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Stadt Pirna und SEP schmieden Pläne zur Sanierung der Gebäude Breite Straße 4, 6 und 8

Sozialwohnungen überm Biomarkt Stadt Pirna und SEP schmieden Pläne zur Sanierung der Gebäude Breite Straße 4, 6 und 8

Ein weiterer Schandfleck aus Pirnas Innenstadt soll verschwinden. Seit Jahren fristen die drei Häuser Breite Straße 4, 6 und 8 ein trostloses Dasein und sind dem Verfall preisgegeben. Am Nachbarhaus, dem Eckgebäude zur Bundesstraße, laufen seit Sommer diesen Jahres bereits die Sanierungsarbeiten.

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Desolater Zustand: seit rund 20 Jahren sind die Gebäude dem Verfall preisgegeben.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. In die ehemalige Posthalterei möchte die Stadtentwicklungsgesellschaft Pirna (SEP) mit ihrer Geschäftsstelle einziehen. Das städtische Tochterunternehmen will nun auch die Nachbarruinen einer neuen Bestimmung zuführen.

Wie aus einer Beschlussvorlage des Stadtrates hervorgeht, sollen die drei Häuser saniert werden. Im Erdgeschoss entsteht eine die Grundstücke übergreifende Gewerbeeinheit mit Anbau. Als künftiger Mieter hat die Kette Denn's Biomarkt Interesse angemeldet. In den Obergeschossen sind Sozialwohnungen geplant. 20 Stück an der Zahl, wie aus den Grundrisszeichnungen für die drei Geschosse hervorgeht. "Die Sozialwohnungen sollen dem Landkreis als zuständige Behörde als Flüchtlingswohnungen angeboten werden", informiert die Stadtverwaltung. Rund 2,9 Millionen Euro muss laut Kostenschätzung in das Flottmachen der drei Objekte investiert werden.

SEP-Geschäftsführer Christian Flörke hält sich zu dem Projekt noch bedeckt und steht erst Mitte Dezember für weitere Auskünfte bereit. Denn am 16. Dezember tagt erst der Aufsichtsrat der Stadtentwicklungsgesellschaft. Von dessen Segen hängt es ab, ob die Investition in Angriff genommen wird. Am Abend zuvor kommt der Stadtrat im Rathaus zusammen und er soll über einen wichtigen Baustein der Finanzierung entscheiden.

Die Verwaltung möchte das Vorhaben mit 733 500 Euro an Städtebaufördermitteln unterstützen. Ob dies auch funktioniert, hängt vom Freistaat ab. Über einen Sonderfördertopf bekommt die Stadt einen einhundertprozentigen Zuschuss für die Sanierung des alten Posthofes. Nach Fertigstellung wird das Objekt an die SEP verkauft. Der Kaufpreis von 520 000 Euro soll dann als Förderung in die Sanierung der Nachbarhäuser Breite Straße 4,m6 und 8 fließen. Den kommunalen Eigenanteil der Städtebauförderung möchte die Verwaltung über einen Zuschuss aus dem Förderprogramm für Flüchtlingswohnungen ersetzen. Ein Förderantrag muss spätestens Ende des Jahres beim Landratsamt gestellt werden.

Die Stadt wirbt für die Instandsetzung und Modernisierung des Gebäudeensembles. "Das Vorhaben selbst ist sowohl für das Erscheinungsbild der Breiten Straße als auch die Erhaltung der historischen Bebauung wünschenswert", heißt es in der Beschlussbegründung. Die Objekte stehen unter Denkmalschutz. "Bedauerlicherweise ist es in den vergangenen 20 Jahren nicht gelungen, den vorhergehenden Eigentümer der Grundstücke zu bewegen, unter Einsatz von Städtebaufördermitteln eine Sanierung der Gebäude in Angriff zu nehmen", so die Verwaltung weiter. Im vergangenen Jahr hat die SEP die Häuser erworben.

silvio kuhnert

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