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Verjüngungskur für "Alte Post" in Pirna-Copitz

Hoher Förderzuschuss Verjüngungskur für "Alte Post" in Pirna-Copitz

Die Städtische Wohnungsgesellschaft Pirna (WGP) möchte wieder Leben ans obere Ende der Hauptstraße in Copitz bringen. Das Wohnungsunternehmen plant, im kommenden Jahr das Gebäudeensemble mit der "Alten Post" an der Ecke zur Leglerstraße zu sanieren.

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In das Eckgebäude der ehemaligen Post in Copitz sollen im Herbst 2017 neue Bewohner einziehen.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Die Städtische Wohnungsgesellschaft Pirna (WGP) möchte wieder Leben ans obere Ende der Hauptstraße in Copitz bringen. Das Wohnungsunternehmen plant, im kommenden Jahr das Gebäudeensemble mit der "Alten Post" an der Ecke zur Leglerstraße zu sanieren. "Das Sanierungsvorhaben hat einen Umfang in Höhe von zirka 2,5 Millionen Euro und ist das größte der WGP seit 15 Jahren", teilt WGP-Sprecher Sören Sander mit.

Das Wohnhaus Hauptstraße 18c und das Wohn- und Geschäftshaus Leglerstraße 1 stammen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. "Sie wurden bisher noch nicht grundhaft saniert", informiert Sander. Mit der Instandsetzung entstehen in dem Gebäudekomplex zehn Zwei-Raum-, drei Vier-Raum-Wohnungen sowie eine Fünf-Raum-Wohnung. Im Erdgeschoss wird eine Gewerbeeinheit gebaut. "Jede Wohnung bekommt einen Balkon", berichtet Sander. Im Innenhof werden den künftigen Bewohnern Stellplätze zur Verfügung gestellt. Die Sanierungsarbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen. Die Fertigstellung ist für Herbst 2017 geplant.

Das Vorhaben stößt nicht nur auf Gegenliebe. "Wir haben nichts gegen das Projekt an sich, wir finden nur die Fördersumme exorbitant hoch", moniert Stadtrat Wolfgang Heinrich (Pirnaer Bürgerinitiativen). Knapp 1,4 Millionen Euro und damit über die Hälfte der Investitionskosten fließen aus dem Fördertopf des Sanierungsgebietes Alt-Copitz. Heinrich kritisiert, dass von der vom Stadtrat verabschiedeten Förderrichtlinie abgewichen werde. "Eine Kostenerstattungsberechnung, die sonst immer die Grundlage bildet, wurde nicht vorgelegt", so Heinrich. Bei einer konsequenten Anwendung der gültigen städtischen Richtlinie hätte das Projekt nach seiner Berechnung nur rund ein Drittel der jetzt beschlossenen Förderung als Zuschuss bekommen dürfen. Auf Missfallen stößt bei der PBI-Fraktion auch die Art und Weise, wie der Beschluss durch den Stadtrat gepeitscht wurde. "Die übliche Vorberatung wurde erst unmittelbar vor der Stadtratssitzung durchgeführt", so Heinrich.

Die Stadtverwaltung verweist auf die Bedeutung des Gebäudekomplexes. "Insbesondere das imposante Eckgebäude (ehemals Post) ist nicht nur als Kulturdenkmal bedeutend, sondern erfüllt eine städtebaulich dominante Funktion in der nördlichen Eingangssituation der Hauptstraße", heißt es in der Begründung der Beschlussvorlage.

Bisher hätten sich Privateigentümer bei Instandsetzungsvorhaben im Sanierungsgebiet sehr zurückgehalten. "Die Stadt erhofft sich durch die Realisierung dieser Maßnahme eine Initialzündung für weitere Eigentümer, vor allem der Hauptstraßengrundstücke", so die Verwaltung. Sie verspricht sich eine Belebung der Hauptmagistrale in Pirna-Copitz durch den Zuzug neuer Mieter, die die Einzelhandelsgeschäfte aufgrund der schnellen und kurzen Wege künftig aufsuchen werden.

Ursprünglich sollte in dem Gebiet nur die Sanierung der Außenfassaden unterstützt werden. Ein Zuschuss dafür würde aber bei Gebäuden mit erheblicher Kubatur und historischer Bausubstanz nicht ausreichend sein, um die Gesamtfinanzierung zu stemmen, was laut der Verwaltung die Erfahrung zeigt. Deshalb wendet sie für das Gebäudeensemble die Förderungsvorschriften der Altstadtsanierung an.

Silvio Kuhnert

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