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Straße zwischen Hohnstein und Bad Schandau ab 2. Juni wieder befahrbar

Nach fast einjähriger Sperrung der „Sense“ Straße zwischen Hohnstein und Bad Schandau ab 2. Juni wieder befahrbar

Auf der als „Sense“ bekannten Straße zwischen Hohnstein und Bad Schandau kann ab Freitagabend wieder der Verkehr rollen. Nach fast einjähriger Sperrung sind die Schäden beseitigt – allerdings nur provisorisch.

Mit Hochdruck wird an der Wiederherstellung der provisorischen Befahrbarkeit der „Sense“ gearbeitet. Zu Pfingsten soll der Verkehr wieder rollen können.

Quelle: Peter Weckbrodt

Hohnstein/Bad Schandau. „Endlich, aber weshalb ging das nicht deutlich eher?“ – so kommentierten Goßdorfer Bürger die Nachricht, dass am kommenden Freitag um 18 Uhr nach nahezu fast einjähriger Sperrung die als „Sense“ bekannte Kreisstraße zwischen Hohnstein und Bad Schandau wieder für den Verkehr freigegeben wird. Insgesamt 27 Stellen mit Straßenschäden, davon sieben mit großem Umfang, – alle zwischen der Brücke in Porschdorf und der fast vier Kilometer weiter oben befindlichen „Grundmühle“ – können bis dahin wieder befahrbar gemacht werden, allerdings vorerst nur provisorisch. Es wird einen einseitig gesperrten Abschnitt mit einer Ampelregelung geben. Doch diese Einschränkungen sind für die Einwohner von Hohnstein wie auch der Hohnsteiner Ortsteile Goßdorf, Waitzdorf, Lohsdorf und Ehrenberg zweifellos hinnehmbar, mussten sie doch ein ganzes Jahr erhebliche Umleitungsstrecken fahren, um beispielsweise nach Bad Schandau zu gelangen. „Auch für den Tourismus sowie für Gewerbetreibende habe sich die anhaltende Straßensperrung als ein spürbares Hindernis erwiesen“, erklärte Hohnsteins Bürgermeister Daniel Brade (SPD).

Die Kosten für das nun wirksam werdende Provisorium betragen rund 200000 Euro. Ursprünglich sollten die Arbeiten bis Mitte Mai abgeschlossen sein. Mit Rücksicht auf den besonderen Schutz von Fischen im Bachlauf neben der Straße konnten die Arbeiten aber erst mit Verzögerung im Frühjahr beginnen.

Generell zu beachten sei, so Heiko Weigel (CDU), Vize-Landrat und Beigeordneter für den Geschäftsbereich Bau und Umwelt im Landratsamt Pirna, gegenüber DNN, dass der beim Hochwasser am 26. Juni 2016 zerstörte Abschnitt der Kreisstraße im Nationalpark Sächsische Schweiz sowie in weiteren hochwertigen Schutzzonen liege. Das hat zur Folge, dass alle Baumaßnahmen hohen Umwelt- und Naturschutzauflagen unterworfen sind. So dürfe es in dem neben der Straße befindlichen Gewässer keine Eingriffe in den sich natürlich ausgebildeten Bachverlauf geben, auch wenn sich dies als eine naheliegende Lösung zunächst anbiete, führte Weigel weiter aus.

Was das konkret an der „Sense“ für die Bauplanung und -durchführung bedeutet, davon konnte sich am Montag eine große Runde – bestehend aus Vertretern des Petitionsausschusses des Sächsischen Landtages, des sächsischen Verkehrsministeriums, des Landratsamtes, der Gemeinden und den Vertretern einer Bürgerinitiative – vor Ort ein Bild machen. Ausgangspunkt war eine von Goßdorfer Bürgern im Dezember 2016 an das Landesparlament gerichtete Petition mit 1770 Unterschriften. Diese wird im Eilverfahren behandelt.

Weigel erklärte auf DNN-Anfrage, dass er für September mit dem Abschluss der Planung der Gesamtsanierung rechne. Erst dann werde der Fördermittelantrag mit dem Ziel gestellt, im April 2018 mit dem Bau der Straße beginnen zu können. Derzeit wird mit Kosten in Höhe von 6,6 Millionen Euro gerechnet, davon könnten 80 bis 90 Prozent gefördert werden. Wie eine Vertreterin des sächsischen Verkehrs- und Wirtschaftsministeriums bestätigte, werde in Dresden bereits dringend auf den Fördermittelantrag gewartet. Das Ministerium würde einer Förderung durch das Land positiv gegenüberstehen, hieß es auf dem Vor-Ort-Termin.

Von Peter Weckbrodt

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