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Teichwirtschaft rechnet mit weniger Karpfen, gefeiert wird das Abfischen aber trotzdem

Moritzburg Teichwirtschaft rechnet mit weniger Karpfen, gefeiert wird das Abfischen aber trotzdem

Gefräßige Kormorane machen der Teichwirtschaft Moritzburg zu schaffen, sorgen mit etwa 150 Tonnen Fisch, die in diesem Jahr als Ausbeute aus den Moritzburger Teichen erwartete werden, eher für ein maues Ergebnis. Dennoch wird gefeiert: Am 29. und 30. Oktober lädt Moritzburg zum Fisch- und Waldfest an den Schlossteich.

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Laden zum Fisch- und Waldfest nach Moritzburg: Falk Hermann und Henry Lindner von der Teichwirtschaft, Gundula Bleul und Forstbezirksleiter Markus Biernath (v.l.).

Quelle: Uwe Hofmann

Moritzburg. „Unser Freund der Kormoran“ nennt Henry Lindner zwar den gefiederten Fischräuber. Freunde werden der Vogel und der Geschäftsführer der Teichwirtschaft Moritzburg aber wohl nicht. Statt der 170 bis 180 Tonnen Fisch, die in einem Durchschnittsjahr aus den 25 Himmelsteichen rings um Moritzburg gefischt werden können, sobald im Herbst das Wasser aus ihnen abgelassen wird, werden es in diesem Jahr wohl nur 150 Tonnen sein.

Schuld daran habe der Kormoran, sagt Lindner. Weniger, weil er sich in den Moritzburger Teichen bedient, wo ihn inzwischen drei mit Jagdscheinen ausgestattete Mitarbeiter der Teichwirtschaft auf die Pelle rücken, sondern weil er sich zu sehr bei Zulieferern des Bärnsdorfer Unternehmens bedient hat. „Wir hatte im Frühjahr nicht genügend Satzfische“, sagt Lindner. Kormorane hätten sich zu viele der noch jungen Karpfen geschnappt, die zwischen 30 Gramm und einem Pfund auf die Waage bringen und deshalb genau in das Jagdschema des Fischräubers passen.

Eineinhalb bis zwei Kilogramm schwere Karpfen werden derzeit aus den Moritzburger Teichen geholt, aus einigen trotz eines einigermaßen günstigen Wetterjahres auch kleinere Exemplare. Ende des Monats wird man auch den Schlossteich abfischen. Dort schwimmen auch 3,5 bis vier Kilogramm schwere Karpfen, die man im vergangenen Jahr nicht herausgefischt hat und die deswegen einen vierten Sommer erleben durften. 25 Tonnen Fisch werde man wohl aus dem Schlossteich holen, sagt Lindner – es ist der Anlass für das Fisch- und Waldfest Moritzburg, das während der Fischzüge am 29. und 30. Oktober gefeiert wird und zu dem seit Jahren stabil 30 000 Besucher kommen, wie einer der Mitorganisatoren, der Schauspieler und Moderator Alf Mahlo, sagt. Er verspricht ein „handgemachtes Landfest“, bei dem man keine großen Experimente nötig habe.

Es wird also neben den täglich vier Fischzügen allerhand Bewährtes rings um den Schlossteich zu erleben sein. Neu ist eine Art formale Eröffnung am Sonnabend, 14 Uhr mit Fischkönigin und Aschenbrödel auf der Schlossterrasse geplant ist. Damit wolle man auf die barocke Tradition des Ortes verweisen, sagt Mahlo. Bei der Gelegenheit wird auch ein 30-Liter-Bierfass von Sponsor Meißner Schwerter angestochen, für Kinder solle es Überraschungen geben. Diejenigen, die der Weggang des Falkners Hans-Peter Schaafs aus dem Wildgehege Moritzburg schmerzt, haben darüber hinaus Gelegenheit für ein Wiedersehen. Er bietet zwei Mal am Tag eine Greifvogelshow auf der Nordseite des Schlossparks.

Ansonsten setzt man auf die bewährten Schwerpunkte: Das Festzelt auf dem Parkplatz Kalkreuther Straße, wo sich Koch Daniel Fischer mit Ernährungsfachmann Eric Osselmann Verstärkung fürs Schaukochen gesucht hat. Frisch gefangener Fisch wird dort verkauft, 15.30 Uhr sogar von Alf Mahlo zugunsten des SOS-Kinderdorfs Steinbach versteigert. Die Ebenfalls dort angebotene Fischsuppe können Besucher erstmals in eigens angeschafften Dosen nach Hause tragen.

Auf dem Schlossparkplatz steigt dagegen das Waldfest, wo der Sachsenforst über die Jagd aufklärt. Beim Publikum besonders gefragt sind dort die Pilzberatung und eine Jagdhundevorführung. Dazwischen ist eine Marktmeile mit mehr als 100 Buden entlang der Meißner Straße geplant sowie das Lagerfeuer am Rüdenhof. Auf dem Schlossdamm sind zudem die Stelzenläufer „Titania und Oberon“ unterwegs.

Von Uwe Hofmann

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