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„Zustände am Plossen gefährlich und unhaltbar“

Plossenkurve „Zustände am Plossen gefährlich und unhaltbar“

Am vergangenen Donnerstag luden der Meißener Landtagsabgeordnete Sebastian Scheel (Die Linke) sowie Stadt- und Kreisrat Andreas Graff (Die Linke) zu einer Ortsbegehung anlässlich des Problems Plossenkurve an der Staatsstraße S 177 ein.

Anwohner erklären den Teilnehmern am Brennpunkt, was sich in den letzten Monaten abspielte und warum sich dringend etwas ändern muss.

Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Meissen. Am vergangenen Donnerstag luden der Meißener Landtagsabgeordnete Sebastian Scheel (Die Linke) sowie Stadt- und Kreisrat Andreas Graff (Die Linke) zu einer Ortsbegehung anlässlich des Problems Plossenkurve an der Staatsstraße S 177 ein. Mit dabei waren neben Niederlassungsleiter des Landesamtes für Verkehr und Straßenbau (LaSuV), Holger Wohsmann, Bundestagsabgeordneter André Hahn (Die Linke)und stellvertretender Bürgermeister Markus Renner auch betroffene Anwohner.

Zentrales Thema des Rundganges, welcher über den kleinen Plossen hin zur Haarnadelkurve bis zum Goldacker und den Lämmerstufen führte, waren die Gefahren der engen Kurve und was dagegen in welchem Zeitraum getan werden kann. Im vergangenen Jahr musste der enge Streckenabschnitt oberhalb der S-Bahnstation „Meißen Altstadt“ immer wieder wegen liegengebliebener Lkw´s gesperrt werden. „Der Schwerlastverkehr auf der Staatsstraße hat dramatisch zugenommen. Jeder Laie kann erkennen, dass die Plossenkurve solchen Belastungen dauerhaft nicht standhalten kann. Durch die Fertigstellung der A 17 ist ein weiterer Anstieg zu befürchten.“ erklärt Scheel. So mancher Lkw habe es schon rückwärts um die Kurve versucht. 40-Tonnen-Sattelschlepper kämen nicht aneinander vorbei. Es sei nicht auszudenken, was passiert, wenn ein solches Fahrzeug den Hang hinabstürze – direkt auf die S-Bahnstation, gibt Andreas Graff zu denken.

Am Goldgrund angekommen, wartet bereits ein Anwohner, Dieter Figas auf die Gruppe. Eine große Sorge der Bewohner am Plossen ist, dass im Notfall Rettungsfahrzeuge und Feuerwehr den Einsatzort nicht erreichen. Schnell staut es sich an der Haarnadelkurve und dann weichen viele Autofahrer – auch Lkw-Fahrer – auf den Goldgrund aus. Doch ist dieser Weg viel zu schmal für beidseitigen Verkehr, auch der ein oder andere Lkw sei hier schon stecken geblieben. Dadurch staut es sich auch auf dem eigentlichen Schulweg sehr schnell und dann wird es schwer für Krankenwagen und Feuerwehr. Nicht nur das, auch die „Schulkinder sind hochgradig gefährdet“, erklärt Figas und deutet auf die enge Straße. Der Stadt sind die Probleme bekannt und auch Holger Wohsmann versucht, den Anwohnern Hoffnung zu machen. Er macht deutlich, dass die Plossenkurve dringend ausgebaut werden muss, doch das ginge nicht ohne Vollsperrung. Hier müsse ein Kompromiss für Anwohner und Verkehrsteilnehmer gefunden werden. Man habe in den letzten Monaten an Lösungsvorschlägen für alle Verkehrsteilnehmer gearbeitet und diese werden in den kommenden Monaten öffentlich ausgelegt. Wohsmann rechnet mit einer Bauzeit von etwa zwei Jahren, doch ehe mit dem Bau begonnen werden kann, dauere es noch ein paar Jahre. Frühestens 2019.

Das Landesamt hat mittlerweile das Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Dass die S177 weiterhin eine Hauptachse für den Verkehr bleiben wird, brauche man nicht „wegdiskutieren“, erklärt Wohsmann und auch Dieter Figas gibt sich mit den Neuigkeiten vorerst zufrieden. Ein kleiner Fortschritt ist die Beschilderung, welche im vergangenen Herbst angebracht wurde. Somit ist der Streckenabschnitt Plossenkurve für gekennzeichnete Kraftfahrzeuge mit geladenem Gefahrengut gesperrt und Lkw-Fahrer werden darauf hingewiesen, in den zweiten Gang zu schalten. Die Linksfraktion lässt auch nach der Begehung nicht locker: “Wir lassen uns die Fehlentscheidungen und das Ausweichen etwa des Wirtschaftsministeriums nicht länger gefallen. Wir fordern die Staatsregierung auf, sich mit den unerträglichen Zuständen zu beschäftigen und die Gefahren zu beseitigen.“, so Graff. Sie fordern eine Tonnagebegrenzung für den Güterverkehr im betroffenen Gebiet.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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