. Foto:

Quelle: Werner Zimmermann

Radebeul. Ein Mensch, dem ein solch hohes Alter vergönnt ist, der muss zweifellos schon etwas Besonderes an sich haben.

Bei Lieselotte Finke Poser ist das zunächst einmal ihre große Lust am Leben überhaupt. Dann natürlich ihr besonderes Metier - die Malerei. Und deshalb nutzte die Malerin die meisten ihrer Lebensjahre dafür, Bilder zu malen. Eigentlich hat sie das schon immer getan, seit sie zurückdenken kann. Und sie malt heute immer noch, mit nicht nachlassender Energie.

Ihre aktuelle Ausstellung nun hat diesen, ihren 90. Geburtstag - den sie am 29. Dezember 2015 feiern wird - im Fokus. Das heißt, dass man seit dem 4. Dezember 2015 einen gewichtigen Ausschnitt ihres künstlerischen Lebenswerks im Foyer der Landesbühnen Sachsen besichtigen kann. Überwiegend zeigt die Ausstellung ihre in den sanften Aquarellfarben gemalten Bilder. Man findet aber ebenfalls Ölbilder und ein kleinen Teil an Kreidezeichnungen in der Exposition.

Lieselotte Finke Poser - die 1925 in Hessisch-Lichtenau (in der Nähe von Kassel) geboren wurde - studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und war im Anschluss daran viele Jahre als Illustratorin vorwiegend im wissenschaftlichen als auch im Buchbereich beschäftigt. Die heute 50-jährigen sind in ihrer Kindheit ganz sicher den wunderbaren Kinderbüchern begegnet, die von Lieselotte Finke-Poser illustriert wurden. "Beobachtungen am Wegesrand" nannte sich eines dieser Bücher und es erzählte in Text und vor allem im Bild von der Schönheit der Natur.

Seit 1953 lebt und arbeitet sie in Radebeul und gehörte 1979 hier zu den Mitbegründerinnen des anerkannten Radebeuler Grafikmarktes. In der reizvollen Landschaft von Radebeul bis Moritzburg wiederum hat die Malerin ein üppiges Betätigungsfeld gefunden. Daneben widmete sie sich aber auch immer mal wieder dem Porträt, malte Kinder, alte Menschen, christliche Symbolfiguren und anderes mehr.

Die aktuelle Ausstellung nun konzentriert sich vor allem auf Landschaften und Porträts. So zeigt sie eine "Abendstimmung"(1999), widmet den "Kopfweiden bei Serkowitz" ein Bild, hat den Dirigenten Kurt Masur in eindrucksvoller Gestik porträtiert und lässt es in ihrem Bild "Sturm" fast körperlich spürbar stürmen.

Die Schau ist bis zum 22. Januar 2016 während der Öffnungszeiten zu den Vorstellungen der Landesbühnen Sachsen zu besichtigen. Zudem gibt es gegenwärtig und noch bis zum 14. Januar 2016 im Café des Familienzentrums Radebeul, Altkötzschenbroda 20, eine zweite Ausstellung der Künstlerin unter dem Titel "Jung und Alt" zu sehen.

Werner Zimmermann

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