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Pirnas Friedenspark lädt zum Planschen ein

Wasserfontänen sind in Betrieb Pirnas Friedenspark lädt zum Planschen ein

Seit Mittwoch sprudelt Wasser aus dem Fontänenfeld an der Breiten Straße. Das Wasserspiel im Pirnaer Friedenspark zieht vor allem Kinder in seine Bann. Die neue Attraktion ist vor allem an heißen Tagen nicht nur für sie bestimmt.

Der kleine Leopold verfolgte mit seinem Papa, Philipp Richter, ganz begeistert das Spiel der Wasserfontänen mit der bunten LED-Beleuchtung.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. An heißen Sommertagen können sich Pirnaer und ihre Gäste an der Breiten Straße Erfrischung holen. Seit Mittwoch sprudelt das Fontänenfeld im Eingangsbereich des Friedensparks. Mal ganz klein und plötzlich weit hoch schießt das Wasser aus zwölf Düsen in die Luft. LED-Leuchten sorgen für farbliche Effekte. Das Wasserspiel zog den kleinen Leopold Richter sofort in seinen Bann. Der Zweieinhalbjährige war der Erste, der versuchte, die Wasserstrahlen zu erhaschen, die einmal mannshoch sind, dann im Boden verschwinden und sich langsam oder ganz schnell wieder aufbauen.

„Wir haben am Friedenspark eine kleine Attraktion geschaffen“, sagte Baubürgermeister Eckhard Lang (parteilos), bevor der Befehl zu „Wasser marsch!“ kam. Und die etlichen Passanten, die plötzlich innehielten und dem Wasserspiel mit neugierigen Blicken folgten, sowie das Lachen und den Spaß, den der kleine Leopold hatte, geben dem Vize-Chef im Rathaus recht: „Es ist nicht nur eine Attraktion für Kinder, sondern auch für die, die auf den Bus warten müssen.“ Denn neben der Haltestelle Breite Straße laden Bänke und Sandsteinblöcke am Fontänenfeld zum Verweilen ein.

Der Friedenspark verfügt wieder über ein Wasserspiel. Vor reichlich 112 Jahren hieß es in der innerstädtischen Grünanlage schon einmal „Wasser marsch!“. Am 9. Juni 1905 wurde mitten im Park ein Schwanenteich mit einer Wasserfontäne eingeweiht. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er mit Trümmerschutt zugeschüttet. 1945 musste auch das Kriegerdenkmal weichen, das im Eingangsbereich zur Breiten Straße stand – dort, wo jetzt das neue Wasserspiel plätschert. Das Ehrenmal wurde 1896 zur Erinnerung an den Frieden nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 errichtet. „Von dem Denkmal leitet sich möglicherweise der Name Friedenspark ab“, vermutet Jens-Holger May. Der Dresdner Landschaftsarchitekt ist mit seinem gleichnamigen Büro mit der Neugestaltung des Friedensparks beauftragt.

Mit der Inbetriebnahme des Fontänenfelds ist der erste Bauabschnitt beendet. Der zweite schließt sich nahtlos an. „Er umfasst den Kernbereich mit der großen Grünfläche“, berichtete May. Der Rasen wird von seinem starren Korsett aus rechteckig angelegten Wegen befreit. Künftig sollen in Anlehnung an die historische Parkform wieder geschwungene Pfade durch die kleine grüne Lunge im Stadtzentrum führen. Zum Ausruhen wird eine langgestreckte Friedensbank einladen. „Unser Ziel ist es, bis Ende des Jahres mit den Arbeiten im zweiten Bauabschnitt fertig zu werden“, informierte May.

Im kommenden Frühjahr geht es mit der Umgestaltung des sogenannten Aktivbereichs weiter. Dieser umfasst den Spielplatz im hinteren Bereich der Parkanlage. Dieser wird zu einem weiteren „Geschichtenspielplatz“ umgebaut. Das Thema Seilerei spiegelt sich in den künftigen Spielgeräten wider, da sich einst der Betrieb eines Seilermeister in unmittelbarer Nachbarschaft befand. Mitte kommenden Jahres soll die Neugestaltung des Friedensparks ihren Abschluss finden.

Rund 800000 Euro investiert die Stadt in die Parkanlage. Das Vorhaben wird mit circa 640000 Euro aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ bezuschusst. Das Fontänenfeld wird von Anfang Mai bis Anfang Oktober täglich von 10 bis 22 Uhr sprudeln.

Von Silvio Kuhnert

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