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Schulden sollen 2030 Geschichte sein

Schuldenstand Radebeul Schulden sollen 2030 Geschichte sein

€Im vergangenen Verwaltungs- und Finanzausschuss präsentierte Oberbürgermeister Bert Wendsche die aktuelle Verschuldungssituation der Lößnitzstadt. Aktuell blickt die Stadt auf eine Verschuldung von 863 Euro pro Einwohner. Hierbei wurden allerdings die Einwohnerzahlen von 2015 verwendet, da es noch keine aktuellen Zahlen von 2016 gibt.

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Quelle: dpa

Radebeul. Im vergangenen Verwaltungs- und Finanzausschuss präsentierte Oberbürgermeister Bert Wendsche die aktuelle Verschuldungssituation der Lößnitzstadt. Aktuell blickt die Stadt auf eine Verschuldung von 863 Euro pro Einwohner. Hierbei wurden allerdings die Einwohnerzahlen von 2015 verwendet, da es noch keine aktuellen Zahlen von 2016 gibt. Der Obergrenzenrichtwert des Sächsischen Innenministeriums liege bei 850 Euro pro Einwohner, man sei also nah dran.

Insgesamt trägt Radebeul eine Schuldenlast von etwa 29 Millionen Euro. 2002 lag der Höchststand bei 55 Millionen Euro. Die jährliche Tilgung von 2,25 Millionen Euro ist laut Oberbürgermeister Wendsche seit 2010 stabil. Ziel der Stadt ist es, 2030 mit der Schuldentilgung fertig zu sein. Die Entwicklung des Zinssatzes habe bei der Tilgung sehr geholfen, so Wendsche. Lagen die Zinsen 2008 noch bei fast fünf Millionen Euro, so schlagen sie 2017 lediglich mit etwas mehr als 2,5 Millionen Euro zu Buche. In Prozenten gesprochen ist der Durchschnittszins von 4,54 Prozent auf 1,25 Prozent gesunken. Wendsche gibt allerdings zu denken, dass die „Zinswende weltweit“ bevorstehe und auch die Inflation werde weiter steigen. Dennoch ergab diese Reduzierung eine Ersparnis von etwas mehr als 100 000 Euro.

Auch Realzinsen, welche sich aus der Differenz von Nominalzins und erwarteter Inflationsrate ergeben, zahlt die Stadt. Diese lagen 2009 noch bei fast vier Prozent und sind mittlerweile auf 0,45 Prozent gesunken. Dieser Wert ergibt sich aus dem Nominalzins von 1,25 Prozent und der Inflation in Sachsen, welche für 2016 einen vorläufigen Wert von 0,8 Prozent aufwies. Die Entwicklung der Kreditkosten beeinflusst die Schuldenhöhe und Dauer der Abzahlung ebenfalls maßgeblich. Wenn die Kreditkosten um 0,1 Prozent steigen, bedeutet das bei einem gegenwärtigen Kreditbestand von 29,4 Millionen Euro jährliche Mehrkosten in Höhe von 29 400 Euro. In den letzten Jahren stiegen die Kosten signifikant an. Dies sei auf den Ertragsdruck der Banken zurückzuführen und deshalb sei perspektivisch gesehen ein Anstieg der Kosten wahrscheinlicher als eine Reduzierung, gibt Wendsche zu denken.

In den Neunziger Jahren wurden Kredite zur Finanzierung von Investitionen, welche sich die Stadt nicht leisten konnte, aufgenommen. Dadurch ergibt sich eine Summe von über 46 Millionen Euro, alleine für Zinsen. „Steuergeld, dass dadurch nicht für andere Zwecke zur Verfügung stand“, ergänzt Wendsche. Doch dank eines aktiven Liquiditätsmanagements konnte die Kämmerei zwischen 2010 und 2016 über 1,3 Millionen Euro Zinserträge erwirtschaften. Das milderte die Zinslast von knapp 8 Millionen Euro in diesem Zeitraum etwas ab. Bisher wurden seit des Höchststandes der Verschuldung 25,918 Millionen Euro Schulden getilgt. Dennoch liegt Radebeul mit einer aktuellen Verschuldung von 29 Millionen Euro im Landkreis an dritter Stelle. Davor reihen sich Nossen und Riesa als Spitzenreiter ein.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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