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Wasapark – Wohnen statt Gewerbe

Stadt will auf Nummer sicher gehen Wasapark – Wohnen statt Gewerbe

Die Tore des DDR-Museums haben sich bereits vor einiger Zeit geschlossen. Inzwischen steht ein Großteil des sechsgeschossigen Gebäudes an der Meißner Straße leer. Nun möchte die Stadt verhindern, dass sich potenzielle Investoren auf dem Gelände austoben.

Die Stadt hat Pläne mit den Gebäuden an der Meißner Straße.

Quelle: Jürgen-M.Schulter

Radebeul. Die Tore des DDR-Museums haben sich bereits vor einiger Zeit geschlossen. Inzwischen steht ein Großteil des sechsgeschossigen Gebäudes an der Meißner Straße leer. Nun möchte die Stadt verhindern, dass sich potenzielle Investoren auf dem Gelände austoben und womöglich großflächiges Gewerbe oder beispielsweise ein Altenheim errichten. Geplant ist ein Wohnareal mit dreigeschossigen Häusern.

Die Aufstellung eines Bebauungsplanes wurde im Stadtrat am 15. März mit einer Gegenstimme und drei Enthaltungen beschlossen. Doch das bedeutet nicht, dass die jetzigen übrig gebliebenen Büros ausziehen müssen. Auch wenn sich neue Interessenten für Büroanmietungen finden, ist dies möglich. „Die Bürogebäude haben Bestandsschutz“ heißt es in der Beschlussvorlage. Eine andere Nutzung der Gebäude wird somit allerdings ausgeschlossen.

Investoren können nicht machen, was sie wollen

Das Gebäude mit sechs Etagen wurde in den 70er Jahren für einen Projektierungsbetrieb gebaut und schließlich für verschiedene Büros und das DDR-Museum „Zeitreise“ genutzt. Es handelt sich um drei etwa 88 Meter lange und 21 Meter hohe Gebäude, welche für die Stadt einen „deutlichen Fremdkörper im Stadtgefüge“ darstellen, zu vergleichen mit dem ehemaligen Glasinvest-Gebäude. Eine erneute wilde Bebauung des Areals soll also verhindert werden. „Wenn ein potenzieller Investor ein Altenheim errichten möchte, ist dies aufgrund des Bebauungsplanes nicht möglich. Somit kann sich auch kein großflächiger Einzelhandel oder ähnliches ansiedeln“, erklärt Baubürgermeister Jörg Müller. Jeder, der sich für ein Grundstück im Wasapark-Areal interessiere, könne sich an dem Bebauungsplan orientieren.

Aus einer Sackgasse soll eine Durchfahrtsstraße werden

Die Prämissen der Stadtentwicklung werden mit dem Bebauungsplan vorgegeben und nach einem Abriss der Gebäude soll das Areal neu bebaut werden. Ein Wohnstandort ist der Wunsch der Stadt. Außerdem soll aus der Sackgasse der Riesestraße eine Durchfahrtsstraße zur Meißner Straße werden. Auch ein öffentlicher Parkplatz für Busse und Pkw soll im Gebiet entstehen.

Die SPD-Fraktion im Stadtrat befürwortet das Vorhaben und bezeichnet es als „kluge Vorsorge“, auch wenn nach wie vor unklar sei, wann die Bürogebäude fallen. Auch die FDP-Fraktion lobt die Pläne. Die Stadt werde dadurch attraktiver. Das Vorhaben, die Riesestraße bis zur Meißner Straße zu führen, wurde unterstützt, es sei eine notwendige Entlastung für die Riesestraße. Die Fraktion Die Linke hatte einen Wermutstropfen zu beklagen. Durch die Pläne würde ihr Bürgerbüro auf der Wasastraße 50 liquidiert werden.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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