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Radeburg bekommt geriatrische Ambulanz

Geriatrie Radeburg bekommt geriatrische Ambulanz

Zu Fachkliniken für Geriatrie zählt ab sofort auch eine Geriatrische Institutsambulanz. Am 8. März lud Chefärztin und Fachärztin für Innere Medizin/Geriatrie und Palliativmedizin, Dipl.-Med. Sabine Vodenitscharov, die Hausärzte der Region zur Eröffnung ein.

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Quelle: dpa

Radeburg. Zu Fachkliniken für Geriatrie zählt ab sofort auch eine Geriatrische Institutsambulanz. Am 8. März lud Chefärztin und Fachärztin für Innere Medizin/Geriatrie und Palliativmedizin, Dipl.-Med. Sabine Vodenitscharov, die Hausärzte der Region zur Eröffnung ein. Dies hatte auch einen Grund, denn die neu geschaffene Ambulanz soll in erster Linie die Hausärzte unterstützen und so eine optimale Versorgung älterer Patienten sicherstellen. Somit wurde die Radeburger Klinik neben der Akutklinik und Rehaklinik um eine dritte Säule erweitert. Laut Chefärztin Sabine Vodenitscharov sei das die einzige Einrichtung dieser Art.

Die Vorteile einer solchen Ambulanz bekommen vor allem die Patienten zu spüren, bei denen eine komplexe Behandlung notwendig ist. Kommt es zu einem Fall, wie beispielsweise Störungen des Gedächtnisses, waren die ansässigen Hausärzte oft auf sich allein gestellt und es wäre eine Einweisung in ein Krankenhaus notwendig gewesen, was bei einem solchen Befund noch nicht ausreichend gerechtfertigt ist. Mit der Ambulanz ändert sich das nun und die notwendigen Meinungen von Experten können direkt in die Diagnostik mit einbezogen werden. „Die Institutsambulanz verfügt über ein interdisziplinäres Team aus Fachärzten, Psychologen, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Sozialarbeitern. Dieses Team hilft den Hausärzten, den komplexen Sachverhalt von verschiedenen Seiten zu betrachten“, so Vodenitscharov. Nachdem die Experten den jeweiligen Fall betrachtet haben, setzen sie sich mit dem Hausarzt in Verbindung und besprechen die weitere Behandlung. Finanziert wird die Ambulanz von der Kassenärztliche Vereinigung Sachsen.

Das statistische Bundesamt prognostiziert, dass 33 Prozent der Bevölkerung im Jahre 2060 älter als 65 sein werden. Das liege vor allem am medizinischen Fortschritt, anderen Lebensgewohnheiten als noch vor einigen Jahren, Bildung und bessere Hygienestandards. Im Durchschnitt werden Frauen heutzutage 89 Jahre alt, Männer etwa 85 Jahre. Mit einer alternden Bevölkerung wachsen auch die Aufgaben.Darauf hat nun die Radeburger Klinik reagiert, um die wichtigsten Ansprechpartner der Patienten, die Hausärzte, zu entlasten. Vor allem die hausärztliche Behandlung und Betreuung geriatrischer Patienten beinhalte oft einen erheblichen zeitlichen Aufwand, heißt es seitens der Klinik. Nun gibt es die sogenannte ambulante spezialisierte geriatrische Diagnostik, welche den Hausarzt bei der wohnortnahen Versorgung sinnvoll unterstützen kann. Dabei wird der Fokus darauf gelegt, die Kompetenz im Alltag zu erhalten und auch eine größtmögliche Autonomie und Mobilität zu gewährleisten. Dadurch wird es den älteren Patienten möglich gemacht, trotz Behandlung im gewohnten häuslichen Umfeld bleiben zu können und weiter am sozialen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können.

Diese Ambulanz kann als weiterer Erfolg der Geriatrischen Netzwerks Radeburg gesehen werden, welches sich seit 2011 für die Vernetzung von Pflegediensten, Ärzten, Therapeuten und anderen Kräften.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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