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Unterschriften gegen Ausbau am Plossen

Unterschriftenaktion Unterschriften gegen Ausbau am Plossen

Die Plossenkurve in Meißen bereitet vielen Menschen Sorgen. Die einen wollen eine breitere Kurve, damit Lkws und Schwerlasttransporte besser den Berg hinauf kommen. Die anderen, und das sind vor allem die Anwohner, wollen gar keine Schwerlasttransporte am Plossen sehen.

Stadtrat Andreas Graff (Die Linke) versteht die Sorgen der Bürger, er wohnt selbst am Plossen und beschäftigt sich mit dem Thema intensiv.

Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Meissen.  Die Plossenkurve in Meißen bereitet vielen Menschen Sorgen. Die einen wollen eine breitere Kurve, damit Lkws und Schwerlasttransporte besser den Berg hinauf kommen. Die anderen, und das sind vor allem die Anwohner, wollen gar keine Schwerlasttransporte am Plossen sehen. Und Umleitungsstrecken, welche im Fall eines Ausbaus nötig werden, schon gar nicht. Um die aktuellen Pläne des Ausbaus zu verhindern, setzt sich nun die im April gegründete Bürgerinitiative „Bürger für Meißen – Meißen kann mehr“ gemeinsam mit Anwohnern ein und will Unterschriften für einen Einspruch sammeln. Denn der Ausbau der Haarnadelkurve an der S 177 befindet sich bereits im Planfeststellungsverfahren. Die Unterlagen konnten vom 27. Februar bis zum 27. März eingesehen werden. Maßnahmen und Untersuchungen hinsichtlich Naturschutz mussten allerdings nachgeholt und ergänzt werden. Diese betreffen die Auswirkungen des Bauvorhabens auf die Umwelt.

Die Unterlagen wurden überarbeitet und liegen seit dem 26. Juni bis einschließlich 26. Juli 2017 erneut in der Stadtverwaltung Meißen, Bürgerbüro, Sitz Burgstraße 32, 01662 Meißen, während der Öffnungszeiten (Montag, Freitag und Samstag 9 - 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag 9 – 18 Uhr, Mittwoch geschlossen) zur Einsicht aus. Das bedeutet gleichzeitig auch, dass weiterhin Einspruch gegen die Pläne erhoben werden kann. Genau diese Möglichkeit nutzt nun die Initiative. Am 12. Juli trafen sich Initiatoren und Anwohner an der Rosengasse 7, um über das Bauvorhaben zu diskutieren. Denn vor allem die Anwohner sind alles andere als glücklich mit den Plänen von Stadt und Land. Inzwischen ist nämlich von einer Umleitungsstrecke durch den Schlosspark Siebeneichen die Rede. Mitten durch ein Naturschutzgebiet. Eine geteerte und ausgebaute Straße sei eines von vier Szenarien in der Planfeststellung, erklärt Walter Hannot, Mitbegründer der Bürgerinitiative. Für einen Anwohner aus Siebeneichen werde damit die „Arroganz der Stadt gegenüber den örtlichen Erholungsgebieten einmal mehr deutlich“. Eisvögel und Milane brüten dort, erklärt er. Außerdem sei auch die Hufeisennase dort heimisch und ziehe ihren Nachwuchs groß. Die durch die Dresdner Waldschlösschenbrücke bekannt gewordene Fledermausart könnte ein Hoffnungsschimmer sein, die Straße durch Siebeneichen zu verhindern.

Doch die Umleitungsstrecke ist nicht die einzige Sorge. Die Initiative will sich dafür einsetzen, dass der Plossen zwar ausgebaut wird, aber in geringerem Maße als geplant. Mehr als 11 Meter breit soll die neue Kurve werden, einschließlich Fußweg. Dann wäre unter anderem genug Platz für Schwerlasttransporte von Wilsdruff kommend, welche sich dann zum ohnehin schon staugeplagten Neumarkt schlängeln würden. Eine neue Planung muss her, am besten von einem anderen Planungsbüro, da sind sich alle Anwesenden einig.

Nun werden fleißig Unterschriften gesammelt, um diese dann fristgerecht als Einspruch gegen das Planfeststellungsverfahren einreichen zu können. Die Listen dafür liegen jeweils samstags zwischen 12 und 15 Uhr am 15., 22. und 29. Juli im Rittergut, Siebeneichen 4, aus und können unterschrieben werden. Wer selbst Unterschriften sammeln möchte, kann eine Mail an kontakt@buerger-meissen.de schreiben und die Liste anfordern. Doch auch das Ende der Frist führt zu Stirnrunzeln. Im Meißner Juni-Amtsblatt ist der 9. August aufgeführt. Schaut man jedoch auf die Internetseite der Landesdirektion Sachsen, findet man den 28. August. Das Datum wurde nachträglich korrigiert, doch darüber habe es keinerlei Informationen für Medien und Bürger seitens der Stadt gegeben, kritisiert Andreas Graff (Die Linke), übrigens einziger Anwesender aus dem Meißner Stadtrat. Andere Teilnehmer der Diskussionsrunde kritisieren den Zeitpunkt der Auslegung pünktlich in den Sommerferien. Nun soll aber bis zum 28. August fleißig gesammelt werden, da sind sich alle einig.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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