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Stadt Pirna startet mit „Pesta“-Sanierung

Copitzer Oberschule Stadt Pirna startet mit „Pesta“-Sanierung

Die 129 Jahre alte Pestalozzi-Oberschule in Pirna-Copitz erfährt die erste umfassende Sanierung in ihrer Geschichte. Der Startschuss dafür ist am Donnerstag gefallen. Das Schulgebäude wird zudem in den kommenden Jahren wachsen.

Die Visualisierung zeigt den Anbau, der an der Westseite der Pestalozzi-Oberschule an der Schulstraße in Pirna entsteht.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Für die Sanierung und Erweiterung der Pestalozzi-Oberschule ist im Pirnaer Stadtteil Copitz der Startschuss gefallen. „Es ist unser größtes Projekt in den nächsten Jahren“, sagte OB Klaus-Peter Hanke (parteilos), bevor er mit einer Schippe zum symbolischen Spatenstich ansetzte. Reichlich 13,1 Millionen Euro kostet das Vorhaben, das im Laufe des Jahres 2020 beendet sein soll.

Zunächst wird das Baufeld für den Anbau vorbereitet. Damit dieser künftig auf festen Füßen steht, ist eine Tiefengründung mit Bohrpfählen erforderlich. „Die Erdschichten sind hier nicht so tragfähig, dass wir mit einem einfachen Fundament zurecht gekommen wären“, berichtete Steffen Köhler, Fachgruppenleiter Schule und Soziales im Pirnaer Rathaus. Daher müssen Pfähle bis zu neun Meter in die Tiefe gerammt werden.

Im Anschluss wächst der Anbau über vier Etagen in die Höhe. Er beherbergt künftig eine neue Ein-Feld-Sporthalle sowie die Fachkabinette für Informatik, Musik, Kunst, Chemie, Biologie und Physik. Der Anbau entsteht an der Westseite des 129 Jahre alten Schulgebäudes und ist mit einem Übergang mit diesem verbunden. Hinzukommt noch ein Fahrstuhl, wodurch alle Stockwerke des Neu- sowie des Altbaus barrierefrei zu erreichen sind. Im Mai 2018 soll der Rohbau stehen.

Wenige Wochen später ziehen die Schüler aus der Copitzer Oberschule aus. Für zwei Schuljahre lernen sie in der Innenstadt, im Schulhaus an der Nicolaistraße. In dieser Zeit wird die „Pesta“ grundlegend saniert. Es ist die erste umfassende Sanierung des 1888 eingeweihten Gebäudes.

Eine Frischekur erhält auch die jetzige Turnhalle. Bei ihr handelt es sich eigentlich um einen Saalbau mit Bühne aus den 1950er Jahren. Das Gebäude wird multifunktional. Es dient nach der Instandsetzung als Mensa und Sportraum. Durch eine flexible Trennwand können beide Bereiche zu einer Aula mit Bühne vereint werden.

Das rund 13,1 Millionen Euro teure Projekt kann die Stadt nur mit Hilfe von Fördermitteln stemmen. Rund 6,23 Millionen Euro stammen aus dem Stadtsanierungsprogramm für „Alt-Copitz“. Über 2,1 Millionen fließen aus dem Investitionsprogramm „Brücken in die Zukunft“. Den Fördermittelbescheid hat die Stadt am Donnerstag erhalten. Des Weiteren kommen 446000 Euro aus der Investitionspauschale für 2017 zum Einsatz. Der Rest, immerhin noch 4,3 Millionen Euro, sind Eigenmittel der Stadt.

Rund 350 Jugendliche besuchen derzeit die Pestalozzi-Oberschule. Ihre Zahl wird wachsen. Nach der Sanierung und Erweiterung haben am Standort 420 Schüler Platz. Perspektivisch ist mit drei Klassen pro Jahrgang zu rechnen. Denn Pirna erfährt einen steigenden Zuzug. In diesem Jahr gibt es bis jetzt bereits rund 800 Neu-Pirnaer. Es sind vor allem Familien mit Kindern, die in die Stadt ziehen.

Von Silvio Kuhnert

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