Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Google+
Schloss Wackerbarth bekommt moderne Haltestelle

Radebeul Schloss Wackerbarth bekommt moderne Haltestelle

Straßenbahnen der Linie 4 fahren seit Donnerstag wieder bis nach Weinböhla. 3.30 Uhr am frühen Morgen konnten die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) nach aufwendiger Sanierung wieder die Haltestelle „Schloss Wackerbarth“ in Betrieb nehmen. Größere Umbauten sind für 2018 geplant.

Radebeul.  Straßenbahnen der Linie 4 fahren seit Donnerstag wieder bis nach Weinböhla. 3.30 Uhr am frühen Morgen konnten die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) nach aufwendiger Sanierung wieder die Haltestelle „Schloss Wackerbarth“ in Betrieb nehmen. Ihr barrierefreier Umbau war der Grund, warum die Straßenbahn seit dem Sommer nur bis zur Gleisschleife Radebeul-West kam. Wegen der beengten Lage und weil in dem Abschnitt nur ein Gleis liegt, musste unter Vollsperrung der Strecke gebaut werden.

Landrat Arndt Steinbach (CDU), OB Bert Wendsche (parteilos), DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach und Wackerbarth-Chefin Sonja Schilg (vl)

Landrat Arndt Steinbach (CDU), OB Bert Wendsche (parteilos), DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach und Wackerbarth-Chefin Sonja Schilg (v.l.). in Aktion.

Quelle: Uwe Hofmann

Für Radebeul soll die Sanierung, zu der es laut DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach bereits 2000 erste Überlegungen gab, allerdings nur der Auftakt für größeres sein. „Kostestück“ nennt sie Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos). „Wir haben die Hoffnung, dass wir im Frühjahr 2018 eines unserer großen Vorhaben auf der Meißner Straße in Radebeul-Mitte realisieren können“, fügt er erläuternd an. Nach drei Jahren Wartezeit gibt es endlich Baurecht für die Straßen- und Gleissanierung zwischen Rennerbergsstraße und Dr.-Külz-Straße. Auch die Finanzierung der rund sieben Millionen Euro betragenden Bausumme ist gesichert. „Wir hoffen, dass sich keine unerwarteten Hindernisse auftun und wir bauen können“, sagt DVB-Vorstand Hemmersbach.

Für Fahrgäste bedeutet das: Ab dem Frühjahr bis vermutlich November zeichnet sich die nächste Vollsperrung auf der Linie 4 in Radebeul ab, von der auch Coswig und Weinböhla betroffen sind. Im Herbst 2018 soll dann nach derzeitigen Planungen ein eingleisiger Verkehr im betroffenen Abschnitt aufgenommen werden. Den Sperrschatten nutzen die DVB, um Fahrleitungsmasten von Radebeul über Coswig bis Weinböhla zu erneuern. Betroffen sind rund 240 Betonmasten aus den 1970er Jahren, deren Lebensdauer einfach abgelaufen sei, wie DVB-Vorstand Hemmersbach sagt. Einen Teil der rund fünf Millionen Euro teuren Arbeiten hat man gleich beim Umbau der Haltestelle am Staatsweingut Wackerbarth mit erledigt, der Löwenanteil steht allerdings 2018 auf dem Plan. Die Arbeiten, bei denen auch die gesamte Stromversorgung erneuert wird und vier neue Unterwerke erhält, stellen eine technische Herausforderung dar. Dort wo die Straßenbahn sonst quer übers Feld fährt, kann nur vom Gleis aus gearbeitet werden. Besonders eng wird es an den Kleingärten in Weinböhla, wo zu DDR-Zeiten Hubschrauber zum Mastsetzen angefordert wurden.

Ist alles erledigt, hoffen die DVB auf ein paar Jahre ungestörten Betrieb. Zwar muss die Meißner Straße in weiteren Abschnitten dringend saniert werden. Wann das Planfeststellungsverfahren für den nächsten vorgesehenen Abschnitt in Radebeul-Ost abgeschlossen ist, ist derzeit jedoch nicht abzusehen. Ein paar Jahre ohne Sperrungen kommen den DVB zugute, weil sich in dieser Zeit die Fahrgastzahlen stabilisieren können.

Auf mehr Fahrgäste hoffen die Verkehrsbetriebe durch die für rund 1,1 Millionen Euro umgebaute Haltestelle am Staatsweingut. Für das Geld wurden die hunderte Meter auseinanderliegenden Ausstiege in beide Richtungen zusammengezogen und barrierefrei gestaltet. Ganz besonders freue sie sich über die neue Fußgängerampel, die Fahrgäste künftig von der Haltestelle über die vielbefahrene Meißner Straße zum Fußweg und Schloss Wackerbarth bringen, sagt Sonja Schilg, die Geschäftsführerin des Staatsweinguts. So habe man im vergangenen Jahr rund 1200 Kinder in Kita- und Schulbesuchsgruppen begrüßt, die in ihrer Not „über die Straße huschen mussten“, wie Schilg sagt.

Im Staatsweingut macht das Ende der Haltestellenumbauten eine weitere Investition möglich. Im Hinterland der Haltestelle ist ein Parkplatzneubau geplant, der über eine bereits im Zuge der Sanierung ordentlich hergerichtete Zufahrt über die Gleise erreicht werden kann. Er ist dafür gedacht, den Zulauf bei Großveranstaltungen aufzufangen. In erster Linie sollen den Stellplatz aber die Fußballer nutzen, die bei Heimspielen des Radebeuler BC 1908 im nahen Weinbergstadion sonst die umliegenden Anwohnerstraßen mit ihren Autos verstopfen. „Wir können für Ruhe im gesamten Gebiet sorgen“, sagt Schilg.

Von Uwe Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr