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Radebeuler Treppenlauf wird international

Spitzhaustreppe Radebeuler Treppenlauf wird international

Einmal den Mount Everest besteigen ohne dabei erst in das Himalaya-Gebirge reisen zu müssen. Das kann für den ein oder anderen Sportler am 22. und 23. April zur Realität werden, denn dann findet wieder der inzwischen weltweit bekannte Spitzhaus-Treppenlauf, auch „Sächsischer Mt. Everest Treppenmarathon“ genannt, statt.

24 Stunden lang kämpfen die Sportler um jede einzelne Runde.

Quelle: Sebastian Kahnertdpa

Radebeul. Einmal den Mount Everest besteigen ohne dabei erst in das Himalaya-Gebirge reisen zu müssen. Das kann für den ein oder anderen Sportler am 22. und 23. April zur Realität werden, denn dann findet wieder der inzwischen weltweit bekannte Spitzhaus-Treppenlauf, auch „Sächsischer Mt. Everest Treppenmarathon“ genannt, statt. Im Gegensatz zur realen Bergbesteigung brauchen die Teilnehmer zwar keine Angst vor der Höhenkrankheit haben, die Puste kann allerdings auch an der Spitzhaustreppe schnell ausgehen. Um das möglichst zu vermeiden, trainieren eifrige Sportler bereits seit einigen Wochen an der Treppe, wie es immer wieder zu beobachten ist.

„In diesem Jahr ist die Teilnehmerliste so international wie noch nie“, informiert Veranstalter Ulf Kühne. Besonders stolz ist er auf die Anmeldung des Japaners Hiroshi Ando aus Osaka. Neben ihm startet auch ein Columbianer aus Bogotá sowie ein Schotte aus Glasgow. Österreichische Teilnehmer und Marathonfreunde aus der Schweiz, Frankreich und Luxemburg reihen sich neben den zahlreichen Sportlern aus ganz Deutschland ein. 76 Alleingänger und elf Alleingängerinnen haben sich angemeldet. Das bedeutet, sie starten ohne Team und müssen allein so viele Runden wie möglich in den 24 Stunden schaffen. Wer am Ende die meisten Runden gelaufen ist, hat in dieser Kategorie gewonnen. Wer über 100 Runden die schnellste Zeit erreicht hat, bekommt eine gesonderte Auszeichnung. Alle, die den symbolischen Gipfel des Mount Everest erreicht haben, werden namentlich auf dem Gipfelkreuz erwähnt.

Neben den Alleingängern gibt es die sogenannten Dreierseilschaften. Das sind Staffeln aus je drei Teilnehmern. Jeder Starter muss mindestens 25 und maximal 50 Runden absolvieren. Auch hier gewinnt die schnellste Staffel. Es haben sich drei Frauen-Teams und 25 Männerteams angemeldet. Es wird also voll auf der Spitzhaustreppe am vorletzten Aprilwochenende. Hinzu kommen nämlich noch fünf Touristaffeln. Diese bestehen aus je 50 Teilnehmern, von denen jeder eine Runde läuft. Natürlich gewinnt auch hier die schnellste Staffel. Schließlich gibt es noch die elf Freunde. Das sind Teams, welche sich aus Vereinen und Clubs der Region gebildet haben. Mit dabei sind unter anderem der SC Poseidon Radebeul, der SSV Planeta Radebeul e. V. - Abt. Rudern und die Feuerwehr Dresden. Die Anmeldungen sind für dieses Jahr abgeschlossen,

Die Idee für diesen außergewöhnlichen Marathon bekamen die Veranstalter auf einer Ausstellung im Leipziger Gasometer. Dort bestaunten sie das weltgrößte Panorama des Mount Everest. Die Werte des Berges ließen sich mit kleinen Zugaben schnell an die Spitzhaustreppe anpassen und geboren war der Radebeuler Treppenmarathon. Eine Runde auf der Treppe entsprechen 88,48 Meter Aufstieg und 88,48 Meter Abstieg, sowie eine Strecke von 843,50 Meter. Wer diese Strecke 100-Mal läuft, absolviert dieselbe Länge, welche für den Aufstieg zum Mount Everest nötig ist.

Die Extremsportveranstaltung findet seit 2005 jährlich statt und wurde von der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung bereits als „der schwersten und größten Extremtreppenlauf der Welt“ bezeichnet. Besucher sind gern gesehen, für das leibliche Wohl ist vor Ort gesorgt.

www.treppenmarathon.de

Von Lisa-Marie Leuteritz

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