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Radebeuler nimmt an e-Rallye „Lipsia e-Motion“ in Leipzig teil

e-Mobilität Radebeuler nimmt an e-Rallye „Lipsia e-Motion“ in Leipzig teil

Michael Papke aus Radebeul wird mit seinem e-Auto bei der diesjährigen e-Rallye „Lipsia e-Motion“ in Leipzig an den Start gehen. Vom 9. bis 11. Juni werden über 50 Teilnehmer aus Deutschland mit ihren elektrischen Fahrzeugen durch Leipzig und das Umland fahren.

Michael Papke aus Radebeu lädt sein Auto an der kostenlosen e-Tankstelle an der Gläsernen Manufaktur

Quelle: Anja Schneider

Radebeul. Michael Papke aus Radebeul wird mit seinem e-Auto bei der diesjährigen e-Rallye „Lipsia e-Motion“ in Leipzig an den Start gehen. Vom 9. bis 11. Juni werden Teilnehmer aus Deutschland und Europa mit ihren elektrischen Fahrzeugen durch Leipzig und das Umland fahren. „Dabei geht es nicht um Schnelligkeit, sondern zu zeigen, dass e-Mobilität in Sachsen funktioniert“ sagt der 31-jährige Papke.

Seit 2014 folgen die Rallye-Teilnehmer den Einladungen verschiedener Bürgermeister aus der Region, um den Marktplätzen mit ihren e-Autos und Rädern einen Besuch abzustatten. Jedes Jahr wechseln die Aufgaben für die Teilnehmer. Vor zwei Jahren begaben sich die e-Flitzer zum Beispiel auf Schnitzeljagd. Für das diesjährige Event ist noch keine Aufgabe gestellt aber Eines steht schon fest: Während des Veranstaltungswochenendes laden die Rallye-Teilnehmer auch dieses Jahr wieder Interessierte ein, sich selbst einmal hinter das Steuer zu setzen und das elektrische Fahrgefühl auszuprobieren.

Auch wenn der Sport im Hintergrund steht, vergibt der Veranstalter Lutz Förster Pokale. Eine Trophäe bekommt der Teilnehmer mit der weitesten Anreise oder das älteste Fahrzeug. 2016 sind mehr als 100 Teilnehmer an den Start gegangen, darunter auch ein Team aus den Niederlanden. Für dieses Jahr sind bereits 50 Starter gemeldet, die Anmeldung läuft aber noch, ermuntert Papke alle e-Fahrzeug Besitzer aus der Region.

Auch für Papke war der leise und dennoch kraftvolle Antrieb vor drei Jahren der ausschlaggebende Punkt, sich ein e-Auto zu kaufen, als er in der Werkstatt eines Kumpels ein elektrisches Auto testete. Heute schätzt der gelernte Elektriker besonders im Winter die Vorklimatisierung seines VW-Up. „Mit Hilfe einer App kann ich am Abend vorher festlegen, dass mein Auto um acht Uhr morgens 20 Grad warm sein soll“ erklärt Papke. Bei Verbrennungsmotoren ist die elektrische Heizung ohne Motorbetrieb nicht möglich.

„Städte sind Lebensräume“ sagt der passionierte e-Auto Fahrer. Die ökologische Motivation, zu einer gesunden Stadtluft beizutragen, spielt für Papke ebenfalls eine Rolle. In der Eigentümerversammlung seiner Mietwohnung hat er durchgesetzt ein Kabel zu verlegen, um sein Auto auch zu Hause an der Steckdose laden zu können. „Ein e-Auto macht nur für diejenigen Sinn, die zu Hause über eine Lademöglichkeit verfügen.“ Der im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsmotoren höhere Kaufpreis gleicht sich durch die eingesparten Benzinkosten wieder aus, weiß Papke aus Erfahrung. An manchen Ladestationen, wie der e-Tankstelle an der Gläsernen Manufaktur, ist das Aufladen kostenlos.

„Dieses Jahr geht’s richtig los“ beschreibt Papke den aktuellen Bau-Boom von e-Zapfsäulen. In Sachsen werden momentan sechs neue Schnellladestationen gebaut. Unter anderem an der Autobahnraststätte Dresdner Tor. Zudem könnten die Tourismusziele im Dresdner Umland durch Aufladestationen an Wert gewinnen. „Dennoch tut sich die Region im Vergleich zu anderen Gebieten in Deutschland schwer“ spricht Papke aus Erfahrung. Seine längste Reise auf elektrischen Rädern führte den Radebeuler nach Mannheim. Bei einer Strecke von rund 550 Kilometern musste er sechs Mal nachladen und brauchte dafür etwa neun Stunden. „Neuere e-Autos schaffen die Strecke allerdings mit weniger Laden und in weniger Zeit“ bemerkt Papke. Im süddeutschen Sinsheim wird schon seit 10 Jahren eine e-Rallye veranstaltet. Das Leipziger Pendant existiert seit 2014 und ist die erste Veranstaltung dieser Art in den neuen Bundesländern.

Das Highlight für den VW-Up Fahrer ist jedes Jahr wieder die gute Stimmung während der „Lipsia e-Motion Rallye“. Die sächsische e-Szene kann sich während der Veranstaltung weiter vernetzen und zusammen auf das Thema e-Mobilität aufmerksam machen. Neben Privatfahrern nehmen auch Unternehmen mit ihren elektrischen Dienstwagen teil. Einige Unternehmen haben bereits e-Ladestationen auf dem Betriebsgelände für ihre Mitarbeiter installiert, beschreibt Papke den gesellschaftlichen Fortschritt Richtung umweltfreundlichem Verkehr in Sachsen.

Sein Auto bringt ihn mit einer Ladung etwa 150 Kilometer weit. „Für den täglichen Bedarf reicht mir das“ sagt der 31-Jährige. Für weitere Strecken hilft ihm das Navi oder die App, um Schnellladestationen an der Autobahn zu finden. Mit einem Chip am Schlüsselanhänger, auf dem seine Kontodaten gespeichert sind, kann der Radebeuler auch im Urlaub in Österreich oder den Niederlanden problemlos „tanken“.

Das gestiegene Interesse der Sachsen an e-Autos hat auch die Leipziger Autovermietung Strominator inspiriert. In der Zweigstelle in Dresden können mit den elektrischen Autos Probeausfahrten unternommen werden. Auch ein elektrisches Hochzeitsauto steht bereit. Michael Papke lobt das Konzept als Anstoßmotor für die Region. Aus seiner Erfahrung mit Bekannten berichtet er, dass die anfängliche Skepsis verfliegt, wenn sie sich hinter das Steuer seines e-Autos setzen. Nach Berechnungen des e-Auto Fahrers kostet ein neues elektrisches Auto etwa 5 000 Euro mehr als ein Verbrenner. Mittlerweile gibt es auch gebrauchte e-Autos auf dem Markt. Mit dem Ziel noch mehr Menschen von der umweltfreundlichen Autoalternative zu überzeugen, freut sich Papke auf den Startschuss der e-Rallye am 9. Juni in Leipzig.

Von Tomke Giedigkeit

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