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Rathaussanierung liegt im Zeitplan

Barrierefreiheit künftig garantiert Rathaussanierung liegt im Zeitplan

och betonen unterschiedliche Grün- und Gelbtöne die Wände des Rathauses, doch auch die Maler verleihen den Gängen schon bald ein einheitliches Bild. Die Bauarbeiten im historischen Radebeuler Rathaus sind weiter im vollen Gange, das Gröbste ist aber bereits abgeschlossen, informieren Bauleiter Matthias Froh und Sachgebietsleiterin Ines Röber.

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In mühsamer Kleinstarbeit befreiten Restauratoren die Stuckelemente von alten Farbschichten und Schmutzresten.

Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Radebeul. Noch betonen unterschiedliche Grün- und Gelbtöne die Wände des Rathauses, doch auch die Maler verleihen den Gängen schon bald ein einheitliches Bild. Die Bauarbeiten im historischen Radebeuler Rathaus sind weiter im vollen Gange, das Gröbste ist aber bereits abgeschlossen, informieren Bauleiter Matthias Froh und Sachgebietsleiterin Ines Röber. Geplant ist, bis zum Jahresende fertig zu sein. „Die Bauarbeiten sind wahrscheinlich bereits im September oder Oktober beendet, die Abnahme dauert dann allerdings noch einmal zwei bis drei Monate“, so Froh.

Grund für die Sanierung war allen voran der Brandschutz, welcher nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprach. Auch die Barrierefreiheit war im historischen Rathaus nicht gegeben. Das Treppenhaus wird künftig durch Glastüren und Scheiben von den anderen Räumen abgetrennt. Im Notfall wird ein Überdruck erzeugt und der Treppenbereich bleibt rauchfrei. „Über eine große Lüftungsanlage wird Luft ins Treppenhausareal geblasen und durch diese Technik kann dies gleichzeitig als Fluchtweg genutzt werden“, erklärt Ines Röber.

Um die Barrierefreiheit gewährleisten zu können, ist ein Fahrstuhl notwendig. Dieser konnte in das historische Gebäude integriert werden. Ehemalige kleine Technikräume wurden dafür genutzt und zum Aufzugsschacht umfunktioniert. Über den Hintereingang, welcher künftig den Haupteingang darstellen soll, erreichen beispielsweise Rollstuhlfahrer den Aufzug ebenerdig über eine Tür direkt neben dem Eingang. „Von unserem Außenbereich können die Besucher in Zukunft alle Bereiche der Verwaltung erreichen“, erklärt Baubürgermeister Jörg Müller die Verlegung des Haupteinganges. Dennoch können Bürger weiterhin auch über die Vordertür ins Rathaus gelangen. Der Außenbereich wird im Mai fertiggestellt, dann sind die Arbeiten an der Fassade im Bereich des Aufzuges beendet. Starke Nerven bei den Bauherren erforderten vor allem die Auflagen im Bereich Denkmalschutz. Doch die Verbindung zwischen Historie und Moderne ist gelungen. So konnten im Erdgeschoss die alten Türrahmen erhalten werden, wurden aufgearbeitet und eine moderne Glastür wurde eingesetzt. Auch die ein oder andere Überraschung wartete auf Bauarbeiter, Maler und Restauratoren. So kam beispielsweise in einem der Büroräume eine sehr detaillierte Gestaltung der Stuckleiste zum Vorschein, welche vorher durch mehrere Farbschichten kaum erkennbar war.

Der Ratssaal mit seinem historischen Gemälde gleicht derzeit noch einem Abstellraum. Die Restauration des Gemäldes wird noch einige Wochen in Anspruch nehmen. „In den sechziger oder siebziger Jahren wurde das Bild mit einer Schicht übermalt, welche mit heutigen Mitteln kaum zu entfernen ist“, erklärt Ines Röber die Schwierigkeit. Die Restauratoren können das Bildnis reinigen und dadurch etwas aufhellen, doch ein leichter Gelbstich wird bleiben. Die Sitzverhältnisse werden sich künftig umkehren, ansonsten bleibt der Ratssaal den historischen Gegebenheiten entsprechend erhalten. Pressesprecherin Ute Leder ist zuversichtlich, dass die Stadtratsitzung im September bereits wieder im historischen Ratssaal stattfinden kann. Insgesamt investiert die Stadt 1,5 Millionen Euro in die Sanierung, 778 000 Euro konnten über Fördermittel finanziert werden.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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