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Tom Pauls hat ein Buch über Lene Voigt verfasst

Hommage Tom Pauls hat ein Buch über Lene Voigt verfasst

Sechs Jahre war Tom Pauls alt, als er zum ersten Mal Texte von Lene Voigt hörte, rezitiert von den Großeltern auf einer Geburtstagsfeier. Eine Begegnung mit Folgen. Voigt ließ ihn nicht mehr los. Bald erscheint eine gemeinsam mit Peter Ufer verfasste und „Meine Lene“ betitelte Hommage an Voigt.

Tom Pauls hat ein Buch über Lene Voigt verfasst und ist auch sonst umtriebig

Quelle: Tom Pauls

Pirna. Sechs Jahre war Tom Pauls alt, als er zum ersten Mal Texte von Lene Voigt hörte, rezitiert von den Großeltern auf einer Geburtstagsfeier. Eine Begegnung mit Folgen. Voigt ließ ihn nicht mehr los, der Schauspieler verdankt der Dichterin seine beliebteste Figur: die fischilante wie renitente Rentnerin Ilse Bähnert. Bald erscheint eine gemeinsam mit Peter Ufer verfasste und „Meine Lene“ betitelte Hommage an Voigt, die am 19. November, 18 Uhr, im Tom Pauls Theater in Pirna vorgestellt wird. Die 250 Seiten umfassende und im Aufbau Verlag publizierte Biografie über das „hochtragische Leben“ Voigts sei „auch eine Liebeserklärung an den sächsischen Humor“ und gebe zudem Auskunft über die Frage aller Fragen: „Wie ist der Sachse?“ Wie Tom Pauls erklärt, erfülle die persönliche Annäherung wissenschaftlichen Kriterien, es gebe aber auch fiktive Passagen, etwa über ein Treffen Voigts mit Erich Kästner bei der „Neuen Leipziger Zeitung“. Der Fantasie entsprungen ist auch die Schilderung einer Begegnung zwischen Ernst Thälmann und Lene Voigt, die 1922 in die KPD eintrat.

Pauls hat eineinhalb Jahre an dem Buch gearbeitet. Die Recherche war intensiv, sowohl Archivmaterial als auch Krankenakten und Originaltexte mussten gesichtet werden, Wohn- und Arbeitsorte besucht werden. Bei der gemeinsamen Spurensuche mit Peter Ufer wurde so manche Entdeckung gemacht, so hat man ein Foto gefunden, das Voigt, von der nur 25 Bilder überliefert sind, im Alter von zwei Jahren zeigt. Um das von der Ilse-Bähnert-Stiftung initiierte Buchprojekt zu einem glücklichen Ende zu bringen, wurden ein Stifterbrief und eine Fördermedaille aufgelegt. Auf dem exklusiv für die Aktion gestalteten Stifterbrief prangt das illustrierte Lene-Voigt-Gedicht „De Gogosbalme“, dem „absoluten Lieblingsgedicht“ Pauls’ von Voigt. Die limitierte Erstauflage beträgt 200 Exemplare, jedes wird von Tom Pauls signiert. Mindestens 100 Euro muss man aber springen lassen, um dieses Zeugnis eigenen Mäzenatentums mit nach Hause tragen zu können. Und auch auf den Pass zur Fördermedaille „Lene Voigt“, die es bereits ab einer Spende von 50 Euro gibt, setzt Pauls seinen „Friedrich Wilhelm“ drunter.

Nebeneffekt des Buchprojekts: Bald wird im Tom Pauls Theater eine Ausstellung zu Leben und Wirken Voigts gezeigt, wobei auch Raritäten wie Original-Handschriften oder Bücher aus alter Zeit zu sehen sind. Die Laufzeit beträgt ein halbes Jahr – mindestens, denn „uns drängt ja keiner“, wie Paul mitteilte.

Auch sonst ist der Mime umtriebig. So beglückt er seine große Fangemeinde im Dezember mit einer ganz eigenen Version von Friedrich Wolfs „Die Weihnachtsgans Auguste“. Pauls erzählt diesen amüsanten Weihnachts-„Glassiger“ und schlüpft dabei in sämtliche Rollen, lässt die Haushälterin sächseln und die Dame des Hauses im unverwechselbaren hanseatischen Zungenschlag snacken. Musikalisch untermalt wird die Geschichte vom Freddie-Ommitzsch-Studio-Ensemble. Nun sind zwar derzeit alle Veranstaltungen mit Tom Pauls ausverkauft, aber am 11. November kann man dann wieder Karten für Auftritte irgendwann zwischen Januar und Juli 2018 ordern.

Ausnahme von der Regel: Für die Benefizveranstaltung „Sächsische und andere Variationen zur Weihnacht“ gibt es noch Karten – geht diese doch am 4. Dezember in der deutlich größeren Pirnaer Marienkirche vonstatten. Pauls wird vom Ex-Hofkirchenorganisten Thomas Lennartz an der Orgel begleitet, der Erlös soll der „Barock-Kirche“ in Reinhardtsdorf zugute kommen, denn diese benötigt dringend ein neues Dach.

Noch etwas Luft nach oben herrscht auch beim Vorverkauf für allerlei Gastspiele – dabei findet sich auch hier einiges, was man sich nicht entgehen lassen sollte. So schaut am 20. Oktober Michael Krebs vorbei. Mittlerweile füllt der Kabarettist große Hallen, aber er hält dem Tom-Pauls-Theater die Treue.

Von Christian Ruf

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