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Stadt Pirna plant ein Haus für Schüler und Vereine

Gebäude Nicolaistraße 3 Stadt Pirna plant ein Haus für Schüler und Vereine

Die Stadt Pirna möchte das Schulgebäude an der Nicolaistraße ab 2020 sanieren. Danach sollen auch Vereine in das Haus einziehen. Damit blickt jedoch das Jugend-, Kultur- und Vereinshaus Hanno in eine ungewisse Zukunft.

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Nach der Sanierung soll das Schulhaus auch Vereine beherbergen.

Quelle: Foto: Archiv

Pirna. Die Stadt Pirna möchte das Schulgebäude an der Nicolaistraße sanieren und sucht dafür eine neue Nutzung. Zurzeit befindet sich in Teilen des Hauses die Evangelische Grundschule. Wenn alles nach Plan läuft, ziehen die Schüler im nächsten Jahr ins Evangelische Schulzentrum, was gegenwärtig an der Rottwerndorfer Straße entsteht. Dann steht das einstige Schulhaus des Schiller-Gymnasiums in der Innenstadt leer. Dabei soll es aber nicht lange bleiben.

Erst einmal nutzen die Pestalozzi-Oberschüler die Klassenräume für eine Interimszeit, während ihre Copitzer Schule saniert wird. „Sie ziehen im Sommer 2018 für zwei Jahre ein“, informierte Hochbauamtsleiterin Anke Oettmeier auf der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses. Danach soll das Objekt an der Nicolaistraße ein „flexibles Gebäude“ werden, „wo wir Grundschule, Hort und Vereine unterbringen können“, führte Oettmeier weiter aus.

Wer von den dreien welche Etage und wie viele Zimmer bekommen soll, steht noch nicht fest. Aber Fakt ist, dass der Hort an der Lessing-Grundschule schon jetzt aus allen Nähten platzt. Und die Zahl der Grundschüler nimmt in der Stadt weiter zu. „Wir haben steigende Kinderzahlen durch Zuzug“, sagte Baubürgermeister Eckhard Lang (parteilos). So gibt es sowohl an der Grundschule in der Innenstadt als auch an der im Stadtteil Copitz im kommenden Schuljahr jeweils vier erste Klassen.

Derzeit hat die Stadt noch keine große Not mit der Unterbringung ihrer ABC-Schützen. Aber sie will für die Zukunft gewappnet sein, wenn ihre Zahl weiter wächst. „Wir werden das Gebäude so sanieren, dass wir gegebenenfalls ein weiteres Schulgebäude zur Verfügung haben“, sagte Lang. Nach einer ersten groben Schätzung rechnet die Verwaltung mit Baukosten von rund 5,4 Millionen Euro.

Die bauliche Umsetzung des Sanierungsvorhabens ist von 2020 bis 2022 vorgesehen. Zwischenzeitlich soll das Gebäude Nicolaistraße 3 für die Interimsunterbringung der Pestalozzi-Oberschule provisorisch hergerichtet werden.

An Vereinen haben beispielsweise der Hanno e.V. und die Theatermacher Interesse an Räumen bekundet. Die Schauspieltruppe ist vor allem an der Nutzung der Aula interessiert. „Das impliziert den Freizug des Hannos“, stellte Linke-Stadträtin Jutta Häcker fest. „Was wird aus dem Gebäude?“, fragte sie.

Eine direkte Antwort blieb die Stadtverwaltung schuldig. Der Jugendtreff ist schon vor ein paar Jahren in die Altstadt gezogen. „Auch die Theatermacher zieht es mehr in die Innenstadt“, sagte Lang. Und der Saal im Hanno-Gebäude an der Hohen Straße steht bereits seit einigen Jahren für Veranstaltungen nicht mehr zur Verfügung. Grund ist der mangelnde Brandschutz. „So fehlt unter anderem ein zweiter Fluchtweg“, informierte Oettmeier. In die brandschutztechnische Ertüchtigung des Gebäudes müsste die Stadt „viel Geld reinstecken“, so Oettmeier. Die Zukunft des Jugend-, Kultur- und Vereinshauses Hanno bleibt somit offen.

Von Silvio Kuhnert

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